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Ein Mann trägt eine Kiste gefüllt mit frischem Gemüse.
Keine Lebensmittel für die Tonne!

Jede Sekunde werden 571 kg Lebensmittel entsorgt

Jedes Jahr entstehen in Deutschland etwa 18 Millionen Tonnen Lebensmittelabfall. Das entspricht 571 kg Lebensmitteln, die pro Sekunde verloren gehen. Obst und Gemüse, das nicht dem Standardmaß entspricht, wird häufig bereits während der Ernte oder Verarbeitung aussortiert. Händler bieten bis zum Ladenschluss das volle Sortiment an und viele Kantinen führen keine kleinen Portionen.

Lebensmittel, die nie in unseren Mägen landen bedeuten einen unnötigen Verbrauch von Landflächen, Wasser, Energie und Ressourcen. Alleine die vermeidbaren Verluste tragen mit umgerechnet etwa 48 Millionen Tonnen CO2 massiv zum Klimawandel bei. Ein besonderes Problem sind die Methanemissionen aus der Rinderhaltung für Milch- und Fleischerzeugnisse.

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Was bedeutet das Mindesthaltbarkeitsdatum?

Mindeshaltbarkeitsdatum vs Verbrauchsdatum - kennen Sie den Unterschied? Unser Mitarbeiter Philipp Sommer erklärt Ihnen den Unterschied in unserem Video.

Ein abgelaufenes Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) bedeutet nicht automatisch, dass Lebensmittel verdorben sind. Es zeigt nur an, bis zu welchem Zeitpunkt das Lebensmittel bei sachgerechter Lagerung mindestens haltbar ist. Es lohnt sich also ein Kontrollblick: Sieht das Produkt gut aus, riecht es angenehm und besteht es den Geschmackstest? Dann verwenden Sie es! Anders ist es bei einem überschrittenen Verbrauchsdatum („zu verbrauchen bis“), zum Beispiel bei rohem Fleisch, Fisch oder Eiern. In diesem Fall ist der Verkauf eines Produktes nicht mehr zulässig und der Verzehr kann gesundheitsgefährdend sein.

Was kann ich tun?

Kaufen Sie nur das, was Sie brauchen und das möglichst regional, saisonal und biologisch sowie unverpackt oder in Mehrweg-Verpackungen. Tierische Lebensmittel  nur in Maßen konsumieren - das schont das Klima und ist gleichzeitig gesund. Wenn nach einer Party oder vor einem Urlaub einmal etwas übrigbleibt, fragen Sie Ihre Nachbarn oder Freunde, damit nichts weggeworfen werden muss. Ähnlich funktioniert die Organisation Foodsharing. Dort kann man kleine wie große Mengen Essen weitergeben oder nicht mehr verkäufliche, aber noch einwandfreie Überschüsse bei Supermärkten, Bäckereien oder Restaurants abholen.

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Was muss die Politik tun?

Bereits im Jahr 2015 hat sich Deutschland zu den Nachhaltigen Entwicklungszielen der UN bekannt und sich damit das Ziel gesetzt, die Lebensmittelverluste im Handel und bei Verbrauchern bis zum Jahr 2030 zu halbieren. Passiert ist seither wenig. Damit weniger essbare Lebensmittel weggeschmissen werden, braucht es verbindliche branchenspezifische Reduktionsziele, die sich bis zum Jahr 2030 schrittweise erhöhen. Im Rahmen einer Dokumentationspflicht müssen Unternehmen die Verluste genau erfassen und melden. Ein gesetzlicher Wegwerfstopp für Supermärkte muss verhindern, dass essbare Lebensmittel im Müll entsorgt werden. Gemeinsam mit Foodsharing richtete sich die DUH deshalb mit Forderungen an die Politik.

Wir kämpfen für weniger Lebensmittelverluste!

Wir setzen uns für eine nachhaltige Landwirtschaft und einen verantwortungsbewussten Umgang mit Lebensmitteln ein. Wir bringen Landwirte, Hersteller, Händler, Behörden, Politiker und Wissenschaftler an einen Tisch, um Lösungen zu erarbeiten. Etwa zu den Themen Methanemissionen und Stickstoffüberschuss. Mit unserer Öffentlichkeitsarbeit informieren wir über das Ausmaß der Lebensmittelverschwendung und zeigen, wie man das Problem überwinden kann. Wir üben Druck auf die Politik aus, damit endlich etwas passiert. Machen Sie mit!

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