Der Bezirk Eimsbüttel ist flächenmäßig der kleinste der Hamburger Stadtteile, aber gleichzeitig der am dichtesten besiedelte. Mehr als 260.000 Menschen leben in insgesamt neun Quartieren. Eines von ihnen ist Lokstedt, das Schwerpunktgebiet des Forschungsprojekts "Klimafreundliches Lokstedt". Das Forschungsprojekt untersucht die Potenziale für eine klimafreundliche Entwicklung bestehender Quartiere. Unter anderem soll ermittelt werden, was aus politisch-administrativer Sicht getan werden könnte, damit die Bürger ihr Alltagsverhalten klimafreundlich verändern. Ziel des Lokstedt-Projekts ist es, möglichst viele lokale Ansätze zum Klimaschutz in den Bereichen Haushaltsenergie, Mobilität und Abfallwirtschaft zu analysieren und zu konzipieren. Diese sollen in einer zweiten Phase umgesetzt werden.

Quartier "Lokstedt"

Lokstedt vereint viele Eigenschaften, die im Klimaschutz und in der zukünftigen Stadtteilentwicklung zusammengeführt werden müssen. Ergebnisse und Erfahrungen können daher auf andere Stadtteile und Kontexte übertragen werden. Als klassisches Bestandsquartier ist Lokstedt durch gewachsene und vorhandene (Infra-)Strukturen geprägt. Am Reißbrett geplante Innovationen können daher nicht angewendet werden. Stattdessen sollte mit den Bewohnern abgeklärt werden, welche klimafreundlichen Veränderungen innerhalb der bestehenden Strukturen möglich sind. Mit Hilfe verschiedener Beteiligungsformate sollen Erkenntnisse gewonnen und Maßnahmen entwickelt werden, wie eine klimafreundliche Stadtentwicklungspolitik stärker auf das Lebensumfeld und die Alltagspraxis der Bürger abgestimmt werden kann. Die Ergebnisse werden anschließend von der Behörde für Umwelt und Energie in die Fortschreibung des Hamburger Klimaplans sowie in weitere Instrumente und Projekte zur Förderung des Klimaschutzes einfließen.

Ausprobieren klimafreundlicher Lösungen im Quartier Lokstedt

© UHH

Das Bezirksamt Eimsbüttel wiederum, als verbindender Akteur zwischen Verwaltung und Bürgern, erleichtert den operativen Forschungszugang und bindet Anknüpfungspunkte in die Stadtteilentwicklungsplanung ein. Ziel ist eine gemeinsame Transformationsagenda aller Partner für Urban Governance. Darüber hinaus können die Erkenntnisse des Forschungsprojekts das Bezirksamt bei seinen weiteren Klimaschutzaktivitäten unterstützen, zum Beispiel bei der Entwicklung des bezirksweiten Klimaschutzkonzepts, das alle bisherigen, aktuellen und zukünftigen Klimaaktivitäten zusammenführt und einen Klimafahrplan für Eimsbüttel erstellt. Das Konzept soll in einem breiten Beteiligungsprozess mit Bürgern, Initiativen und Vereinen entwickelt und von der Bezirksversammlung Eimsbüttel beschlossen werden.

Das Bezirksamt Eimsbüttel hat im Sommer 2020 das Klimaschutzmanagement eingeführt

© Bezirksamt Eimsbüttel / zebralog

Das Bezirksamt Eimsbüttel hat im Sommer 2020 das Klimaschutzmanagement installiert, das unter anderem mit der Erarbeitung des integrierten Klimaschutzkonzepts beauftragt ist. Mit dem Leitbild "Eimsbüttel 2040" hat der Bezirk zudem ein Regiebuch und innovatives Instrument zu den Schwerpunkten der Stadtentwicklung bis zum Jahr 2040 erstellt.

Mehr über den Klimaschutz in Eimsbüttel erfahren Sie hier. Die Multiply-Kontaktperson vor Ort ist Jan Philipp Stephan (klima@eimsbuettel.hamburg.de).

Kontakt

Copyright: © Steffen Holzmann

Rupert Wronski
Stellv. Leiter Kommunaler Umweltschutz
Tel.: 07732 9995-30
E-Mail: Mail schreiben

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