Wir machen Deine Stadt plastikfrei!

Schreib uns, wo endlich Schluss mit Einweg sein muss – und wir setzen uns dafür ein!

Coffee-to-go-Becher, Burgerboxen oder Pizzakartons - mehr als 40 Prozent des Straßenmülls in unseren Städten besteht aus Verpackungen für den kurzen Gebrauch. Die Reinigung und Entsorgung von Einwegverpackungsmüll im öffentlichen Raum kostet die Städte und Gemeinden 720 Millionen Euro jährlich!  Das ist ein Viertel der gesamten Kosten für die Stadtreinigung. Aufgrund der Corona-Beschränkungen hat sich die Situation in den letzten Monaten weiter verschärft. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sind im Frühjahr 2020 ganze elf Prozent mehr Verpackungsmüll angefallen. Grund dafür ist vor allem der gestiegene To-Go-Konsum von Speisen und Getränken.

Wir wollen raus aus dem Ex-und-Hopp-Konsum! Die Lösung unseres Abfallproblems liegt auf der Hand: Mehrwegsysteme vermeiden Abfälle, sorgen für weniger Müll im öffentlichen Raum und sind dabei besonders klimafreundlich.

Weil die Bundespolitik in Sachen Abfallvermeidung und Mehrwegförderung schläft, möchten wir einen Antrag an Deine*n Bürgermeister*in stellen, um Deine Stadt plastikfrei zu machen! Schreib uns, wo endlich Schluss mit Einweg sein muss – und wir setzen uns dafür ein!

Macht mit – Eure Stimme für eine plastikfreie Stadt!
Wähle im Drop-Down-Menü Deine Stadt/ Deinen Landkreis, die/der plastikfrei werden soll! Im zweiten Kästchen kannst du Orte, Plätze oder Straßen angeben, die besonders durch To-Go-Verpackungen vermüllt sind.
Damit Sie erfahren, ob diese Aktion erfolgreich war, speichern wir Ihre Daten und würden Sie gerne per E-Mail-Newsletter oder Telefon über den weiteren Verlauf und die Arbeit der DUH informieren. Das detaillierte Vorgehen finden Sie in den Datenschutzhinweisen. Ihre Einwilligung können Sie natürlich jederzeit widerrufen.

Wir bleiben dran!

Wir haben schon über 120 Städte und Landkreise in Deutschland angeschrieben, die den Klimanotstand ausgerufen haben oder uns von euch genannt worden sind. Mit eurer Unterstützung im Rücken, können wir weiter Druck auf Bürgermeister*innen und Landrät*innen machen. Denn wir stellen fest: Obwohl viele Städte vereinzelte Maßnahmen gegen Einwegmüll ergriffen haben, reicht das Engagement für Städte ohne Plastikmüll noch lange nicht. Bislang fehlen vor allem finanzielle Unterstützungen für Mehrweg. Wir sehen aber auch erste Erfolge der Kampagne: Sechs Städte wollen prüfen, ob sie eine örtliche Verbrauchssteuer auf To-go-Einwegverpackungen erheben und weitere neun Städte wollen ihre Vergaberichtlinien überarbeiten und ein Verbot von Einwegprodukten in der öffentlichen Beschaffung festschreiben.

 

Auch wenn Deine Stadt bereits in unserer Liste auftaucht, zeig‘ uns, dass Du hinter unserem Antrag stehst. Das ist für die weitere Kommunikation mit der Stadt sehr wichtig! Schreib uns deine Stadt oben ins Formular! 


Diese Maßnahmen fordern wir von den Städten, damit die Berge von Einweg-Müll endlich der Vergangenheit angehören:

 

  1. Mehrweg muss sich lohnen: Finanzielle Förderung von Mehrwegsystemen für To-go-Verpackungen.
  2. Einweg darf keine kostengünstige Lösung mehr sein: Örtliche Verbrauchssteuer auf Einweg-Getränkebecher und Einweg-Essensboxen.
  3. Ämter müssen mit gutem Beispiel vorangehen: Untersagung von Einweg-Plastikflaschen und Einweg-Bechern bei der öffentlichen Beschaffung.
  4. Feste, Märkte und Sport-Events müssen keine Müllberge verursachen: Mehrweggebot für öffentliche Veranstaltungen.
  5. Pfand durchsetzen: Konsequenter Vollzug des Pflichtpfandes auf Einweg-Plastikflaschen und Dosen.

In diesen Städten haben wir einen formalen Antrag gestellt (unterteilt nach Bundesländern)

Stadt Freiburg im Breisgaukreis
Stadt Stuttgart
Stadt Mannheim
Landkreis Emmendingen
Stadt Karlsruhe
Stadt Bühl
Stadtkreis Heidelberg
Kreisstadt Konstanz
Kreisstadt Lörrach
Stadt Radolfzell am Bodensee

 

 

Stadt Bamberg
Stadt Nürnberg
Stadt Würzburg
Stadt Augsburg
Stadt Regensburg
Stadt Erlangen
Gemeinde Haar
Kreisstadt Pfaffenhofen an der Ilm
Landeshauptstadt München
Stadt Wolfratshausen
Gemeinde Wörthsee
Gemeinde Zorneding

Landkreis Barnim
Stadt Cottbus
Stadt Brandenburg an der Havel
Landkreis Uckermark
Landkreis Oberspreewald-Lausitz
Gemeinde Eichwalde
Stadt Frankfurt (Oder)
Landeshauptstadt Potsdam

Stadt Bremen 
Stadt Bremerhaven

Stadt Frankfurt am Main
Landkreis Gießen
Stadt Kassel
Stadt Darmstadt
Main-Taunus-Kreis
Gemeinde Brachttal
Kreisstadt Marburg
Stadt Rüsselsheim am Main
Landeshauptstadt Wiesbaden

