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Kämpfe mit uns für plastikfreie Städte!

Trete mit uns dem Müllriesen McDonald's entgegen und fordere ein, dass der Konzern seine Klage gegen besonders umweltfreundliche Kommunalpolitik zurückzieht!

Coffee-to-go-Becher, Burgerboxen oder Pizzakartons - mehr als 40 Prozent des Straßenmülls in unseren Städten besteht aus Verpackungen für den schnellen Gebrauch. Die Folge: Es werden Unmengen Ressourcen verschwendet, durch die ständige Neuproduktion von Einwegprodukten die Klimakrise verschärft und der öffentliche Raum zugemüllt. Allein die Reinigung und Entsorgung von Einwegverpackungsmüll kostet die Städte und Gemeinden 720 Millionen Euro jährlich! Das ist ein Viertel der gesamten Kosten für die Stadtreinigung. Aufgrund der Corona-Beschränkungen hat sich die Situation in den letzten Monaten sogar weiter verschärft: Im Jahr 2020 ist das Aufkommen von Plastikverpackungsmüll um sechs Prozent gestiegen. Grund dafür ist vor allem der gewachsene To-go-Konsum von Speisen und Getränken.

Wir wollen raus aus dem Ex-und-Hopp-Konsum!

Tübingen macht es vor und will ab 2022 To-go-Verpackungen besteuern. Doch der Fast-Food-Riese McDonald‘s versucht das mit aller Macht zu verhindern und klagt jetzt sogar gegen Tübingen. Gemeinsam können wir McDonald‘s die Stirn bieten und so viel öffentlichen Druck erzeugen, dass das Unternehmen seine Klage noch vor dem ersten Verhandlungstag in diesem Jahr fallen lässt.

Wir bleiben dran!

Wir haben bereits in 130 deutschen Städten und Landkreisen, die den Klimanotstand ausgerufen haben oder uns von euch genannt worden sind, formelle Anträge zur Umsetzung abfallvermeidender Maßnahmen gestellt. Wir stellen bislang fest: Fast die Hälfte der angesprochenen Städte und Landkreise ist untätig geblieben oder war nicht einmal bereit, sich den Fragen der DUH zu stellen. Lichtblicke gibt es bei 72 Städten und Landkreisen, die effektive Maßnahmen ergreifen, damit Verwaltungen, öffentliche Veranstaltungen oder lokale Gastrobetriebe verpackungsärmer werden. Wir müssen deshalb weiter dranbleiben und fordern die Städte und Landkreise auf, schnell nachzubessern.

Die Lösung unseres Abfallproblems liegt auf der Hand: Mehrwegsysteme vermeiden Abfälle, sorgen für weniger Müll im öffentlichen Raum und sind dabei besonders klimafreundlich. Allein durch die bundesweite Nutzung von Mehrwegbechern, -essensboxen und -geschirr ergäbe sich im Vergleich zu Einweg jährlich ein Einsparpotential von rund 800.000 Tonnen des Klimagases CO2.

Diese Maßnahmen fordern wir von Städten, damit die Berge von Einweg-Müll endlich der Vergangenheit angehören:

  1. Mehrweg muss sich lohnen: Finanzielle Förderung von Mehrwegsystemen für To-go-Verpackungen.
  2. Einweg darf keine kostengünstige Lösung mehr sein: Örtliche Verbrauchssteuer auf Einweg-Getränkebecher und Einweg-Essensboxen.
  3. Ämter müssen mit gutem Beispiel vorangehen: Keine Einweg-Plastikflaschen und kein Einweg-Geschirr sowie -besteck in der öffentlichen Beschaffung
  4. Feste, Märkte und Sport-Events dürfen keine Müllberge verursachen: Mehrweggebot für öffentliche Veranstaltungen.
  5. Einweg-Pfand durchsetzen: Konsequenter Vollzug des Pflichtpfandes auf Einweg-Plastikflaschen und Getränkedosen.

In diesen Städten haben wir einen formalen Antrag zur Umsetzung von Maßnahmen gegen Einwegmüll gestellt (unterteilt nach Bundesländern)

Stadt Freiburg im Breisgaukreis
Stadt Stuttgart
Stadt Mannheim
Landkreis Emmendingen
Stadt Karlsruhe
Stadt Bühl
Stadtkreis Heidelberg
Kreisstadt Konstanz
Kreisstadt Lörrach
Stadt Radolfzell am Bodensee
Kreisstadt Überlingen

 

 

Stadt Bamberg
Stadt Nürnberg
Stadt Würzburg
Stadt Augsburg
Stadt Regensburg
Stadt Erlangen
Gemeinde Haar
Kreisstadt Pfaffenhofen an der Ilm
Landeshauptstadt München
Stadt Wolfratshausen
Gemeinde Wörthsee
Gemeinde Zorneding

