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Kämpfe mit uns für plastikfreie Städte!

Coffee-to-go-Becher, Burgerboxen oder Pizzakartons - mehr als 40 Prozent des Straßenmülls in unseren Städten besteht aus Verpackungen für den schnellen Gebrauch. Die Folge: Es werden Unmengen Ressourcen verschwendet, durch die ständige Neuproduktion von Einwegprodukten die Klimakrise verschärft und der öffentliche Raum zugemüllt. Allein die Reinigung und Entsorgung von Einwegverpackungsmüll kostet die Städte und Gemeinden 720 Millionen Euro jährlich! Das ist ein Viertel der gesamten Kosten für die Stadtreinigung.

Wir bleiben dran!

Wir haben insgesamt in 303 deutschen Städten formelle Anträge zur Umsetzung abfallvermeidender Maßnahmen gestellt – das sind alle deutschen Städte mit mehr als 40.000 Einwohner*innen.
In der aktuellen Antragsrunde Anfang Juli wurden 202 Städte angeschrieben. Dabei arbeiten wir in drei Städten mit jeweiligen Ortsgruppen zusammen und haben gemeinsame Anträge versendet:

  1. In Oldenburg mit Fridays for Future (FFF) Oldenburg
  2. In Paderborn mit Parents for Future (PFF) Paderborn
  3. In Recklinghausen mit dem Bündnis AufbruchKlima Vest (Zusammenschluss aus FFF und PFF, der BUND, FUSS e.V., NABU, Lokale Agenda 21, VestGarten, adfc, verdi, campact)

Wir stellen aus den vorangegangenen Antragsrunden in 2020 und 2021 fest: Fast die Hälfte der angesprochenen Städte und Landkreise ist untätig geblieben oder war nicht einmal bereit, sich den Fragen der DUH zu stellen. Lichtblicke gibt es bei 73 Städten und Landkreisen, die effektive Maßnahmen ergreifen, damit Verwaltungen, öffentliche Veranstaltungen oder lokale Gastrobetriebe verpackungsärmer werden. Im Rahmen unserer Kampagne konnten wir erreichen, dass 9 Städte (Mannheim, Essen, Duisburg, Würzburg, Regensburg, Hamm, Kiel, Saarbrücken und Lippstadt) Einweg-Plastikflaschen und Dosen aus ihren Behörden verbannen.

Die Lösung unseres Abfallproblems liegt auf der Hand: Mehrwegsysteme vermeiden Abfälle, sorgen für weniger Müll im öffentlichen Raum und sind dabei besonders klimafreundlich. Allein durch die bundesweite Nutzung von Mehrwegbechern, -essensboxen und -geschirr ergäbe sich im Vergleich zu Einweg jährlich ein Einsparpotential von rund 800.000 Tonnen des Klimagases CO2.

Diese Maßnahmen fordern wir von Städten, damit die Berge von Einweg-Müll endlich der Vergangenheit angehören:

  1. Mehrweg muss sich lohnen: Finanzielle Förderung von Mehrwegsystemen für To-go-Verpackungen.
  2. Einweg darf keine kostengünstige Lösung mehr sein: Örtliche Verbrauchssteuer auf Einweg-Getränkebecher und Einweg-Essensboxen.
  3. Ämter müssen mit gutem Beispiel vorangehen: Keine Einweg-Plastikflaschen und kein Einweg-Geschirr sowie -besteck in der öffentlichen Beschaffung
  4. Feste, Märkte und Sport-Events dürfen keine Müllberge verursachen: Mehrweggebot für öffentliche Veranstaltungen.
  5. Einweg-Pfand durchsetzen: Konsequenter Vollzug des Pflichtpfandes auf Einweg-Plastikflaschen und Getränkedosen.

