Essbare Stadt Andernach

Mit seinem Projekt „Essbare Stadt“ macht Andernach (30.400 Einwohnerinnen und Einwohner) aus seinen Parkanlagen begehbare Gärten und ergänzt die gewohnten Grünflächen durch Zucchini, Mangold und andere Gemüsearten. Deren genetische Vielfalt in der Landwirtschaft stellt die Stadt jedes Jahr anhand einer ausgewählten Gemüseart dar. So wurden im Jahr 2010 101 Tomatensorten, ein Jahr darauf 100 Bohnensorten und in diesem Jahr eine Vielzahl von Zwiebelsorten und Zwiebelblumen angepflanzt.

„Die Bürgerinnen und Bürger sind keine Zaungäste. Im Gegenteil: Wir ermuntern sie dazu, die Beete zu betreten, das Wachstum von Grünkohl und Co. zu beobachten und am Ende auch zu ernten und zu kosten. Das stößt bei den Bewohnern auf große Beliebtheit“, sagte der Andernacher Oberbürgermeister Achim Hütten bei der Auszeichnung in Andernach am 15. November 2012.

Urbanes Gärtnern ist derzeit in vielen Städten Deutschlands groß im Kommen. Doch das Konzept von Andernach ist einzigartig, denn es ist direkt in das Stadtleben integriert. Gemüse und Wein wächst unmittelbar an der Stadtmauer, mitten im täglichen Leben. Jeder Spaziergang oder der Weg zu den täglichen Besorgungen laden ein, kurz inne zu halten und den Jahresverlauf im Gemüsebeet zu beobachten. Nicht selten entspinnen sich hier interessante Gespräche zu den besten Erntezeiten und Zubereitungsarten der einzelnen Gemüsearten. Und wer erkennt schon alle Gemüsesorten, solange sie noch in der Erde stecken? So ist anfängliche Skepsis bei der Bevölkerung schnell großer Begeisterung gewichen.

Fotos: Stadtverwaltung Andernach/Maurer

 

Auszeichnungsfeier in Leipzig am 25. September 2013

Foto: Stiftung "Lebendige Stadt"© Stefan Nöbel-Heise

Kurzportraet Andernach.pdf

Laudatio zur Auszeichnungsfeier in Leipzig

        

Bilder vom Ortstermin in Andernach am 15. November 2012

Unter Angabe der Quelle (DUH) können folgende Fotos frei verwendet werden.

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