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© Julia Kluge, Visuelle Kommunikation & Illustration (www.kluugel.de)

Schulhöfe können als grüne Oasen wichtige Impulse für den Unterricht geben und die Sinne auf vielfältige Weise anregen. Gemeinsam haben das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz (TMUEN) und die Deutsche Umwelthilfe (DUH) diese Idee weiterentwickelt und in zwei Runden jeweils zehn Schulen intensiv begleitet. Gemeinsam starten wir nun mit dem Ministerium die dritte Wettbewerbsrunde. Ziel ist es, Schulhöfe in naturnahe, soziale und attraktive Lebens- und Lernräume zu verwandeln. Besonderer Wert wird dabei auf die Nutzung digitaler Komponenten, die Einbindung von Klimaschutzbeauftragten in den Kommunen und den Aufbau eines länderübergreifenden Netzwerks mit Schulhof-Projekten in den anderen Bundesländern gelegt.
Der Ausschreibungszeitraum ist bereits Mitte Dezember 2021 zu Ende gegangen. Insgesamt haben sich 26 Schulen aus allen fünf Schulamtbezirken für die dritte Runde beworben. Uns haben viele tolle Ideen erreicht und wir bedanken uns bei allen Schulen, die mitgemacht haben.

© Daria Junggeburth/ DUH
© Julia Kluge/ Graphic-Recording
© Ute Waldenburger
© Ute Waldenburger
© Daria Junggeburth/DUH :: blühende Wiesen in der Gemeinschaftsschule Kerspleben
© Daria Junggeburth/DUH
© Daria Junggeburth/DUH :: Gemeinschaftsschule Kerspleben
© Julia Kluge/ Graphic-Recording
© Daniel Beutler :: Ministerin Siegesmund bei der Känguru-Schule zu Besuch
© Ann-Kathrin Marggraf/ DUH :: Abschlussveranstaltung in Kahla 2019
© Franziska Reise
© Anett Terton :: Schulhofmodell der Kolping-Schule Erfurt
© Astrid Hölzer/ DUH :: Pflanzaktion mit Anja Siegesmund und Sascha Müller-Kraenner in der Kaleidoskop-Schule Jena
© Max König :: Bauaktion an der Heimbürgeschule in Kahla 2019
© Julia Kluge/ Graphic-Recording
© Max König :: Bauaktion an der Heimbürgeschule in Kahla 2019
© Astrid Hölzer :: neugestaltete Schulhoffläche an der Heimbürgeschule Kahla im Sommer 2021
© Tina Pfadenhauer :: Gemeinschaftsschule Joseph Meyer in Neuhaus-Schierschnitz
© DUH :: Ideen für den Schulhof - Grundschule Hassleben
© Ute Waldenburger :: Bau des Baummikados am Gymnasium in Stadtroda
© Julia Kluge/ Graphic-Recording
© Daria Junggeburth/ DUH :: Barfußpfad der Hufelandschule in Bad Langensalza
© Astrid Hölzer/ DUH :: Besuch der Ministerin in Jena
© Karsten Müller :: Jakobschule in Eisenach
© Daria Junggeburth/ DUH :: eines von vielen bunten Beeten in der Gemeinschaftsschule Kerspleben
© Michael Sühnel :: Schulhofideen der Kaleidoskop-Schule in Jena
© Franziska Reise :: Känguru-Schule in Altenburg
© Känguru-Schule Altenburg :: Plan für den naturnahen Schulhof
© Astrid Hölzer/DUH
© Daria Junggeburth/ DUH :: bunte Beete in der Känguru-Schule in Altenburg
© Daria Junggeburth/ DUH :: Lieblingsplatz auf dem Schulhof
© Daria Junggeburth :: ein Insektenhotel bereichert jeden Schulhof
© Daria Junggeburth/ DUH :: Am Insektenhotel lässt sich viel lernen
 

Die Juryentscheidung

Die Jurysitzung hat am 09. März 2022 stattgefunden. Das breit aufgestellte Gremium hat nun die zehn Schulen ausgewählt, mit denen wir in die nächste Projektrunde starten. Die gemeinsame Pressemitteilung mit dem Thüringer Umweltministerium finden Sie hier. Wir bedanken uns bei allen Jurymitgliedern und gratulieren den ausgewählten Schulen!

