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GATS

Das GATS (General Agreement on Trade in Services) ist ein internationales, multilaterales Vertragswerk der Welthandelsorganisation (WTO), das den grenzüberschreitenden Handel mit Dienstleistungen regelt und deren fortschreitende Liberalisierung zum Ziel hat.

Gemeinschaftskläranlage

Eine Gemeinschaftskläranlage ist das Gegenteil des Trennsystems bei der Abwasseraufbereitung. Hier wird Abwasser industrieller, gewerblicher und kommunaler Herkunft zusammen aufbereitet.

Genua-Zyklon

Auch als Wetterlage 5B bezeichnetes Wetterphänomen, bei dem extrem wasserhaltige Luftmassen vom Golf von Genua aus über Mitteleuropa treiben und dort mit kalten Luftmassen kollidieren und abregnen. Dabei kommt es zu enormen Niederschlagsmengen. Dieses Wetterphänomen verursachte auch die Elbeflut im Sommer 2002.

Geschiebe

Das durch die Strömung transportierte Sediment wird als Geschiebe bezeichnet.

Gewässerbett

Gewässerbett nennt man die Eintiefung (Rinne, Mulde, Tal) der Landoberfläche, die dauernd oder zeitweise mit Wasser gefüllt ist. Die Ausgestaltung des Gewässerbettes ist weitgehend von der Fließgeschwindigkeit abhängig.

Gewässer I/II/III Ordnung

Formale Einteilung von Gewässern anhand deren Größe/Bedeutung für die Wasserwirtschaft definiert wird. Schiffbare Gewässerstrecken werden als Gewässer I. Ordnung eingestuft. Kleinere Flüsse werden als Gewässer II. Ordnung bezeichnet. Bei den Gewässern III. Ordnung handelt es sich um kleine Bäche. Gemessen an den Stromkilometern machen die Gewässer III. Ordnung den Großteil der Gewässerläufe aus.

Gewässergüteklasse

In Deutschland gibt es 7 Kategorien der Gewässergüte. Die Einordnung von Fliessgewässern erfolgt anhand von biologischen, morphologischen und chemisch-physikalischen Gewässereigenschaften.

Gewässermorphologie

Wissenschaft, die sich mit den Gestaltungsvorgängen der oberirdischen Gewässer befasst.

Gewässersohle

Zwischen den Ufern liegender Teil des Gewässerbettes

Gewässerunterhaltung

Die Gewässerunterhaltung umfasst die Pflege und Entwicklung eines Gewässers. Es werden darunter Arbeiten am Gewässer verstanden, die z.B. dazu dienen, die Ufer und Uferstreifen möglichst naturnah zu gestalten und zu bewirtschaften, die biologische Wirksamkeit des Gewässers zu erhalten und zu fördern, und den Wasserabfluss zu gewährleisten. In früheren Zeiten wurde ausschließlich auf den Wasserabfluss geachtet und viele Bäche wurden zu diesem Zweck kanalisiert. Hierdurch wurden viele Lebensräume vernichtet.

Gleithang

Der Gleithang befindet sich an der Innenseite des Baches, wo der Bach langsamer ist als am Prallhang und mitgeführtes Gestein ablagert. Der Gleithang ist im Gegensatz zum Prallhang sehr flach.

Grenzschicht

In einer Wasserströmung ein Bereich, in der eine Geschwindigkeitsveränderung eintritt.

Grundräumung

Eine Grundräumung ist vornehmlich eine Unterhaltungsmaßnahme und bezeichnet das Ausbaggern der Gewässerprofile, insbesondere der Sohle.

Grundwasser

Grundwasser ist unterirdisches Wasser, das die Hohlräume der Erdrinde zusammenhängend ausfüllt und dessen Bewegung ausschließlich durch Schwerkraft und die Reibungskräfte bestimmt wird. Die Hohlräume der Erdrinde sind je nach geologischer Beschaffenheit des Untergrunds:

  • Poren (Klastische Sedimente und Sedimentgesteine: z.B. Sand, Kies, Schluff)
  • Klüfte (Festgesteine: z.B. Granit, Quarzit, Gneiss, Sandsteine)
  • oder durch Lösung entstandene große Hohlräume (z.B. Kalkstein).

Dem entsprechend unterscheidet man Porengrundwasser, Kluftgrundwasser und Karstgrundwasser.

Grundwasserabsenkung

Unter der Grundwasserabsenkung versteht man eine gewollte oder ungewollte Ab-senkung des Grundwasserspiegels. Die Grundwasserabsenkung kann natürliche Ursachen haben, wenn die wasserführenden Schichten beispielsweise durch Erdbe-ben verändert werden. Die meisten Änderungen im Grundwasserspiegel ist jedoch menschengemacht, z.B. wenn durch Brunnen mehr Wasser entnommen wird, als der Grundwasserstrom zuführt, ist eine Grundwasserabsenkung unausweichlich.

Grundwasserflurabstand

Grundwasserflurabstand oder Flurabstand ist der Abstand des Grundwasserspiegels von der Geländeoberkante. Ist die obere Begrenzung eines Grundwasserleiters nicht durch undurchlässige Schichten begrenzt, herrschen ungespannte Verhältnisse vor. Ist die obere Grenze ein Grundwassernichtleiter, können gespannte Verhältnisse vorliegen.

Grundwasserleiter

Grundwasserleiter ermöglichen dem Wasser im Boden sich einen Weg durch sämtliches Gestein zu bahnen. Dabei wird verschiedenes Gestein von Wasser durchflutet. Grundwasserleiter können verschiedene Konsistenzen besitzen. So besteht der Porengrundwasserleiter aus Locker- und Festgestein. Hier wird der Porenraum des Gesteins von Grundwasser durchflossen. Der Kluftgrundwasserleiter besteht aus Festgestein, welches Klüfte und Fugen besitzt, wodurch das Wasser fließen kann. Ebenso gibt es den Karst-Grundwasserleiter, der aus Karbonatgesteinen besteht, welcher Verkarstungen besitzt die es dem Wasser ermöglichen, durchzufließen.

Gumpe

Flache Mulde, die insbesondere über ein großes Gefälle abfließende Gebirgsbäche in den felsigen Untergrund fräsen.

Siehe auch: Auswaschungen

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