Visionen für eine großartige Flusslandschaft

Es gibt Sätze, die dürfen nie ihre Gültigkeit verlieren!

Unmittelbar nach dem Fortfall der Mauern zwischen Ost und West sprach man allgemein vom „Glücksfalls Elbe" und verband damit die historische Chance, mitten in Europa eine naturnahe Stromlandschaft erhalten und an kommende Generationen weiter reichen zu können.

Seitdem ist viel geschehen. Das zuvor stark belastete Wasser hat sich in seiner Qualität deutlich verbessert, Schutzgebiete aller Kategorien wurden entlang des Stromes ausgewiesen. Eine Garantie der Politik für den Fortbestand des „Glücksfall Elbe" gibt es jedoch bis heute nicht. Vielmehr werden die Vorschläge immer differenzierter, komplizierter und kaum noch kommunizierbar.

Visionen für die Elbe sind daher weiterhin gefragt.

  • Die Elbe und ihr Einzugsgebiet werden ganzheitlich betrachtet: Von der Quelle bis zur Mündung, über alle Grenzen von Staaten, Bundesländern und Kommunen hinweg Kartenserver Flusseinzugsgebiet Elbe.
  • Die Elbe wird zur Modellregion für eine nachhaltige, zukunftsweisende Regionalentwicklung an einem naturnahen Strom und seinen vielen Seitenzuflüssen, die zumeist auch als „Lebensadern" bezeichnet werden.
  • Die Elbe und ihre Auen bleiben und entwickeln sich als Regenerationsraum für Mensch und Natur. Gestärkt werden die Potenziale und Ressourcen wie Biodiversität, Trinkwasserreservoir, Erholung und Umweltbildung.
  • Die Elbe wird zum Modellfall für einen zeitgemäßen Hochwasserschutz, eine der Stromdynamik angepassten Schifffahrt und Verwaltungen, die den neuen, ökologisch orientierten Ansprüchen und Herausforderungen gerecht werden.
  • Allseits bekannte Tiere wie Lachs (Lebensraum Strom und Nebengewässer), Biber (Auwälder) und Weißstorch (naturnahe Kulturlandschaft) werden zu Leitarten und zeigen künftig jedem Bürger durch ihre Bestandsentwicklung, wie es um den Strom und die Umsetzung der Ziele bestellt ist.
  • Der Schutz der Elbregion bleibt nicht allein Aufgabe staatlicher Organe und engagierter Verbände, sondern wird getragen von der Verantwortung und Freude der Menschen an einer naturnahen Flusslandschaft.

Kontakt

Copyright: test

Ulrich Stöcker
Leiter Naturschutz
Tel.: 030 2400867-13
E-Mail: stoecker@duh.de

Teilen auf: