Der beste Weg ist Mehrweg!

Mehrweg hat viele Vorteile

Mehrweg ist Klimaschutz

Über den gesamten Lebenszyklus verursacht Mineralwasser aus Mehrwegflaschen im Vergleich zu Einwegflaschen nur rund die Hälfte des schädlichen Klimagases CO2. Grund dafür ist die regionale Vermarktung von Mehrweg mit geringen Transportstrecken und die bis zu 60-malige Wiederbefüllung. Weil Einweg-Plastikflaschen in der Regel noch immer aus Rohöl hergestellt und bundesweit vertrieben werden, belasten sie das Klima viel stärker. Würde man alle alkoholfreien Getränke ausschließlich in Mehrweg- statt in Einwegflaschen abfüllen, dann ließen sich jedes Jahr 1,25 Mio. Tonnen CO2 einsparen.

Das entspricht dem CO2-Ausstoß von 575.000 Mittelklassewagen, die im Durchschnitt 15.000 km pro Jahr fahren.

© Montage: DUH (Musicman80/Fotolia, GDB)

Mehrweg schont Ressourcen

In Deutschland werden jede Stunde zwei Millionen Einweg-Plastikflaschen verbraucht. Das entspricht 46 Millionen Stück pro Tag und mehr als 17 Milliarden im Jahr. Für deren Herstellung werden jährlich 665.000 Tonnen Rohöl verbraucht, was dem Gewicht von mehr als 140.000 Elefanten entspricht. Diese gigantische Ressourcenverschwendung kann durch die Verwendung von Mehrwegflaschen gestoppt werden. Dank der bis zu 60-maligen Wiederbefüllung von Mehrwegflaschen müssen weniger von Ihnen hergestellt werden. Das spart Energie und natürliche Ressourcen.

Mehrweg vermeidet Abfall

Jede Wiederbefüllung einer Mehrwegflasche ersetzt die energie- und ressourcenintensive Herstellung einer neuen Flasche, denn weniger Flaschen bedeuten weniger Verpackungsmüll. Eine einzige Glas-Mehrwegflasche (0,7-Liter) für Mineralwasser, die im Schnitt 60 Mal wiederbefüllt wird, ersetzt 28 Einwegflaschen aus Plastik mit dem doppelten Füllvolumen. Durch Einweg-Plastikflaschen entstehen jährlich mehr als 500.000 Tonnen Plastikabfall. Mit Mehrweg würde das nicht passieren.

Geringe Transportentfernungen durch Mehrweg

Mehrwegflaschen werden in Deutschland von über 3.000 Abfüllern befüllt und deshalb in kleinen regionalen Märkten vertrieben. Das führt zu kurzen Transportwegen mit geringen Umweltauswirkungen. Weil Getränke in Einweg-Plastikflaschen hauptsächlich zu niedrigen Preisen angeboten werden, müssen von Ihnen besonders viele verkauft werden. Deshalb gibt es nur wenige große Einwegabfüller (rund 150), die ihre Getränke bundesweit verkaufen. So wird Mineralwasser in Einwegflaschen mit 450 km fast doppelt so weit transportiert, wie in Mehrweg.

© DUH/Fischer

Recycling nach dem Lebensende einer Mehrwegflasche

Rund 99 Prozent der Mehrwegflaschen werden im Handel wieder zurückgegeben. Nach ihrem langen Produktleben, mit bis zu 60 Wiederbefüllungen, dienen sie sich selbst als Rohstoff zur Herstellung neuer Flaschen. Glasflaschen bestehen heute durchschnittlich zu 60 Prozent aus Recyclingglas. Pro 10 Prozent Altscherbeneinsatz verringert sich die Schmelzenergie um drei Prozent. Bei Einweg-Plastikflaschen liegt der Recyclinganteil deutlich niedriger. Aufgrund technischer Probleme wird bei der Plastikflaschenherstellung kaum mehr als 30 Prozent Recyclingmaterial eingesetzt. Allerdings werden die meisten Einweg-Plastikflaschen sowieso noch komplett aus Rohöl produziert. Mehrweg hat also nicht nur durch die Wiederbefüllung, sondern auch durch den höheren Rezyklateinsatz bei der Flaschenherstellung, eindeutige Vorteile gegenüber Einweg-Plastikflaschen.

Glas-Mehrweg steht für Qualität

Glas-Mehrwegflaschen schützen in bestmöglicher Form den Geschmack, die Frische und Reinheit von Getränken. Weil Glas ein inertes Material ist, geht es keinerlei Wechselwirkungen mit dem Füllgut ein. Anders als bei Einweg-Plastikflaschen: in Abhängigkeit von Lagerdauer, Licht und Temperatur können ganz erhebliche Mengen an Chemikalien in das Getränk übergehen. So wurden in Getränken aus Plastikflaschen bereits Acetaldehyd, Antimon und andere hormonaktive Substanzen festgestellt. Getränke in Einweg-Plastikflaschen weisen auch ein deutlich geringeres Mindesthaltbarkeitsdatum als in Glas-Mehrwegflaschen auf. Das liegt daran, dass ein Gasaustausch mit der Umgebung durch den Kunststoff der Einwegflasche stattfindet. Verbraucher die Wert auf Qualität legen sollten zur Glas-Mehrwegflasche greifen.

Getränkevielfalt durch Mehrweg

Getränke in Mehrwegflaschen werden von mehr als 3.000 Abfüllern abgefüllt. Dadurch entsteht eine weltweit einmalige Vielfalt von mehr als 10.000 regionalen Getränken in allen erdenklichen Variationen. Weil Einwegflaschenprodukte in riesigen Mengen für den gesamtdeutschen Markt und nur von wenigen großen Abfüllern produziert werden, gibt es im Einwegbereich lediglich eine geringe Zahl an Einheitsprodukten. Mehrweg schützt also nicht nur die Umwelt, sondern bedeutet auch Getränkevielfalt und Regionalität.

Arbeitsplätze in der Region

Große Einwegabfüllanlagen benötigen bis zu fünf Mal weniger Arbeitskräfte als Mehrwegbetriebe. Mehrweg ist also nicht nur eine Frage des Umweltschutzes und der Getränkevielfalt, sondern auch von Arbeitsplätzen, die insbesondere zur wirtschaftlichen Stärkung strukturschwacher Regionen beitragen. Durch den aktuellen Mehrwegausstieg bei Coca-Cola wurden allein in den letzten zwölf Monaten mehr als 1.000 Arbeitsplätze abgebaut. In der gesamten Mehrwegbranche geht es um den Erhalt von mehr als 150.000 regionalen Arbeitsplätzen.

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