In diesen Städten haben wir einen formalen Antrag zur Umsetzung von Maßnahmen gegen Einwegmüll gestellt (unterteilt nach Bundesländern)

Stadt Aalen
Stadt Albstadt
Stadt Baden-Baden
Stadt Bietigheim-Bisssingen
Stadt Böblingen
Stadt Bruchsal
Stadt Bühl
Landkreis Emmendingen
Stadt Esslingen am Neckar
Stadt Fellbach
Stadt Filderstadt
Stadt Freiburg im Breisgaukreis
Stadt Friedrichshafen
Stadt Göppingen
Stadtkreis Heidelberg
Stadt Heidenheim an der Brenz
Stadt Heilbronn
Stadt Karlsruhe
Stadt Kirchheim unter Teck
Kreisstadt Konstanz
Stadt Lahr
Stadt Leinfelden-Echterdingen
Stadt Leonberg
Kreisstadt Lörrach
Stadt Ludwigsburg
Stadt Mannheim
Stadt Nürtingen
Stadt Offenburg
Stadt Pforzheim
Stadt Radolfzell am Bodensee
Stadt Rastatt
Stadt Ravensburg
Stadt Reutlingen
Stadt Rottenburg am Neckar
Stadt Schwäbisch Gmünd
Stadt Schwäbisch Hall
Stadt Sindelfingen
Stadt Singen
Stadt Stuttgart
Universitätsstadt Tübingen
Kreisstadt Überlingen
Stadt Ulm
Stadt Villingen-Schwenningen
Stadt Waiblingen
Stadt Weinheim

Stadt Amberg
Stadt Ansbach
Stadt Aschaffenburg
Stadt Augsburg
Stadt Bamberg
Stadt Bayreuth
Stadt Coburg
Stadt Dachau
Stadt Erlangen
Stadt Freising
Stadt Fürth
Stadt Germering
Gemeinde Haar
Stadt Hof
Stadt Ingolstadt
Stadt Kaufbeuren
Stadt Kempten
Stadt Landshut
Stadt Memmingen
Landeshauptstadt München
Stadt Neumarkt
Stadt Neu-Ulm
Stadt Nürnberg
Stadt Passau
Kreisstadt Pfaffenhofen an der Ilm
Stadt Regensburg
Stadt Rosenheim
Stadt Schwabach
Stadt Schweinfurt
Stadt Straubing
Stadt Weiden in der Oberpfalz
Gemeinde Wörthsee
Stadt Wolfratshausen
Stadt Würzburg
Gemeinde Zorneding

Landkreis Barnim
Stadt Bernau bei Berlin
Stadt Brandenburg an der Havel
Stadt Cottbus
Stadt Eberswalde
Gemeinde Eichwalde
Stadt Falkensee
Stadt Frankfurt (Oder)
Landkreis Oberspreewald-Lausitz
Stadt Oranienburg
Landeshauptstadt Potsdam
Landkreis Uckermark

Stadt Bremen 
Stadt Bremerhaven

Stadt Bad Homburg v. d. Höhe
Stadt Bensheim
Gemeinde Brachttal
Stadt Dreieich
Stadt Frankfurt am Main
Stadt Fulda
Landkreis Gießen
Universitätsstadt Gießen
Stadt Hanau
Stadt Kassel
Main-Taunus-Kreis
Kreisstadt Marburg
Stadt Oberursel (Taunus)
Stadt Offenbach am Main
Stadt Rodgau
Stadt Rüsselsheim am Main
Stadt Wetzlar
Landeshauptstadt Wiesbaden

Kreisstadt Greifswald
Stadt Ludwigslust
Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
Stadt Neubrandenburg
Landkreis Nordwestmecklenburg
Stadt Rostock
Stadt Schwerin
Hansestadt Stralsund
Landkreis Vorpommern-Greifswald 
Landkreis Vorpommern-Rügen
Hansestadt Wismar

Stadt Aurich
Stadt Braunschweig
Stadt Buchholz in der Nordheide
Hansestadt Buxtehude
Stadt Celle
Stadt Cuxhaven
Stadt Delmenhorst
Stadt Emden
Stadt Garbsen
Stadt Gifhorn
Stadt Goslar
Landkreis Göttingen
Stadt Göttingen
Stadt Hameln
Region Hannover
Landkreis Hildesheim
Stadt Hildesheim
Stadt Laatzen
Stadt Langenhagen
Stadt Lehrte
Stadt Lingen (Ems)
Hansestadt Lüneburg
Stadt Melle
Stadt Neustadt am Rübenberge
Stadt Nordhorn
Stadt Oldenburg (Oldb.)
Landkreis Osnabrück
Stadt Osnabrück
Stadt Peine
Stadt Salzgitter
Gemeinde Seevetal
Hansestadt Stade
Stadt Wilhelmshaven
Stadt Wolfenbüttel
Stadt Wolfsburg
Stadt Wunstorf