Stadt Schwerin
Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
Landkreis Vorpommern-Rügen 
Landkreis Nordwestmecklenburg
Landkreis Vorpommern-Greifswald  
Kreisstadt Greifswald
Stadt Ludwigslust
Stadt Rostock

Landkreis Göttingen
Landkreis Hildesheim
Landkreis Osnabrück
Stadt Braunschweig
Region Hannover

Stadt Essen
Stadt Köln
Stadt Dortmund
Ennepe-Ruhr-Kreis
Stadt Duisburg
Stadt Aachen
Stadt Bielefeld
Stadt Bochum
Stadt Bonn
Stadt Drensteinfurt
Stadt Düren
Landeshauptstadt Düsseldorf
Gemeinde Engelskirchen
Stadt Gladbeck
Stadt Hagen
Stadt Hamm
Stadt Hennef
Stadt Herne
Kreisstadt Herford
Stadt Horstmar
Stadt Kamen
Stadt Kleve
Stadt Leverkusen
Stadt Lippstadt
Stadt Marl
Stadt Münster
Stadt Neukirchen-Vluyn
Stadt Stolberg
Stadt Telgte
Stadt Tönisvorst
Stadt Voerde
Stadt Warstein

Landkreis Ahrweiler
Landkreis Neuwied
Landkreis Südliche Weinstraße
Landkreis Germersheim
Stadt Frankenthal (Pfalz)
Stadt Koblenz
Stadt Landau in der Pfalz
Landeshauptstadt Mainz
Stadt Speyer
Stadt Trier

Landkreis Neunkirchen
Landkreis Saarpfalz-Kreis
Landeshauptstadt Saarbrücken

Stadt Dresden
Stadt Leipzig
Stadt Chemnitz
Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
Landkreis Zwickau

Stadt Halle (Saale)
Stadt Magdeburg
Stadt Dessau-Roßlau
Landkreis Wittenberg
Landkreis Harz

Stadt Flensburg
Kreis Pinneberg
Kreis Nordfriesland
Kreis Herzogtum Lauenburg
Kreis Rendsburg-Eckernförde
Stadt Bad Segeberg
Stadt Eutin
Insel Fehmarn
Landeshauptstadt Kiel
Hansestadt Lübeck
Stadt Neumünster
Stadt Wedel

Stadt Erfurt
Stadt Weimar
Stadt Gera
Stadt Eisenach
Landkreis Nordhausen
Stadt Jena

Einige Städte zeigen bereits vorbildlich, wie Abfallvermeidung geht:

Auf dem richtigen (Mehr-) Weg: Tübingen

Die Universitätsstadt Tübingen ist beim Mehrwegschutz in zweifacher Hinsicht beispielgebend. Damit Einweg-To-Go-Verpackungen wie Burgerboxen, Kaffeebecher und Co. in Zukunft aus dem Tübinger Stadtbild verschwinden, unterstützt die Stadt seit diesem Jahr Gastronom*innen bei ihrem Umstieg auf Mehrwegsysteme mit einem finanziellen Zuschuss von bis zu 75 Prozent. Mit dem Geld können die Gastronomiebetriebe Mehrweggeschirr und Spülmaschinen kaufen oder sich an einem Pfand-Poolsystem beteiligen. Zusätzlich besteuert Tübingen ab 2022 Einweg-To-Go-Verpackungen. Werden Gerichte oder Getränke in nicht wiederverwendbaren Verpackungen für den To-Go-Konsum ausgegeben, werden bis zu 1,50€ fällig. Solch eine Steuer ist bisher einmalig in Deutschland. Tübingen möchte dadurch die Kosten für die Beseitigung von Verpackungsmüll aus dem öffentlichen Raum deutlich senken. Derzeit betragen sie jährlich mehr als 700.000 Euro. 

München macht´s vor: Das Oktoberfest setzt auf Mehrweg

Das Münchner Oktoberfest ist das größte Volksfest der Welt. Ob Maß- oder Weinkrug – auf 38 Hektar Wiesn trinken und speisen über sechs Millionen Besucher*innen gänzlich aus Mehrwegbehältnissen. Auch hinter den Kulissen setzen die Veranstalter konsequent auf Mehrwegsysteme und eine vorbildliche Abfalltrennung. Dadurch konnte die Restmüllmenge pro Oktoberfest-Besucher*in auf 140 Gramm gesenkt werden. Schlüssel des Erfolgs ist das in der Münchner Abfallsatzung festgeschriebene Mehrweggebot, das für alle Veranstaltungen im öffentlichen Raum gilt. Durch partnerschaftliche Beratung der Aussteller und wirksame Kontrollen der Vorschriften schafft es das Oktoberfest ein Leuchtturm für abfallarme Veranstaltungen zu sein. 

Einwegfreie Ämter in Hamburg

Seit 2016 dürfen in Hamburger Ämtern, Behörden und Einrichtungen keine Kaffeemaschinen mit Alukapseln, Mineralwasser in Einwegplastikflaschen oder Einweggeschirr eingekauft werden. Dies schreibt Hamburgs Leitfaden für eine umweltfreundliche öffentliche Beschaffung vor. Plastikteller und Plastikgabeln sucht man somit in Hamburgs Kantinen vergeblich. Auch die Hamburger Hochbahn fährt grün: Durch die Nutzung von Mehrwegbechern können dort jährlich über eine halbe Million Coffee-to-go-Becher eingespart werden! Mit ihrem Einkaufsvolumen von jährlich rund 250 Millionen Euro leistet die Stadt somit einen Beitrag, nachhaltige Mehrwegprodukte am Markt zu etablieren.

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