Landkreis Barnim
Stadt Cottbus
Stadt Brandenburg an der Havel
Landkreis Uckermark
Landkreis Oberspreewald-Lausitz
Gemeinde Eichwalde
Stadt Frankfurt (Oder)
Landeshauptstadt Potsdam

Stadt Bremen 
Stadt Bremerhaven

Stadt Frankfurt am Main
Landkreis Gießen
Stadt Kassel
Stadt Darmstadt
Main-Taunus-Kreis
Gemeinde Brachttal
Kreisstadt Marburg
Stadt Rüsselsheim am Main
Landeshauptstadt Wiesbaden

Stadt Schwerin
Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
Landkreis Vorpommern-Rügen 
Landkreis Nordwestmecklenburg
Landkreis Vorpommern-Greifswald  
Kreisstadt Greifswald
Stadt Ludwigslust
Stadt Rostock

Landkreis Göttingen
Landkreis Hildesheim
Landkreis Osnabrück
Stadt Braunschweig
Region Hannover

Stadt Essen
Stadt Köln
Stadt Dortmund
Ennepe-Ruhr-Kreis
Stadt Duisburg
Stadt Aachen
Stadt Bielefeld
Stadt Bochum
Stadt Bonn
Stadt Drensteinfurt
Stadt Düren
Landeshauptstadt Düsseldorf
Gemeinde Engelskirchen
Stadt Gladbeck
Stadt Hagen
Stadt Hamm
Stadt Hennef
Stadt Herne
Kreisstadt Herford
Stadt Horstmar
Stadt Kamen
Stadt Kleve
Stadt Leverkusen
Stadt Lippstadt
Stadt Marl
Stadt Münster
Stadt Neukirchen-Vluyn
Stadt Stolberg
Stadt Telgte
Stadt Tönisvorst
Stadt Voerde
Stadt Warstein

Landkreis Ahrweiler
Landkreis Neuwied
Landkreis Südliche Weinstraße
Landkreis Germersheim
Stadt Frankenthal (Pfalz)
Stadt Koblenz
Stadt Landau in der Pfalz
Landeshauptstadt Mainz
Stadt Speyer
Stadt Trier

Landkreis Neunkirchen
Landkreis Saarpfalz-Kreis
Landeshauptstadt Saarbrücken

Stadt Dresden
Stadt Leipzig
Stadt Chemnitz
Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
Landkreis Zwickau

Stadt Halle (Saale)
Stadt Magdeburg
Stadt Dessau-Roßlau
Landkreis Wittenberg
Landkreis Harz

Stadt Flensburg
Kreis Pinneberg
Kreis Nordfriesland
Kreis Herzogtum Lauenburg
Kreis Rendsburg-Eckernförde
Stadt Bad Segeberg
Stadt Eutin
Insel Fehmarn
Landeshauptstadt Kiel
Hansestadt Lübeck
Stadt Neumünster
Stadt Wedel

Stadt Erfurt
Stadt Weimar
Stadt Gera
Stadt Eisenach
Landkreis Nordhausen
Stadt Jena

Einige Städte zeigen bereits vorbildlich, wie Abfallvermeidung geht:

Auf dem richtigen (Mehr-) Weg: Tübingen

Die Universitätsstadt Tübingen ist beim Mehrwegschutz in zweifacher Hinsicht beispielgebend. Die Stadt muss zur Beseitigung des Einweg-Mülls jährlich unglaubliche 700.000 Euro pro Jahr ausgeben. Damit Einweg-To-Go-Verpackungen wie Burgerboxen, Kaffeebecher und Co. in Zukunft aus dem Tübinger Stadtbild verschwinden, unterstützt die Stadt seit diesem Jahr Gastronom*innen bei ihrem Umstieg auf Mehrwegsysteme mit einem finanziellen Zuschuss von bis zu 75 Prozent. Mit dem Geld können die Gastronomiebetriebe Mehrweggeschirr und Spülmaschinen kaufen oder sich an einem Pfand-Poolsystem beteiligen. Zusätzlich will Tübingen ab 2022 Einweg-To-Go-Verpackungen besteuern. Werden Gerichte oder Getränke in Einweg- Verpackungen für den To-Go-Konsum ausgegeben, sollen bis zu 1,50 Euro fällig werden. Solch eine Steuer wäre einmalig in Deutschland. Deshalb ist es so wichtig, dass wir genug öffentlichen Druck erzeugen, damit der Fast-Food Konzern McDonald’s seine Klage gegen Tübingen zurückzieht und dieses beispielgebende Vorhaben nicht mit juristisches Winkelzügen verhindert.

Unterschreibe jetzt unsere Petition!

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