Ja, ich möchte Jaguar-Pate werden:
Wunschbetrag

Keine schmutzigen Deals auf Kosten des Regenwaldes!

Unzählige Quadratkilometer tropischen Waldes wurden in Südamerika bereits für den Sojaanbau zerstört. Der skrupellose Machthaber Jair Bolsonaro, seit 2019 Präsident Brasiliens, lässt illegale Rodungen und Landraub ungestraft zu und ermutigt sogar dazu. Derzeit plant er verschiedene Gesetzesinitiativen, um Landraub und Naturzerstörung zu legalisieren. Die Zerstörung der tropischen Wälder ist eine Katastrophe für den Klimaschutz und für den Erhalt der Artenvielfalt auf dem Planeten. Der Regenwald am Amazonas, die artenreichen Trockenwälder Gran Chaco und Cerrado, der darin lebende Jaguar und viele weitere bedrohte Arten bleiben auf der Strecke!

Wir arbeiten eng mit Investigativ-Reporter und Umweltaktivist Marcel Gomes in Brasilien zusammen, der uns die dramatischen Ausmaße der Zerstörung bestätigt: „Seit 2019 geraten die indigenen Völker Brasiliens unter Druck, weil die Abholzung in ihren Schutzgebieten dramatisch zunimmt. [...] Die Zeit zu handeln ist jetzt!" Südamerikas einzigartige Lebensräume werden unter Bolsonaro in erschreckendem Tempo vernichtet. Allein der Amazonas-Regenwald ist in den letzten drei Jahren jährlich rund 10.000 km2 geschrumpft. Das entspricht etwa der Fläche Zyperns. Das dürfen wir auf keinen Fall weiter zulassen. Bitte helfen Sie uns heute, dagegen anzugehen!

Mehr als 90% der Brandrodung in Brasilien gehen auf die Ausweitung von landwirtschaftlich genutzten Flächen zurück – etwa für die Fleisch- und Lederproduktion oder den Soja-Anbau. Ein großer Teil dieser Agrarprodukte wird für den Export – auch in die EU – produziert. Das Soja aus dem Tropenwald wird hierzulande als Futtermittel in die Massentierhaltung gepumpt. Dieses Soja macht die tierquälerische Massenhaltung und das Billigschnitzel an der Theke im Supermarkt erst möglich. Unsere neuesten Untersuchungen zeigen, dass für die Produktion von 150 g Hähnchenbrust durchschnittlich 163 g Soja gefüttert werden müssen.

Auf dieser Lieferkette des Schreckens – von Bolsonaro bis Tönnies – bleibt nicht nur Brasiliens Natur auf der Strecke: Die knapp 25 Millionen Schweine, gut 11 Millionen Rinder und knapp 43 Millionen Legehennen in Deutschland produzieren Millionen Kilogramm Gülle und Mist. Diese landen als Dünger auf unseren Äckern – in Regionen mit vielen Ställen in einer Menge, die die Pflanzen gar nicht mehr aufnehmen können. Die Nährstoffe versickern ungenutzt im Boden und verunreinigen Grundwasser, Flüsse und schließlich auch die Meere. 

Auch wenn Bolsonaro nach außen immer wieder vorgibt, die Brandrodungen unterbinden zu wollen, lässt er die Abholzungen durch die Hintertür fortsetzen: er gibt dringend benötigtes Geld nicht frei, schwächt die ohnehin von der Pandemie gebeutelten Umweltbehörden gezielt und nimmt ihnen somit die Möglichkeit, gegen Landraub und Tropenwaldzerstörung vorzugehen.

Trotzdem setzt die EU auf Bolsonaro und plant die EU die größte Freihandelszone der Welt mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten (Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay). Kern des geplanten EU-Mercosur-Abkommens ist der Handelsteil mit zahlreichen Verpflichtungen etwa zum Abbau der Zölle auf Autos, Agrarprodukte und Rohstoffe. Im Gegenzug für den freien Marktzugang für z.B. deutsche Autos und Chemieprodukte wie Pestizide könnte noch mehr Fleisch, Zuckerrohr und Soja auf den EU-Markt gelangen. Das EU-Mercosur-Abkommen würde damit die Zerstörung der Wälder in Südamerika weiter anheizen. Die Treibhausgasemissionen könnten durch vom Abkommen hervorgerufene weitere Rodungen in Amazonien, Cerrado und dem Chaco 15-mal so hoch ausfallen wie von der offiziellen EU-Folgenabschätzung angenommen. In diesem Fall würden die jährlichen Kosten der Klimaschäden die dem Abkommen zugeschriebenen Handelsgewinne um mehrere Milliarden Euro übersteigen.

Der einzige Weg, Bolsonaro jetzt noch zu stoppen, ist, den gefährlichen Handel zwischen der EU und den Mercosur-Staaten in der aktuellen Form zu verhindern. Wir müssen verhindern, dass die EU Geschäfte macht mit einem Präsidenten, der Waldflächen zur Abholzung freigibt, indigene Völker bedroht und die Corona-Pandemie mit mehr als einer halben Millionen Toten in Brasilien ignoriert.

Wir arbeiten auf verschiedenen Ebenen, um den Lebensraum des Jaguars in Südamerika zu bewahren:

Das deutsche Lieferkettengesetz wurde 2021 beschlossen – allerdings ohne verbindliche Umweltsorgfaltspflichten. Dieses Versäumnis muss im derzeit auf EU-Ebene erarbeiteten EU-Lieferkettengesetz dringend nachgeholt werden. Wir brauchen verbindliche Umweltsorgfaltspflichten für alle Unternehmen, die auf dem Markt der Europäischen Union tätig sind, sowie Marktzugangsbeschränkungen, die die Umwandlung von wertvollen Ökosystemen wie Wäldern, Feuchtgebieten oder Savannen sicher ausschließen. Das EU-Mercosur-Abkommen darf in seiner derzeitigen Form nicht ratifiziert werden. Stattdessen brauchen wir eine Handelspolitik, die sich an den Zielen der Klimaneutralität, dem Erhalt der biologischen Vielfalt und der Einhaltung der Menschenrechte ausrichtet.

