Unsere Umfrageergebnisse

Regierungspolitiker heizen Klimawandel weiter an: Ergebnisse der 13. Dienstwagenumfrage

Welche Wirkung haben die anhaltenden Demonstrationen, die breite gesellschaftliche Debatte und die Warnrufe aus der Wissenschaft für mehr Klimaschutz auf die Politiker*innen? Wenn es um den eigenen Dienstwagen geht, regiert bei den meisten offenbar die Ignoranz. Profiteure der aktuellen Verkehrspolitik sind stattdessen einmal mehr die Autokonzerne, die weiterhin auf immer größere und schwerere Fahrzeuge setzen können. Das Ergebnis unserer diesjährigen Umfrage: Unter Berücksichtigung der realen Verbrauchswerte hält kein einziger der 237 Dienstwagen der deutschen Spitzenpolitiker den CO2-Grenzwert der EU von 130 g CO2/km ein.

Auch in diesem Jahr liegt dem Ranking der CO2-Ausstoß im realen Fahrbetrieb zugrunde, um zu verdeutlichen, wie klimaschädlich die Fahrzeuge tatsächlich sind. Die Diskrepanz zwischen den offiziellen CO2-Angaben der Hersteller und dem tatsächlichen CO2-Ausstoß auf der Straße liegt bei 39 Prozent. Grundlage für die Bewertung nach realem CO2-Ausstoß ist der Bericht „From Laboratory to Road“ 2017 des unabhängigen Forschungsinstituts International Council on Clean Transportation (ICCT). Danach betragen die durchschnittlichen Abweichungen bei den vom ICCT untersuchten Modellen von Audi 48 Prozent, bei BMW 46 Prozent, bei Mercedes-Benz 51 Prozent und bei VW 38 Prozent.

Ergebnisse der Dienstwagenflotte der Regierungschefs:

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Ergebnisse der Dienstwagenflotte der Bundesminister:

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Klimafreundliche Dienstwagen müssen her

Als alarmierend betrachtet die DUH die auf noch mehr Leistung und kürzere Beschleunigungszeiten ausgelegten Plug-In-Hybridantriebe in den hochmotorisierten Luxuslimousinen. Der Anteil der Plug-In-Hybride bei den deutschen Spitzenpolitikern beträgt in diesem Jahr mittlerweile 31 Prozent. Anstatt diese Technologie zur Minimierung des Spritverbrauchs auszulegen und möglichst lange rein elektrisch gefahrene Strecken zu ermöglichen, weichen die Normverbrauchsangaben bei dieser Antriebstechnik besonders stark von der Realität ab. Die DUH fordert die Bundes- wie Landespolitiker dazu auf, sich bei der Wahl ihrer Dienstwagen für saubere und gleichzeitig klimafreundliche Fahrzeuge zu entscheiden. Um die Lücke zwischen Herstellerangaben und realen Verbräuchen zu schließen, koordiniert die DUH die Informationskampagne „Get Real: Für ehrliche Spritangaben“ (LIFE15 GIC/DE/029). Sie wird im Rahmen des LIFE-Programms der EU-Kommission gefördert.

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