Dienstwagen-Check unter deutschen Spitzenpolitikern: Deutsche Umwelthilfe vergibt nach 2017 erstmals wieder „Grüne“ und „Gelbe Karten“ für klimaverträgliche Dienstwagen

Zum 14. Mal hat die Deutsche Umwelthilfe (DUH) deutsche Spitzenpolitiker auf Bundes- und Landesebene nach ihren Dienstwagen befragt und die Fahrzeuge nach der Höhe der CO2-Emissionen und der Antriebsart bewertet. 2020 zeichnet die DUH sieben Spitzenpolitiker erstmals seit 2017 wieder mit einer „Grünen Karte“ aus, da deren Fahrzeuge den aktuellen EU weiten Flottengrenzwert einhalten. Acht Spitzenpolitiker erhalten die „Gelbe Karte“. Die Karten und vorteilhaften Ränge der 15 Spitzenpolitiker sind auf den Einsatz batterieelektrisch betriebener Fahrzeuge zurückzuführen.

Voraussetzung für die Auszeichnung mit einer „Grünen Karte“ ist die Einhaltung des seit 2020 geltenden CO2-Grenzwertes von 95 Gramm pro Kilometer im realen Betrieb. Für den Erhalt einer „Gelben Karte“ darf der untersuchte Dienstwagen diesen Grenzwert bis zu 20 Prozent überschreiten. Ab 20 Prozent Überschreitung im Realbetrieb vergibt die DUH die „Rote Karte“.

Alle Bundesminister erhalten die „Rote Karte“. Große Unterschiede gibt es jedoch bei den Fuhrparks der Bundesministerien. Während die Bundesminister auf hochmotorisierte Spritschlucker setzen, überholen einige Staatssekretäre ihre Vorgesetzten bei der Wahl klimaverträglicher Dienstwagen.

Ergebnisse der Dienstwagenflotte der Regierungschefs:

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Ergebnisse der Dienstwagenflotte der Bundesminister:

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Mit durchschnittlich 207 g/km realem CO2-Ausstoß sind die Dienstwagen der Umweltminister von Bund und Ländern alles andere als klimaverträglich. Hier stechen nur die beiden positiven Beispiele aus Berlin und Baden-Württemberg hervor, die eine „Grüne Karte“ erhalten. Auch Bundesumweltministerin Svenja Schulze konnte sich nicht verbessern und heizt mit ihrem Dienstwagen den Klimawandel weiter an.  

Ergebnisse der Dienstwagenflotte der Umweltminister:

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Die DUH bewertet die Dienstwagen nach dem CO2-Ausstoß im realen Fahrbetrieb, um zu verdeutlichen, wie klimaschädlich die Fahrzeuge tatsächlich sind. Die Diskrepanz zwischen den offiziellen CO2-Angaben der Hersteller und dem tatsächlichen CO2-Ausstoß auf der Straße liegt bei 39 Prozent.

Grundlage für die Bewertung nach realem CO2-Ausstoß ist der Bericht „From Laboratory to Road“ 2017 des unabhängigen Forschungsinstituts International Council on Clean Transportation (ICCT). Danach betragen die durchschnittlichen Abweichungen bei den vom ICCT untersuchten Modellen von Audi 48 Prozent, bei BMW 46 Prozent, bei Mercedes-Benz 51 Prozent und bei VW 38 Prozent.

Klimafreundliche Dienstwagen müssen her

Als alarmierend betrachtet die DUH die auf noch mehr Leistung und kürzere Beschleunigungszeiten ausgelegten Plug-In-Hybridantriebe in den hochmotorisierten Luxuslimousinen. Der Anteil der Plug-In-Hybride bei den deutschen Spitzenpolitikern beträgt in diesem Jahr mittlerweile 42 Prozent. Anstatt diese Technologie zur Minimierung des Spritverbrauchs auszulegen und möglichst lange rein elektrisch gefahrene Strecken zu ermöglichen, weichen die Normverbrauchsangaben bei dieser Antriebstechnik besonders stark von der Realität ab. Die DUH fordert die Bundes- wie Landespolitiker dazu auf, sich bei der Wahl ihrer Dienstwagen für saubere und gleichzeitig klimafreundliche Fahrzeuge zu entscheiden.

Die Dienstwagenabfrage ist Teil der Kampagne „Get Real: Für ehrliche Spritangaben“ (LIFE15 GIC/DE/029). Sie wird im Rahmen des LIFE-Programms der EU-Kommission gefördert.

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