Stadt Aachen
Stadt Ahlen
Stadt Alsdorf
Stadt Arnsberg
Stadt Bad Oeynhausen
Stadt Bad Salzuflen
Kreisstadt Bergheim
Stadt Bergisch Gladbach
Stadt Bergkamen
Stadt Bielefeld
Stadt Bocholt
Stadt Bochum
Stadt Bonn
Stadt Borken
Stadt Bornheim
Stadt Bottrop
Stadt Brühl
Stadt Bünde
Stadt Castrop-Rauxel
Stadt Detmold
Stadt Dinslaken
Stadt Dormagen
Stadt Dorsten
Stadt Dortmund
Stadt Drensteinfurt
Stadt Dülmen
Stadt Düren
Landeshauptstadt Düsseldorf
Stadt Duisburg
Gemeinde Engelskirchen
Ennepe-Ruhr-Kreis
Stadt Erftstadt
Stadt Erkelenz
Stadt Erkrath
Stadt Eschweiler
Stadt Essen
Stadt Euskirchen
Stadt Frechen
Stadt Gelsenkirchen
Stadt Gladbeck
Stadt Grevenbroich
Stadt Gronau (Westf.)
Stadt Gummersbach
Stadt Gütersloh
Stadt Hagen
Stadt Hamm
Stadt Hattingen
Stadt Heinsberg
Stadt Hennef
Kreisstadt Herford
Stadt Herne
Stadt Herten
Stadt Herzogenrath
Stadt Hilden
Stadt Horstmar
Stadt Hückelhoven
Stadt Hürth
Stadt Ibbenbüren
Stadt Iserlohn
Stadt Kaarst
Stadt Kamen
Kolpingstadt Kerpen
Stadt Kleve
Stadt Köln
Stadt Königswinter
Stadt Krefeld
Stadt Langenfeld (Rheinland)
Alte Hansestadt Lemgo
Stadt Leverkusen
Stadt Lippstadt
Stadt Lüdenscheid
Stadt Lünen
Stadt Marl
Stadt Meerbusch
Stadt Menden (Sauerland)
Stadt Minden
Stadt Moers
Stadt Mönchengladbach
Stadt Monheim am Rhein
Stadt Mülheim an der Ruhr
Stadt Münster
Stadt Nettetal
Stadt Neukirchen-Vluyn
Stadt Neuss
Stadt Oberhausen
Stadt Paderborn
Stadt Pulheim
Stadt Ratingen
Stadt Recklinghausen
Stadt Remscheid
Stadt Rheda-Wiedenbrück
Stadt Rheine
Stadt Sankt Augustin
Stadt Schwerte
Kreisstadt Siegburg
Stadt Siegen
Stadt Soest
Stadt Solingen
Stadt Stolberg
Stadt Telgte
Stadt Tönisvorst
Stadt Troisdorf
Kreisstadt Unna
Stadt Velbert
Stadt Viersen
Stadt Voerde
Stadt Warstein
Stadt Wesel
Stadt Willich
Stadt Witten
Stadt WuppertalStadt

Landkreis Ahrweiler
Stadt Bad Kreuznach
Stadt Frankenthal (Pfalz)
Landkreis Germersheim
Stadt Kaiserslautern
Stadt Koblenz
Stadt Landau in der Pfalz
Stadt Ludwigshafen am Rhein
Landeshauptstadt Mainz
Stadt Neustadt an der Weinstraße
Landkreis Neuwied
Stadt Neuwied
Stadt Pirmasens
Stadt Speyer
Landkreis Südliche Weinstraße
Stadt Trier
Stadt Worms

Kreis- und Universitätsstadt Homburg
Kreisstadt Neunkirchen
Landkreis Neunkirchen
Landeshauptstadt Saarbrücken
Landkreis Saarpfalz-Kreis

