Fischer auf polnischer Seite des Settiner Haffs

Nachhaltig Fischen im Stettiner Haff

Kinderstube für wandernde Fischarten, Refugium für Zugvögel, und selbst die Kegelrobbe kehrt zurück. Die einzigartige Natur im Norden Deutschlands zieht Anwohner und Touristen gleichermaßen an. Doch auch das Haff braucht seine Ruhezeiten. Zusammen mit Beteiligten vor Ort setzen wir uns für eine nachhaltige Nutzung zum Wohle aller ein.

Das Stettiner Haff stellt dank seiner spezifischen hydrographischen Gegebenheiten als Schnittstelle zwischen Ostsee und Odermündung einen besonderen Lebensraum für die Süßwasser- und Wanderfischarten aus den Küstengewässern Mecklenburg-Vorpommerns dar. Das geschützte Haff und die darin mündenden Flüsse sind wichtige Laich- und Aufzuchtsgebiete unter anderem für Flussbarsch, Zander, Plötz und Blei und seltene Arten wie  Flussneunauge, Ostseeschnäpel, Lachs und Stör. Auch bieten die flachen Gewässer mit ihren Schilfgürteln ausgewachsenen Fischen einen guten Schutz vor Feinden.

Polnische Fischer nach dem Fang
Polnische Fischer nach dem Fang© Solvin Zankl
Fischfang auf dem Stettiner Haff
Fischfang auf dem Stettiner Haff© Solvin Zankl
Fischereihafen auf deutscher Seite des Stettiner Haffs
Fischereihafen auf deutscher Seite des Stettiner Haffs© Katrin Schikorr
 

Das Stettiner Haff hat einen ganz besonderen Stellenwert für den Schutz dieser Arten. Deshalb muss die Fischerei in diesem sensiblen Gebiet – in Zusammenarbeit aller beteiligten Gruppen – nachhaltig reguliert werden, denn mit Ausnahme der Fahrrinnen zu den größeren Hafenstandorten nimmt die Fischerei aktuell sämtliche Teile des Haffs in Anspruch. Gefischt wird in der Regel mit Stellnetzen oder Reusensystemen, die eine erhebliche Gefahr für Säugetiere und Vögel darstellen. Häufig verenden sie als "Beifang" in den Netzen und Reusen – ein auch von den Fischern unerwünschter Nebeneffekt.

Für eine nachhaltige Fischerei ist eine intakte Natur Voraussetzung. Ausgewiesene Fischlaichgebiete müssen beachtet und die Schonzeiten eingehalten werden, damit sich die Bestände erholen können. Auch dürfen nur bestimmte Fangmethoden eingesetzt werden und die Mindest-Größenmaße müssen, durch entsprechende Maschengröße der Netze, beim Fischfang beachtet werden.

Die DUH setzt sich im Stettiner Haff für eine nachhaltige Fischerei in diesem als Natura 2000 ausgewiesenen Gebiet ein. Ebenso engagieren wir uns durch Renaturierungsmaßnahmen und verstärkte Kontrolle der Fischwilderei für den Schutz wandernder Fischarten.

Kontakt

Copyright: © Holzäpfel/DUH

Katrin Schikorr
Projektmanagerin Naturschutz
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