pageBG

Der Venture & Nature Fund – eine Initiative der DUH

Der Venture and Nature Fund - Risikokapital für Umweltprojekte: Unternehmerisches Denken und wirkungsorientierte Kampagnenarbeit verbinden sich zu einer besonderen Erfolgsgeschichte.

Der Venture and Nature Fund (VNF) ist ein organisationsinterner Fonds der Deutschen Umwelthilfe, welcher durch eine großzügige private Spende im Jahr 2017 errichtet wurde. Türen zu öffnen, die normalerweise verschlossen wären – das war die erklärte Absicht der Stifter. Der VNF fördert insbesondere innovative Projekte und politische Kampagnen der DUH mit skalierbarer Wirkung für Umwelt und Natur und internationaler Ausstrahlung. Seit 2017 hat der VNF Projekte in den Bereichen Naturschutz, Verkehr und Kreislaufwirtschaft gefördert.

Spenden in den Fonds gehen in das Vermögen der Deutschen Umwelthilfe über, der Verband trägt auch die Verantwortung für die Mittelverwendung. Die Auswahl der geförderten DUH-Projekte treffen die DUH-Geschäftsführung und die Stifter in halbjährlichen Konferenzen gemeinsam.

Neu ab 2022

Akzeptanzsteigerung von E-Mobility durch verbessertes Batterierecycling

Immer mehr Menschen sehen E-Mobility und die Nutzung von Elektrofahrzeugen zunehmend kritisch. Neben Bedenken zur Ladeinfrastruktur und Reichweite, äußern 59 Prozent der Menschen Zweifel daran, ob Elektrofahrzeuge wirklich eine umweltverträgliche Alternative sind. Die negativen Auswirkungen durch den Abbau von Lithium, Kobalt und Nickel zur Herstellung der Fahrzeugbatterien sowie die Kurzlebigkeit und geringe Recyclingfähigkeit der Fahrzeugbatterien steigern die Bedenken. Im Rahmen des Projektes setzt sich die DUH für erhöhte Standards in der EU-Batterieverordnung und im Batteriegesetz ein. Dadurch sollen geschlossene Recyclingkreisläufe und der Wiedereinsatz zurückgewonnener Materialien in neuen Batterien erreicht werden. Der Fokus des Projekts liegt neben Politik- und Fachgesprächen, auch auf der Aufklärung von Verbraucherinnen und Verbrauchern.

Deutschlands Wälder der Zukunft: Wie viel Kohlenstoff können sie speichern?

Das Klimaschutzgesetz der Bundesregierung setzt im Rahmen der Treibhausgasminderung u.a. auf die CO2-Speicherfunktion von Ökosystemen. Im Fokus stehen dabei vor allem Wälder und Moor, deren Zustand sich in den letzten Jahrzehnten allerdings erheblich verschlechtert hat. Zusätzlich ist unklar, ob Moore und Wälder überhaupt noch über die, von der Bundesregierung angenommene CO2-Speicherleistungen verfügen. Die deutsche Forstwirtschaft steht vor Herausforderungen: Zum einen ist die aktuelle Datenlage zum Zustand deutscher Wälder unzureichend und zum anderen muss sich die Forstwirtschaft dringend an die zukünftigen Anforderungen als CO2-Senke anpassen. Was muss also im Sinne einer nachhaltigen Forstwirtschaft Teil eines novellierten Klimaschutzgesetzes sein? Dieser Frage geht die DUH im Rahmen des Projekts nach und spricht mit Vertreterinnen und Vertretern aus der Politik, Waldbesitzerinnen und Besitzern sowie anderen Akteuren über eine Verbesserung der Datenbasis, finanzielle Anreize zum Waldumbau und die Novellierung des Bundeswaldgesetzes.

