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Pressemitteilung

EU-Strategie für Offshore Windkraft

Freitag, 26.06.2020 Dateien: 2

Windstrom auf See nimmt eine Schlüsselrolle unter den Erneuerbaren Energien ein. Offshore-Anlagen produzieren deutlich mehr und kontinuierlicher Strom als Anlagen an Land. Sie sind damit wichtige Pfeiler für die Versorgungssicherheit sowie die angestrebte Umwandlung von Strom in grünen Wasserstoff oder grüne Kraftstoffe. Die von der EU angekündigte gemeinsame Offshore-Strategie darf daher keinesfalls verzögert werden! Deutschland sitzt hier mit seiner EU-Ratspräsidentschaft an einer Schlüsselposition.

© Fabian Schmidt/ Fotolia

Die bisherigen Planungs- und Genehmigungswege für Offshore-Windenergie zeigen einige Defizite auf, die zu einem verzögerten Ausbau führen und die Flächenpotenziale nicht optimal nutzen. Aktuell hat jedes Land seine eigene Strategie und konzentriert sich gezwungenermaßen auf die Flächen, die in seiner „Ausschließlichen Wirtschaftszone“ (AWZ) zur Verfügung stehen. Jedes Land plant auch eigene Stromleitungen für den Transport des Stroms an Land.

Mit einer gemeinsamen EU-Offshore-Strategie könnten solche Ineffizienzen behoben werden. Durch die gemeinsame Planung von Windparks und Anbindungsleitungen sowie die Etablierung von Offshore-Verteilkreuzen kann die Versorgung mit Erneuerbaren Energien schneller gelingen und gleichzeitig der Naturraum Meer besser geschützt werden. Wichtige Aufgaben wie Versorgungssicherheit und Flexibilität bei der Energiebereitstellung würden auf mehrere Schultern verteilt. Schlussendlich stünden auch mehr Flächen zur Auswahl, da man sich nicht auf die AWZ beschränken müsste. Beispielsweise könnten sich die Nordsee-Anrainerstaaten untereinander koordinieren und die Potenziale in der Nordsee gemeinsam heben.

Deutschland muss die Chance der EU-Ratspräsidentschaft nutzen und eine gemeinsame europäische Offshore-Strategie auf den Weg bringen. Die Deutsche Umwelthilfe fordert, dass die Bundesregierung dazu zu einem Gipfel der Nordsee-Anrainer einlädt! Eine länderübergreifende Erschließung der Offshore-Potenziale braucht diverse gesetzliche Regelungen, z.B. zu den Genehmigungsverfahren, zur Umweltverträglichkeitsprüfung oder zu Haftungsfragen.

Nur mit einer gemeinsamen EU-Strategie können wir die Offshore-Windkraft optimal nutzen. Die Deutsche Umwelthilfe bleibt hier am Ball und entwickelt Lösungsansätze.

Unsere Positionen zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft 2020

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