Dienstwagen-Check unter deutschen Spitzenpolitikern und Spitzenpolitikerinnen: Deutsche Umwelthilfe vergibt wieder „Grüne“ und „Gelbe Karten“ für klimaverträgliche Dienstwagen

Zum 15. Mal hat die Deutsche Umwelthilfe (DUH) deutsche Spitzenpolitiker und Spitzenpolitikerinnen auf Bundes- und Landesebene nach ihren Dienstwagen befragt und die Fahrzeuge nach der Höhe der CO2-Emissionen und der Antriebsart bewertet. 2021 zeichnet die DUH 16 Spitzenpolitiker und Spitzenpolitikerinnen mit einer „Grünen Karte“ aus, da deren Fahrzeuge den aktuellen EU weiten Flottengrenzwert einhalten. Acht Spitzenpolitiker erhalten die „Gelbe Karte“. Die Karten und vorteilhaften Ränge der 17 Spitzenpolitiker und Spitzenpolitikerinnen sind auf den Einsatz batterieelektrisch betriebener Fahrzeuge zurückzuführen.

Voraussetzung für die Auszeichnung mit einer „Grünen Karte“ ist die Einhaltung des seit 2020 geltenden CO2-Grenzwertes von 95 Gramm pro Kilometer im realen Betrieb. Für den Erhalt einer „Gelben Karte“ darf der untersuchte Dienstwagen diesen Grenzwert bis zu 20 Prozent überschreiten. Ab 20 Prozent Überschreitung im Realbetrieb vergibt die DUH die „Rote Karte“.

Sämtliche Bundesminister und Bundesministerinnen erhalten die „Rote Karte“. Große Unterschiede gibt es jedoch bei den Fuhrparks der Bundesministerien. Während die Bundesminister und Bundesministerinnen auf hochmotorisierte Spritschlucker setzen, überholen einige Staatssekretäre und Staatssekretärinnen ihre Vorgesetzten bei der Wahl klimaverträglicher Dienstwagen.

Ergebnisse der Dienstwagenflotte der Regierungschefinnen und -chefs:

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Ergebnisse der Dienstwagenflotte der Bundesministerinnen und -minister:

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Mit durchschnittlich 198 g/km realem CO2-Ausstoß sind die Dienstwagen der Umweltminister und Umweltministerinnen von Bund und Ländern alles andere als klimaverträglich. Hier stechen nur die positiven Beispiele aus Berlin, Niedersachsen und Baden-Württemberg hervor, die jeweils eine „Grüne Karte“ erhalten. Auch Bundesumweltministerin Svenja Schulze konnte sich nicht verbessern und heizt mit ihrem Dienstwagen den Klimawandel weiter an.  

Ergebnisse der Dienstwagenflotte der Umweltministerinnen und -minister:

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Die DUH bewertet die Dienstwagen nach dem CO2-Ausstoß im realen Fahrbetrieb, um zu verdeutlichen, wie klimaschädlich die Fahrzeuge tatsächlich sind. Die Diskrepanz zwischen den offiziellen CO2-Angaben der Hersteller und dem tatsächlichen CO2-Ausstoß auf der Straße hat sich bei rund 40 Prozent eingependelt.

Grundlage für die Bewertung nach realem CO2-Ausstoß ist der Bericht „From Laboratory to Road“ 2017 des unabhängigen Forschungsinstituts International Council on Clean Transportation (ICCT). Danach betragen die durchschnittlichen Abweichungen bei den vom ICCT untersuchten Modellen von Audi 48 Prozent, bei BMW 46 Prozent, bei Mercedes-Benz 51 Prozent und bei VW 38 Prozent.

Klimafreundliche Dienstwagen müssen her

Als alarmierend betrachtet die DUH die auf noch mehr Leistung und kürzere Beschleunigungszeiten ausgelegten Plug-In-Hybridantriebe in den hochmotorisierten Luxuslimousinen. Der Anteil der Plug-In-Hybride bei den deutschen Spitzenpolitikern beträgt in diesem Jahr mittlerweile über 50 Prozent. Anstatt diese Technologie zur Minimierung des Spritverbrauchs auszulegen und möglichst lange rein elektrisch gefahrene Strecken zu ermöglichen, weichen die Normverbrauchsangaben bei dieser Antriebstechnik besonders stark von der Realität ab. Die DUH fordert die Bundes- wie Landespolitiker*innen dazu auf, sich bei der Wahl ihrer Dienstwagen für saubere und gleichzeitig klimafreundliche Fahrzeuge zu entscheiden.

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