Der beste Weg ist Mehrweg!

Mehrweg hat viele Vorteile

Mehrweg ist Klimaschutz

Über den gesamten Lebenszyklus verursacht Mineralwasser aus Mehrwegflaschen im Vergleich zu Einweg-Plastikflaschen nur rund die Hälfte des schädlichen Klimagases CO2. Grund dafür ist die regionale Vermarktung von Mehrweg mit geringen Transportstrecken und die bis zu 50-malige Wiederbefüllung. Weil Einweg-Plastikflaschen in der Regel noch immer aus Rohöl hergestellt und bundesweit vertrieben werden, belasten sie das Klima viel stärker. Würde man alle alkoholfreien Getränke ausschließlich in Mehrweg- statt in Einwegflaschen abfüllen, dann ließen sich jedes Jahr 1,25 Millionen Tonnen CO2 einsparen.

Das entspricht dem CO2-Ausstoß von 575.000 Mittelklassewagen, die im Durchschnitt 15.000 km pro Jahr fahren.

© GDB (Flaschen), Pixabay (Erde)

Mehrweg schont Ressourcen

In Deutschland werden jede Stunde 1,8 Millionen Einweg-Plastikflaschen verbraucht. Das entspricht 43 Millionen Stück pro Tag und mehr als 16 Milliarden im Jahr. Für deren Herstellung werden jährlich 460.000 Tonnen Rohöl verbraucht. Mit dieser Menge könnten fast 400.000 Einfamilienhäuser ein Jahr lang beheizt werden. Durch die Verwendung von Mehrwegflaschen kann diese gigantische Ressourcenverschwendung gestoppt werden. Dank der bis zu 50-maligen Wiederbefüllung von Mehrwegflaschen müssen weniger von Ihnen hergestellt werden. Das spart Energie und natürliche Ressourcen.

Mehrweg vermeidet Abfall

Jede Wiederbefüllung einer Mehrwegflasche ersetzt die energie- und ressourcenintensive Herstellung einer neuen Flasche, denn weniger Flaschen bedeuten weniger Verpackungsmüll. Eine einzige Glas-Mehrwegflasche (0,7-Liter) für Mineralwasser, die bis zu 50 Mal wiederbefüllt wird, ersetzt 23 1,5-Liter-Einwegflaschen aus Plastik. Durch Einweg-Plastikflaschen entstehen jährlich mehr als 450.000 Tonnen Plastikabfall. Mit Mehrweg würde das nicht passieren.

Geringe Transportentfernungen durch Mehrweg

Mehrwegflaschen werden in Deutschland von über 3.000 Abfüllern befüllt und deshalb in kleinen regionalen Märkten vertrieben. Das führt zu kurzen Transportwegen mit geringen Umweltauswirkungen. Weil Getränke in Einweg-Plastikflaschen hauptsächlich zu niedrigen Preisen angeboten werden, müssen von Ihnen besonders viele verkauft werden. Deshalb gibt es nur wenige große Einwegabfüller (rund 150), die ihre Getränke bundesweit verkaufen. So wird Mineralwasser in Einwegflaschen mit 450 Kilometern fast doppelt so weit transportiert, wie in Mehrweg.

© DUH/Fischer

Recycling nach dem Lebensende einer Mehrwegflasche

Rund 99 Prozent der Mehrwegflaschen werden im Handel wieder zurückgegeben. Nach ihrem langen Produktleben mit bis zu 50 Wiederbefüllungen dienen sie als Rohstoff zur Herstellung neuer Flaschen. Glasflaschen bestehen heute durchschnittlich zu 60 Prozent aus Recyclingglas. Pro 10 Prozent Altscherbeneinsatz verringert sich die Schmelzenergie um drei Prozent. Bei Einweg-Plastikflaschen liegt der Recyclinganteil deutlich niedriger. In der Regel werden bei der Plastikflaschenherstellung kaum mehr als 30 Prozent Recyclingmaterial eingesetzt. Mehrweg hat also nicht nur durch die Wiederbefüllung, sondern auch durch den höheren Rezyklateinsatz bei der Flaschenherstellung, eindeutige Vorteile gegenüber Einweg-Plastikflaschen.

Glas-Mehrweg steht für Qualität

Glas-Mehrwegflaschen schützen in bestmöglicher Form den Geschmack, die Frische und Reinheit von Getränken. Weil Glas ein inertes Material ist, geht es keinerlei Wechselwirkungen mit dem Füllgut ein. Anders als bei Einweg-Plastikflaschen: in Abhängigkeit von Lagerdauer, Licht und Temperatur können ganz erhebliche Mengen an Chemikalien in das Getränk übergehen. So wurden in Getränken aus Plastikflaschen bereits Acetaldehyd, Antimon und andere hormonaktive Substanzen festgestellt. Getränke in Einweg-Plastikflaschen weisen auch ein deutlich geringeres Mindesthaltbarkeitsdatum als in Glas-Mehrwegflaschen auf. Das liegt daran, dass ein Gasaustausch mit der Umgebung durch den Kunststoff der Einwegflasche stattfindet. Verbraucher, die Wert auf Qualität legen, sollten zur Glas-Mehrwegflasche greifen.

Getränkevielfalt durch Mehrweg

Getränke in Mehrwegflaschen werden von mehr als 3.000 Betrieben abgefüllt. Dadurch entsteht eine weltweit einmalige Vielfalt von mehr als 10.000 regionalen Getränken in allen erdenklichen Variationen. Weil Einwegflaschenprodukte in riesigen Mengen für den gesamtdeutschen Markt und nur von wenigen großen Abfüllern produziert werden, gibt es im Einwegbereich lediglich eine geringe Zahl an Einheitsprodukten. Mehrweg schützt also nicht nur die Umwelt, sondern bedeutet auch Getränkevielfalt und Regionalität.

Arbeitsplätze in der Region

Große Einwegabfüllanlagen benötigen bis zu fünf Mal weniger Arbeitskräfte als Mehrwegbetriebe. Mehrweg ist also nicht nur eine Frage des Umweltschutzes und der Getränkevielfalt, sondern auch von Arbeitsplätzen, die insbesondere zur wirtschaftlichen Stärkung strukturschwacher Regionen beitragen. Das deutsche Mehrwegsystem sichert die Arbeitsplätze von 150.000 Menschen.

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