Stadt Chemnitz
Stadt Dresden
Stadt Görlitz
Stadt Leipzig
Stadt Plauen
Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
Landkreis Zwickau
Stadt Zwickau

Stadt Dessau-Roßlau
Stadt Halle (Saale)
Landkreis Harz
Stadt Magdeburg
Landkreis Wittenberg
Lutherstadt Wittenberg

Stadt Bad Segeberg
Stadt Elmshorn
Stadt Eutin
Insel Fehmarn
Stadt Flensburg
Kreis Herzogtum Lauenburg
Landeshauptstadt Kiel
Hansestadt Lübeck
Stadt Neumünster
Stadt Norderstedt
Kreis Nordfriesland
Kreis Pinneberg
Stadt Pinneberg
Kreis Rendsburg-Eckernförde
Stadt Wedel

Stadt Eisenach
Stadt Erfurt
Stadt Gera
Stadt Gotha
Stadt Jena
Landkreis Nordhausen
Stadt Nordhausen
Stadt Weimar

Einige Städte zeigen bereits vorbildlich, wie Abfallvermeidung geht:

Auf dem richtigen (Mehr-) Weg: Tübingen

Die Universitätsstadt Tübingen ist beim Mehrwegschutz in zweifacher Hinsicht beispielgebend. Die Stadt muss zur Beseitigung des Einweg-Mülls jährlich unglaubliche 700.000 Euro pro Jahr ausgeben. Damit Einweg-To-Go-Verpackungen wie Burgerboxen, Kaffeebecher und Co. in Zukunft aus dem Tübinger Stadtbild verschwinden, unterstützt die Stadt Gastronom*innen bei ihrem Umstieg auf Mehrwegsysteme mit einem finanziellen Zuschuss von bis zu 75 Prozent. Mit dem Geld können die Gastronomiebetriebe Mehrweggeschirr und Spülmaschinen kaufen oder sich an einem Pfand-Poolsystem beteiligen. Zusätzlich besteuert Tübingen seit 2022 Einweg-To-Go-Verpackungen. Werden Gerichte oder Getränke in Einweg- Verpackungen für den To-Go-Konsum ausgegeben, sollen bis zu 1,50 Euro fällig werden. Solch eine Steuer ist einmalig in Deutschland.

München macht´s vor: Das Oktoberfest setzt auf Mehrweg

Das Münchner Oktoberfest ist das größte Volksfest der Welt. Ob Maß- oder Weinkrug – auf 38 Hektar Wiesn trinken und speisen über sechs Millionen Besucher*innen gänzlich aus Mehrwegbehältnissen. Auch hinter den Kulissen setzen die Veranstalter konsequent auf Mehrwegsysteme und eine vorbildliche Abfalltrennung. Dadurch konnte die Restmüllmenge pro Oktoberfest-Besucher*in auf 140 Gramm gesenkt werden. Schlüssel des Erfolgs ist das in der Münchner Abfallsatzung festgeschriebene Mehrweggebot, das für alle Veranstaltungen im öffentlichen Raum gilt. Durch partnerschaftliche Beratung der Aussteller und wirksame Kontrollen der Vorschriften schafft es das Oktoberfest ein Leuchtturm für abfallarme Veranstaltungen zu sein. 

Einwegfreie Ämter in Hamburg

Seit 2016 dürfen in Hamburger Ämtern, Behörden und Einrichtungen keine Kaffeemaschinen mit Alukapseln, Mineralwasser in Einwegplastikflaschen oder Einweggeschirr eingekauft werden. Dies schreibt Hamburgs Leitfaden für eine umweltfreundliche öffentliche Beschaffung vor. Plastikteller und Plastikgabeln sucht man somit in Hamburgs Kantinen vergeblich. Auch die Hamburger Hochbahn fährt grün: Durch die Nutzung von Mehrwegbechern können dort jährlich über eine halbe Million Coffee-to-go-Becher eingespart werden! Mit ihrem Einkaufsvolumen von jährlich rund 250 Millionen Euro leistet die Stadt somit einen Beitrag, nachhaltige Mehrwegprodukte am Markt zu etablieren.

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