Alle Projekte im Überblick

© DUH


Projektzeitraum: 01/2021-12/2021

Der Außer-Haus-Konsum von Speisen hat in den vergangenen Jahren stetig zugenommen und belastet Umwelt und Klima. Alleine im Jahr 2017 fielen 3,8 Milliarden Einweg-Essensboxen als Abfall an. Mehrwegsysteme können dabei helfen, die riesigen Abfallmengen durch Einwegverpackungen zu reduzieren und CO2-Emissionen zu vermeiden. Das VNF-Projekt „Schluss mit Einweg: Mehrwegsystem für Essensboxen“ hatte deshalb zum Ziel, zur Verbreitung umweltfreundlicher Mehrwegsysteme für Essensboxen in ganz Deutschland beizutragen, politische Prozesse zu deren Förderung zu anzustoßen und Best-Practice-Beispiele bekannt zu machen. Durch die öffentliche Vorstellung beispielgebender Mehrweg-Initiativen, eine medienwirksame Pressekonferenz mit dem Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer zur kommunalen Steuer auf Einweggeschirr und einem großen Mehrweg-Check unter den 50 größten deutschen Gastronomieketten, konnte die DUH viel Aufmerksamkeit für das Mehrwegthema schaffen. Es gelang den Druck auf die Bundespolitik, die Kommunen und die für den Einwegmüll verantwortlichen Unternehmen deutlich zu erhöhen. So wurde im Koalitionsvertrag nun ausdrücklich eine Förderung von Mehrwegsystemen aufgenommen. Viele Kommunen haben Interesse an der Einführung einer kommunalen Steuer auf Einweggeschirr signalisiert und auch große Gastronomieketten beschäftigen sich inzwischen mit dem Aufbau von Mehrwegsystemen für Essen-to-go.

© Clara - stock.adobe.com


Projektzeitraum: 01/2021-12/2021

Kern der Kampagne war die politische Arbeit für eine Agrarreform im Vorfeld der Bundestagswahlen. Thematische Schwerpunkte wurden auf den Umbau der Fleischindustrie in Deutschland mit Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen sowie die Durchsetzung des Rechts auf sauberes Wasser durch die Reduzierung von Nitrateinträgen infolge von Überdüngung und Massentierhaltung, gesetzt. Die Aktivitäten reichten von der fachlichen Begleitung der Umsetzung der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik, über die Erstellung von Fachstudien, politischer Lobbyarbeit, Untersuchung von Fleischproben und intensiver Presse- und Öffentlichkeitsarbeit hinzu Dialogveranstaltungen mit Landwirtinnen und Landwirten. Das Thema Antibiotikaresistenzen in der Lebensmittelkette konnte mit hoher TV-Resonanz in die öffentliche Debatte eingebracht werden. Im Koalitionsvertrag werden nun auch explizit Tierschutz, Nitrat-, Ammoniak- und Methanreduktion als Ziele benannt. Zudem plant die Bundesregierung die Gewässerschutzregeln zu verbessern und die EU-Nitratklage abzuwenden. Damit finden sich zentrale Projektziele im Koalitionsvertrag wieder. >> weitere Informationen

© Victor Moriyama


Projektzeitraum: 01/2020-12/2021

Die intensive Fleischproduktion in Deutschland ist verantwortlich für massive Umweltschäden -sowohl im Inland (Nitrat im Grundwasser, Eutrophierung von Gewässern, Eintrag in empfindliche Landökosysteme) als auch in Übersee, wo wertvolle Ökosysteme dem Sojaanbau weichen müssen, um den Durst der deutschen Massentierhaltung nach Futtermitteln zu stillen. In enger Zusammenarbeit mit Investigativ-Jounalisten aus Brasilien arbeitete die DUH diese Zusammenhänge auf und startete im Juli 2020 eine öffentlichkeitswirksame Kampagne, um das Thema zu skandalisieren und auf die politische Agenda zu bringen. Im Fokus der politischen Arbeit standen und stehen ein nachhaltiges Lieferkettengesetz und das Mercosur-Abkommen. >> weitere Informationen

© DUH / Stefan Wieland


Projektzeitraum: 01/2020-12/2021

Das Projekt verfolgte das Ziel, das deutsche Mehrwegsystem für Getränkeverpackungen und die Implementierung weiterer Mehrweganwendungen im Verpackungsbereich (Lebensmittel, Food-to go, Drogerieartikel oder auch Gartenartikel) zu stärken. Denn gerade in Zeiten der Corona-Pandemie entsteht so viel Verpackungsmüll wie nie. Und noch immer wird die gesetzlich vorgeschriebene Mehrwegquote von 70% für Getränkeverpackungen durch den Boykott des Handels nicht erreicht. Durch intensive Presse- und Öffentlichkeitsarbeit konnte die Verweigerungshaltung des Handels skandalisiert werden. Auf der ersten, durch die DUH organisierten „Mehrweg-Konferenz“ wurden politische Forderungen zur Mehrwegförderung mit allen relevanten Akteuren formuliert und neue Mehrwegideen zu Abfallvermeidung, Ressourcenschonung und Klimaschutz erarbeitet. >> weitere Informationen

