Fordern Sie mit uns gemeinsam die Bundesregierung dazu auf, sich für das Aussetzen der Förderung von Agrokraftstoffen einzusetzen. Kein Essen mehr in den Tank!

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  • wenn Sie sich für den Erhalt von Informationen der Deutschen Umwelthilfe e.V. entschieden haben, erhalten Sie diese per Post, E-Mail oder Telefon direkt von uns; sollte dafür die Zusammenarbeit mit einem Dienstleister notwendig sein, erhält dieser ggf. auch Ihre personenbezogenen Daten – wir stellen dabei sicher, dass solche Dienstleister nur die für die jeweilige Aufgabe notwendigen Daten erhalten, diese nur für erlaubte und beauftragte Zwecke einsetzen und die Vorgaben des Datenschutzrechts zwingend einhalten
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  • Sie können den Erhalt der Informationen jederzeit unter www.duh.de/opt-out widerrufen


An Steffi Lemke und Cem Özdemir:

Sehr geehrte Frau Bundesministerin, sehr geehrter Herr Bundesminister,

der Krieg in der Ukraine ist eine Katastrophe – in vielerlei Hinsicht. Eine der dramatischen Auswirkungen ist die rasante Preiserhöhung und Verknappung von Nahrungsmitteln. Denn die Ukraine und auch Russland gehören zu den global wichtigsten Exporteuren von Weizen, Gerste, Mais und Sonnenblumenöl. 

Die UN-Welternährungsorganisation erwartet im Zusammenhang mit dem Krieg einen Preisanstieg dieser Waren um bis zu 20 Prozent. In Deutschland werden steigende Preise für Grundnahrungsmittel eine Belastung für Menschen mit niedrigem Einkommen darstellen. In Ländern im Nahen Osten und in Afrika, die teilweise in hohem Ausmaß von Getreidelieferungen aus der Ukraine und Russland abhängig sind, drohen katastrophale Hungersnöte

Es kann nicht sein, dass angesichts dieser Krise immer noch tonnenweise Lebensmittel im Tank unserer Autos landen! Die staatliche Förderung von Agrokraftstoffen – Kraftstoffen auf der Basis von Nahrungs- und Futtermitteln, die fossilem Diesel und Benzin beigemischt werden – muss sofort beendet werden. Unsere Anbauflächen müssen für den verstärkten Anbau von Nahrungsmitteln oder den Ausbau von Wind- und Solaranlagen genutzt werden. Aber nicht, um auf ineffiziente Art und Weise unsere Tanks zu füllen. 

Seit vielen Jahren ist bekannt, dass der Einsatz von Nahrungsmittelpflanzen für Kraftstoff in Konkurrenz zur Produktion von Lebensmitteln für die Ernährung von Menschen steht und dass der Einsatz von Agrokraftstoffen aufgrund des immensen Flächenverbrauchs klimaschädlich ist. 

Darum bitte ich Sie heute: Setzen Sie sich dafür ein, dass die staatliche Förderung von Agrokraftstoffen umgehend ausgesetzt wird. Übernehmen Sie jetzt Verantwortung und leisten Sie einen sofort wirksamen Beitrag gegen die Preisinflation, die Knappheit von Nahrungsmitteln und gegen Klima-Scheinlösungen.

Mit freundlichen Grüßen

Worum geht es bei der Initiative?

In Deutschland werden jährlich etwa 3,4 Millionen Tonnen Getreide und Ölpflanzen in Form von Agrokraftstoffen – also Kraftstoffen auf der Basis von Nahrungs- und Futtermittelpflanzen – verbrannt. In Deutschland dienen derzeit knapp 800.000 Hektar und damit fast 5 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche dem Anbau von Pflanzen für Agrokraftstoff. Weitere 1,5 Millionen Hektar Agrarfläche werden zusätzlich im Ausland für die Herstellung von Agrokraftstoff für den deutschen Verbrauch beansprucht. Getreide aus der Ukraine ist die Grundlage für fast 40 Prozent des in Deutschland eingesetzten Agroethanols, wie eine kürzlich veröffentlichte Studie des ifeu-Instituts im Auftrag der Deutschen Umwelthilfe zeigt.

Die Ukraine und Russland gehören zu den weltweit wichtigsten Exporteuren von Nahrungsmitteln. Russlands Angriffskrieg in der Ukraine bedroht nun die Verfügbarkeit beispielsweise von Getreide, Raps oder Sonnenblumenöl. Es ist davon auszugehen, dass die Lieferungen für die absehbare Zukunft massiv einbrechen werden. Die Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen nimmt an, dass die internationalen Nahrungs- und Futtermittelpreise für verschiedene Rohstoffe durch den Ukrainekrieg um bis zu 20 Prozent steigen könnten. Steigende Preise für Grundnahrungsmittel sind in Deutschland eine Belastung für Menschen mit niedrigem Einkommen. In Ländern im Nahen Osten und in Afrika drohen dramatische Hungersnöte. 

Getreide und andere Nahrungs- und Futtermittelpflanzen in Form von Agrokraftstoffen zu verbrennen bedeutet, dass deren Anbauflächen nicht für die Produktion menschlicher Nahrung zur Verfügung stehen. Bei der drohenden Knappheit der Güter verschärft das Nahrungsmittelunsicherheiten und Preisinflation. Nur die staatliche Förderung führt überhaupt dazu, dass Agrokraftstoffe eingesetzt werden.

Bei einer aufkommenden Nahrungsmittelknappheit noch Getreide und andere Pflanzen in den Tank zu kippen, ist völlig inakzeptabel. Deshalb fordern wir die Bundesregierung dazu auf, die Förderung von Agrokraftstoffen sofort auszusetzen. Unterstützen Sie uns dabei!

Schicken Sie jetzt eine Mail über das obenstehende Formular an die Verantwortlichen und helfen Sie uns, ihnen klarzumachen, dass wir als Zivilgesellschaft das Aussetzen der Agrokraftstoff-Förderung erwarten!

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