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*** AKTUELL ***

Die Beimischung von Agrokraftstoffen aus Getreide, Raps & Co. zu fossilem Sprit ist durch den immensen Flächenverbrauch eine Katastrophe fürs Klima und die Biodiversität. Dazu kommt: Die weitere Verbrennung von Essen als Kraftstoff ist vor dem Hintergrund der sich anbahnenden Nahrungsmittelkrise aufgrund des Urkainekriegs völlig verantwortungslos. Schreiben Sie jetzt eine Protestmail an Bundesumweltministerin Steffi Lemke und Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir und rufen Sie sie zum sofortigen Stopp der staatlichen Agrokraftstoff-Förderung auf!


Jetzt unterschreiben!

Lebensmittel im Tank schaden dem Klima

Der Verkehr ist einer der größten Treiber des Klimawandels. Er verursacht in Europa rund ein Viertel der gesamten Treibhausgasemissionen – Tendenz steigend. In Deutschland liegen die Emissionen des Verkehrs heute sogar über dem Niveau von 1990, und die stetige Zunahme des motorisierten Verkehrs macht CO2-Einsparungen in anderen Sektoren zunichte – in Zeiten der Klimakrise ein unhaltbarer Zustand.

Mit einer grundlegenden Mobilitätswende muss der Verkehr von der Straße auf die Schiene verlegt und der öffentliche Verkehr gestärkt werden. Wir brauchen Platz für Fahrradverkehr, Fußgänger und Fußgängerinnen. Die Emissionen des nicht vermeidbaren Straßenverkehrs müssen auf ein Minimum reduziert werden.

Hier kommt die europäische Erneuerbare Energien-Richtlinie (eng. Renewable Energy Directive, RED) ins Spiel. Sie macht den EU Mitgliedstaaten Vorgaben für den Einsatz von Kraftstoffen aus erneuerbaren Quellen auch im Verkehrssektor – mit dem Ziel, die Treibhausgasemissionen zu senken. Das Resultat der letzten zehn Jahre war ein Boom von sogenannten Agrokraftstoffen. Agrokraftstoffe sind Kraftstoffe auf Basis pflanzlicher Öle und Fette, die fossilen Kraftstoffen beigemischt werden. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden Agrokraftstoffe auch als „Bio“-Kraftstoffe bezeichnet. Die DUH distanziert sich bewusst von diesem Begriff, um den positiven Wortklang nicht missbräuchlich einzusetzen.

Was auf den ersten Blick nach einer guten Idee aussieht, hat bei genauerem Hinsehen katastrophale Auswirkungen. Die Produktion von Agrokraftstoffen verbraucht Fläche, die ansonsten unter anderem für den Anbau von Nahrungsmitteln zur Verfügung stünde. Das sorgt letztendlich dafür, dass bislang ungenutzte Flächen – häufig CO2-Speicher wie Wälder und Moore – in Ackerfläche umgewandelt werden. Das macht Agrokraftstoffe zu einer Katastrophe für Klima und Artenvielfalt.

Das besonders hohe Risiko für diese Landnutzungsänderungen bei Palmöldiesel wurde inzwischen sowohl von der EU als auch der Bundesregierung anerkannt: In Deutschland wird Palmdiesel ab 2023 nicht mehr als erneuerbarer Kraftstoff eingesetzt, EU-weit ab 2030. Um insgesamt eine Ausweitung der Anbauflächen für Agrokraftstoffe zu verhindern, hat die EU eine Deckelung von deren Verwendung vorgeschrieben.


Erneuerbare Antriebsenergie für Fahrzeuge lässt sich auch ohne immense Flächenverschwendung herstellen
: Für die gleiche Kilometerleistung benötigt die Erzeugung von Solarstrom für E-Fahrzeuge 97% weniger Fläche als Agrokraftstoff.

Nicht nur aus Klimasicht ist die Bereitstellung wertvoller Landfläche für Agrokraftstoffe eine schlechte Wahl, denn deren intensive Bewirtschaftung schadet auch Ökosystemen und der Biodiversität. Renaturierung geeigneter Flächen als Gegenmaßnahme zum Artensterben ist auch zur Erreichung der verpflichtenden deutschen und europäischen Ziele zum Naturschutz dringend erforderlich.

Die Studie macht deutlich, dass ein Ausstieg aus Agrokraftstoffen insgesamt eine deutliche Flächenentlastung schafft, so dass mehr Spielraum geschaffen wird, geeignete Flächen an die Natur zurückzugeben.

Die Deutsche Umwelthilfe fordert:

  • Agrokraftstoffe dürfen nicht länger als erneuerbarer Kraftstoff im Verkehr angerechnet werden – weder in Deutschland, noch in der EU. Stattdessen muss die Förderung die direkte Elektrifizierung als effizienteste Antriebstechnologie im Straßenverkehr in den Fokus nehmen. Detaillierte Forderungen zur Revision der RED finden Sie hier.
  • Die durch den Ausstieg aus Agrokraftstoffen erzielte Flächenentlastung muss dafür genutzt werden, geeignete Flächen für Renaturierung zur Verfügung zu stellen. Fruchtbares Ackerland sollte für naturverträgliche Nahrungsmittelproduktion priorisiert werden.
  • Für den Landnutzungs-Sektor müssen bereits vor 2026 höhere verpflichtende Minderungsvorgaben eingeführt werden. Dabei müssen CO2-Senken separat bilanziert werden und dürfen keinesfalls zu de facto Kürzungen von Reduktionsvorgaben der Emissionen anderer Sektoren oder gar Staaten führen.
  • Die EU-Kommission muss ein robustes EU-Renaturierungsgesetz mit ambitionierten, messbaren Zielen und einem klaren Zeithorizont vorlegen.
https://www.duh.de/kein-essen-im-tank/

Kein Essen mehr in den Tank!

Schluss mit der Förderung von Agrokraftstoffen.

Jetzt Protestmail schreiben!

Wir können mehr als verbrennen!

Unterschreiben Sie unsere Petition #beyondburning

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Kontakt

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Fachreferentin für Entwaldungsfreie Lieferketten, Naturschutz und Biologische Vielfalt
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Senior Expert Verkehr und Luftreinhaltung
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