© creativenature-nl - Fotolia


Projektzeitraum: 03/2018 – 12/2020

Die Bioenergieförderung steht vor einer ungewissen Zukunft. Unter den geltenden Förderbedingungen im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) lohnen sich Investitionen in Biogasanlagen nicht mehr. Bei Fortschreibung des Status Quo würden zahlreiche Anlagen aus der Förderung fallen und könnten nicht mehr modernisiert werden. Dies hätte ein rasantes Anlagensterben zur Folge mit negativen Auswirkungen auf die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Andererseits werden naturschutz-, agrar- und regionalwirtschaftlich bedeutsame Aspekte bislang zu wenig berücksichtigt. Neben der Stromerzeugung kann die Biomasse auch einen wichtigen Beitrag zur Erreichung agrarwirtschaftlicher Ziele leisten, z.B. durch die Vergärung von Gülle aus der Intensivtierhaltung zu Biogas. Hierzu bedarf es neuer Anreize im bestehenden Fördersystem außerhalb des EEG. Weitere Informationen finden Sie in unserem Positionspapier zur „Zukunft der Bioenergie“.

© sauletas / Fotolia


Projektzeitraum: 03/2018-03/2019

Die EU-Agrarpolitik fördert vor allem eine intensive, auf maximalen Ertrag ausgerichtete Landnutzung. Neben ausgeräumten Landschaften, Monokulturen und Überdüngung ist vor allem der Einsatz von Agrarchemie die Folge und gleichzeitig der Haupttreiber des Insektensterbens. Insekten sind jedoch für den Fortbestand der Ökosysteme und die Ernährungssicherung unverzichtbar. Das Projekt beschäftigte sich mit der Frage, wie eine Strategie zur Reduzierung von Pestiziden aussehen kann. Welche Maßnahmen müssten auf EU- und nationaler Ebene umgesetzt werden, um das Insektensterben aufzuhalten? Mit der im Projekt erarbeiteten Studie zu politischen und rechtlichen Grundlagen konnte die politische Debatte um ein nationales Pestizidreduktionsprogramm und eine Reform der Pestizid- und Wirkstoffzulassung auf EU-Ebene neu aufgeheizt werden. >> weitere Informationen

© dusanpetkovic1 - stock.adobe.com


Projektzeitraum: 02/2019-06/2020

Die Verkehrswende hat durch die Diskussion um die Luftqualität in vielen Städten deutlichen Auftrieb bekommen. Damit die Menschen aber auf Bus und Bahn umsteigen, muss das Angebot verbessert und ausgebaut werden. Hemmnisse für den Umstieg bisher sind u.a. der Preis und die Komplexität des örtlichen Tarifsystems. Die bundesweite Einführung von 365-Euro-ÖPNV-Tickets kann diese Barrieren auflösen und ist ein wirksames Mittel für die Sicherstellung der Verkehrswende. Das Projekt brachte das Thema um ein 365€-Ticket in die politische und öffentliche Diskussion. Ein wichtiger Meilenstein auf nationaler Ebene stellte die Bereitstellung von finanziellen Mitteln im Klimapaket der Bundesregierung dar, um das 365 Euro-Jahresticket in 10 Modellkommunen einzuführen. >> weitere Informationen

© Kzenon/Fotolia


Projektzeitraum: 02/2018 – 02/2019

Zur Verbesserung der Luftqualität in unseren Städten ist die Stärkung kollektiver Verkehrsträger unverzichtbar. Dies wird aber nur gelingen, wenn der bisherige Fahrer eines Pkw in „saubere“ Busse wechselt. Die Busse des öffentlichen Nahverkehrs zählten jedoch zu den schlimmsten Verschmutzern der innerstädtischen Atemluft. Im Rahmen des Projektes setzte sich die DUH intensiv für eine Nachrüstförderung durch das Bundeswirtschaftsministerium ein, welche als „Sofortprogramm Saubere Luft“ mit 107 Mio. Euro im März 2018 veröffentlicht wurde. >> weitere Informationen