Dazu organisieren wir Dialogveranstaltungen, entwickeln Empfehlungen und führen Marktanalysen durch. In unserem Markt-Check Soja analysieren wir zum Beispiel das Engagement der deutschen Supermärkte in Bezug auf Sojafuttermittel und fordern Maßnahmen ein. Es wird deutlich: vor den Unternehmen liegt noch ein ganzes Stück Arbeit.

Wir erstellen Rechercheberichte, um öffentlich über die dramatische Situation in Südamerika zu informieren. Gemeinsam mit Investigativ-Journalisten und Umweltverbänden vor Ort werden wir weiter für Transparenz in den Lieferketen der deutschen Fleischindustrie und des internationalen Sojahandels eintreten und Verstrickungen mit illegalen Brandrodungen und Landraub aufdecken – auch gegen den Widerstand der politischen Brandstifter und starken Fleischlobby in Deutschland.

Bitte unterstützen Sie uns heute dabei mit Ihrer Spende oder Jaguar-Patenschaft!

Brandbeschleuniger Soja:

Wie viel Jaguar steckt in deinem Schnitzel?

Unsere Ziele im Detail

1Schluss mit der Exportorientierung der deutschen Tierhaltung

Schluss mit Gülleflut, Treibhausgasemissionen und Tierleid! Es dürfen nur so viele Tiere gehalten werden, wie unsere Umwelt verträgt. Unser Fleischkonsum muss reduziert und Fleischexporte gestoppt werden.

2Verringerte Abhängigkeit von Futtermittelimporten

Wir fordern eine Trendwende, weg von billigen Sojaimporten und hin zu heimischen Eiweißfuttermitteln.

3Transparente Lieferketten und 100% überprüfbar nachhaltiges Soja

Wenn schon Soja-Importe, dann nur aus nachhaltigen Quellen mit hohen ökologischen und sozialen Standards und entsprechenden Kontrollmechanismen, die die Zerstörung kohlenstoffreicher Ökosysteme sicher ausschließen.

4Klasse statt Masse beim Fleisch

Wir fordern eine Fleischqualitätsoffensive, die eine artgerechte Tierhaltung, Umweltschutz und regionale Wertschöpfungsketten zum Ziel hat.

5Kein Soja in den Tank

Deutschland und die EU müssen die unsinnige Beimischung von Sojaöl zum Diesel umgehend beenden.

6Das Mercosur-Abkommen darf in seiner jetzigen Form nicht ratifiziert werden

Für eine Handelspolitik, die sich an den Zielen der Klimaneutralität, dem Erhalt der biologischen Vielfalt und der Einhaltung der Menschenrechte orientiert.

Weitere Informationen

Wie helfe ich mit dieser Patenschaft?

Dank Ihrer Jaguar-Patenschaft können wir uns für den Schutz von Brasiliens Wäldern und ihrer Bewohner einsetzen. Wir bringen Transparenz in die Verstrickungen von Fleischindustrie und internationalem Sojahandel, klären Verbraucher*innen auf und setzen uns für eine naturverträgliche Landwirtschaft ein. 

Durch Ihren regelmäßigen Beitrag als Patin oder Pate werden längerfristige Ziele in unseren Projekten überhaupt erst möglich. Ihre Spende hilft uns bei der täglichen Arbeit unabhängig und reaktionsschnell für den Schutz des Jaguars einzutreten – genau dort, wo es gerade am nötigsten ist.

Wie werde ich über dieses Projekt als Patin oder Pate informiert?

Die Deutsche Umwelthilfe informiert Sie als Patin oder Pate regelmäßig über ihre Projekte, sofern gewünscht: im Magazin DUHwelt (per Post, vierteljährlich), im Newsletter (per E-Mail, regelmäßig) sowie über Twitter, Facebook und Instagram und auf dieser Internetseite. Bei weiteren Fragen steht Ihnen unser Team aus dem Spenderservice gerne zur Verfügung.

Informationen zu Steuer und Spendenquittung

Die Deutsche Umwelthilfe e.V. ist als gemeinnütziger Verein anerkannt. Ihre Spende an uns ist von der Steuer absetzbar. Bis zu einem Spendenbetrag von 300 Euro gilt der Einzahlungsbeleg und Kontoauszug als Nachweis.

Antrags-Karte zum Download

Sie möchten Ihre Daten nicht im Internet veröffentlichen? Hier können Sie unsere Karte für den Antrag auf Jaguar-Patenschaft herunterladen, ausfüllen und uns per Post oder E-Mail zusenden.

Unser Spendenkonto

Konto: Bank für Sozialwirtschaft Köln
IBAN: DE45 3702 0500 0008 1900 02
BIC: BFSWDE33XXX

Wünschen Sie eine Spendenbescheinigung? Bitte teilen Sie uns dafür Ihre vollständige Adresse – zum Bsp. im Überweisungszweck – mit.


Ansprechpartner Spenderservice

Copyright: © Holzmann/DUH

Gabriele Dufner-Ströble
Spenderservice
Tel.: 07732 9995-511
E-Mail: Mail schreiben

Copyright: © DUH/Andreas Kochlöffel

Karin Potthoff
Spenderservice
Tel.: 07732 9995-56
E-Mail: Mail schreiben


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