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Energieausweis für Immobilien

Energie ist teuer geworden: Seit dem Jahr 2000 haben sich die Heizkosten zur zweiten Miete entwickelt. Der Energieausweis hilft Mietern und Käufern dabei, ihre Nebenkosten besser einzuschätzen. Deshalb ist er seit Mai 2014 für alle Gebäude Pflicht und den Interessenten bei der Besichtigung unaufgefordert vorzuzeigen. Wie auch bei Autos oder Haushalts-Geräten veranschaulicht eine Farbskala, wie energieeffizient die Immobilie ist – und wie hoch die Nebenkosten ungefähr sein werden.

Für Mieter und Käufer ist der Energieausweis eine wichtige Entscheidungshilfe, denn bei steigenden Energiepreisen sind die Kosten sonst auf lange Sicht unkalkulierbar. Deshalb sollte man, auch wenn keine Besichtigung stattfindet, unbedingt darauf bestehen, den Energieausweis zu sehen. Makler bzw. Verkäufer sind dazu verpflichtet, ihn unverzüglich vorzulegen. Bestimmte Kennwerte müssen sogar schon in Zeitungs-Anzeigen oder auf Online-Börsen zu finden sein. So wissen Interessenten von Beginn an, ob das Objekt überhaupt in Frage kommt. Ausgenommen sind nur denkmalgeschützte Gebäude.

Egal, ob zugiger Altbau oder frisch sanierte Doppelhaushälfte: Transparenz ist Pflicht!
© Ingo bartussek/ Fotolia

Wir setzen uns für die weitere Verbreitung des Energieausweises ein, weil er Anreize schafft, Immobilien umweltfreundlicher zu gestalten. Nach wie vor gehören Gebäude zu den größten Energieverbrauchern – und haben damit ein extrem großes Klimaschutz-Potenzial.

Der Energieausweis für Immobilien hat neun Effizienzklassen. Derzeit lobt das sattgrüne „A+“ besonders effiziente Gebäude; vor zugigen Bruchbuden mit einfachverglasten Fenstern warnt das dunkelrote „H“.

Der Verbrauchsausweis basiert auf den Heizkosten-Abrechnungen der letzten drei Jahre. Er sagt also mehr über das Verhalten der bisherigen Bewohner aus als über den Zustand des Gebäudes. Besser ist der Bedarfsausweis: Er gibt den energetischen Zustand eines Gebäudes wieder. Außerdem gibt er wertvolle Hinweise, mit welchen Maßnahmen sich zusätzlich Energie einsparen lässt.

Architekten-, Ingenieur- und Handwerkskammern kennen qualifizierte Fachkräfte, die den Ausweis erstellen. Er kostet zwischen 50 und 450 Euro und ist bis zu zehn Jahre gültig.

Sie haben ein Recht darauf, den Energieausweis zu sehen. Wird Ihnen kein Ausweis gezeigt, können Sie dies den unteren Bauaufsichtsbehörden melden. Unser Team ist ebenfalls dankbar für Hinweise unter info@duh.de.

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Kontakt

Copyright: © Kleemann.Barbara

Agnes Sauter
Leiterin ökologische Martüberwachung
E-Mail: Mail schreiben

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