© greenpapillon / Fotolia


Projektzeitraum: 01/2018 – 09/2019

Das Meeresschutzgebiet Pommersche Bucht ist Beispiel für einen unzureichenden Meeresnaturschutz in der Ostsee. Denn trotz existierender Schutzgebietsverordnung gab es weder Managementpläne, eine effektive Regelung der Fischerei oder Schallschutzkonzepte für Unterwasserlärm (etwa beim Bau von Offshore-Windkraftanlagen). Durch öffentlichen Druck auf die politischen Akteure, dem Aufbau eines Akteurs-Netzwerkes und fachlichem Input zu Fischereiregelungen und Managementplänen konnten während und über die Projektphase hinaus hierzu wichtige Fortschritte gemacht werden. >> weitere Informationen

© Rainer Fuhrmann - stock.adobe.com


Projektzeitraum: 04/2017 - 02/2018

Taxis kommt im Zusammenhang mit verkehrsbedingter Luftbelastung in den Städten eine besondere Rolle zu, da sie eine hohe Fahrleistung in den Städten haben (jährlich mehr als 70.000 km). Neben den vielen noch in Betrieb befindlichen Euro-4- und Euro-5-Dieseltaxis ohne ausreichende NOx-Minderungstechnik, kommen neue Euro-6-Fahrzeuge, welche im Realbetrieb die gesetzlichen Grenzwerte im Schnitt um mehr als das Siebenfache überschreiten. Da Taxis den Einsatz privater Pkw in den Städten reduzieren können, ist es von hoher Bedeutung, dass sie so emissionsarm wie möglich sind. Die DUH hat im Projekt Fahrzeuge mit unterschiedlichen Antrieben im realen Fahrbetrieb auf ihre Emissionen hin untersucht, um auf Grundlage der Ergebnisse eine zeitnahe Umstellung der Taxiflotten auf emissionsarme Modelle einzufordern. >> weitere Informationen

© DUH


Projektzeitraum: 04/2017 - 12/2018

Über 60 Prozent des nach Europa exportierten Palmöls landet nicht in unseren Lebensmitteln sondern in unserem Autotank - eine ökologisch und ökonomisch widersinnige Regelung. Denn der Ölpalmenanbau verursacht nicht nur Regelwaldabholzungen und damit einhergehende Treibhausgasemissionen in den Produktionsländern, als Beimischung zum Diesel führt er gleichzeitig zu erhöhten Emissionen im Verkehrsbereich. Das Projekt untersuchte den rechtlichen Rahmen für die Forderung eines Beimischungsverbots und startet eine politische sowie öffentlichkeitswirksame Kampagne, die im weiteren Verlauf zu einem gesetzlichen Förderstopp der Beimischung sowie zu einem Auslaufen der Beimischung zum Biodiesel bis 2030 führte. >> weitere Informationen

Kontakt

Copyright: © DUH/Heidi Scherm

Judith Paeper
Referentin des Bundesgeschäftsführers Sascha Müller-Kraenner
Tel.: 030 2400867-14
E-Mail: Mail schreiben

Teilen auf:

Privatsphäre Einstellungen

Diese Website verwendet Cookies, um die Kernfunktionalität zu ermöglichen und den Inhalt zu personalisieren und die Besuche auf der Website zu analysieren. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzerklärung.

Erforderliche Cookies

Externe Inlineframes

Statistik und Analyse-Cookies

Privatsphäre Einstellungen

Wir setzen Cookies ein, um die Kernfunktionen zu ermöglichen, die Webseitennutzung zu erleichtern und zu analysieren und unsere Themen auf Ihre Interessen abzustimmen. Sie entscheiden, welche Cookies Sie zulassen oder ablehnen. Klicken Sie hierzu auf den Button „Einstellungen“, um Ihre Einstellungen zu treffen und weitere Informationen zum Umfang der Datenverarbeitung zu erhalten. Sofern Sie den Button „Akzeptieren“ anklicken, stimmen Sie dem Einsatz der über den Button „Einstellungen“ dargestellten Umfang der Cookie-Nutzung zu. Ihre Entscheidung können Sie jederzeit in den Privatsphäre-Einstellungen (Fußbereich der Website) ändern.