Als Planungsschulen wurden ausgewählt

  • Staatliches Gymnasium „Christian Gottlieb Reichard“ in Bad Lobenstein
  • Staatliches Gymnasium „Leuchtenburg“ in Kahla
  • Staatliche Regelschule „Johann Wolfgang von Goethe“ in Neustadt/ Orla
  • Grundschule „Am kleinen Weinberg“ in Bad Sulza
  • Freie Gemeinschaftsschule „Armin Müller Stahl“ in Sondershausen
  • Staatliche Regelschule Wartenberg in Niederzimmern

Als Umsetzungsschulen wurden ausgewählt

  • Staatlich Regionales Förderzentrum „Christophorus“ in Hermsdorf (ehem. Planungsschule)
  • Staatliche Grundschule „Friedrich Buschmann“ in Friedrichroda (ehem. Planungsschule)
  • Integrierte Gesamtschule IGS in Erfurt
  • Staatliche Regelschule „Friedrich Solle“ in Zeulenroda-Triebes

Die Kartendarstellung finden Sie oben rechts unter Dokumente & Downloads als PDF.

© Graphic Recording/ Julia Kluge

Ideenreich, bunt und vielfältig
In loser Reihenfolge präsentieren sich hier die vier Umsetzungs- und sechs Planungsschulen aus der 2. Wettbewerbsrunde. Die Känguru-Schule aus Altenburg macht den Anfang. Die Schulen zeigen ihre Ideen, Planungen und erste Umgestaltungen der Schulhöfe zu grünen Lernorten. Dabei ist Abschauen, nachmachen und vernetzen erlaubt! >> hier gehts zu den geförderten Schulen 2020/2021


© Julia Kluge, Visuelle Kommunikation & Illustration (www.kluugel.de)

"Erfahrungen teilen - Netzwerke unterstützen - Auszeichnen":
unter diesem Motto fand am 15. Juli die Abschlusspräsentation der zweiten Projektrunde an der Kooperativen Gesamtschule in Erfurt statt. Gemeinsam mit der Thüringer Umweltministerin haben wir die zehn Schulen gewürdigt. Mehr Infos



Warum sind gerade jetzt zu Corona-Zeiten grüne Schulhöfe wichtig?

Wir haben gemeinsam mit den Schulen Stichworte gesammelt. Herausgekommen ist eine bunte Sammlung die zeigt, dass Schulhöfe mehr sind als nur Pausenräume - sie haben vielfältige Funktionen und sind lebendige Lernräume >> hier öffnen.


Was konnten wir aus dem Projekt mitnehmen?

Zwei Projektschulen aus der ersten Runde im Interview mit Astrid Hölzer:
Michael Sühnel (Schulleiter der Kaleidoskop-Schule in Jena) und Tino Bonke (Schulleiter der Heinz-Sielman-Grundschule in Haßleben)

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Die "10 grünen Schulhöfe" im Radio: Projektleiterin Astrid Hölzer im Interview mit Radio Lotte  >> Hier anhören


Sechs gute Gründe für eine Teilnahme:

  • Der Schulhof braucht dringend eine Umgestaltung oder Weiterentwicklung
  • Der Schulhof wird nicht mehr den aktuellen Anforderungen gerecht, z.B. durch eine steigende Zahl von Schüler:innen, Ganztagsangebote, Inklusion, fehlende naturnahe Gestaltung oder durch zunehmende Hitzebelastung während der Sommermonate
  • Die Schule hat schon Planungen und Ideen, konnte diese aber wegen fehlender Finanzierungsmöglichkeiten bisher nicht umsetzen
  • Die Schule hat sich schon Gedanken gemacht, wie die Schulgemeinschaft handeln kann, um ihren Schulhof klimawandelangepasster und nutzungsfreundlicher zu gestalten
  • Es gibt Ideen, wie der Schulhof in die Kommune oder ins Gemeindeleben wirken kann oder
  • Die Schule hat den Wunsch ihren Schulhof endlich umzugestalten, weiß aber nicht, wie sie das anpacken soll

Weitere Infos zur 3. Projektrunde 2021-2023 im Überblick

Kinder und Jugendliche verbringen immer mehr Zeit an ihrer Schule. Die Gestaltung des Schulgeländes spielt dabei eine wachsende Rolle. Es wird zunehmend wichtiger, dass Schulhöfe Aktivitätsbereiche und Ruhezonen bieten: Räume zum Austoben und Naturerleben, zum Austausch, aber auch zum Rückzug. Naturnah gestaltete Außenräume können zudem als Lernort Anregungen für den Unterricht geben und die Sinne auf vielfältige Weise anregen. Hier können beispielsweise Projekte, aber auch Mathematik, Biologie, Kunst, Sachkunde, Deutsch in der Praxis stattfinden – oft auch schon während der Umgestaltung des Schulgeländes.
Der ideale Schulhof bietet für alle diese Bedrüfnisse vielfältige Aufenthaltsräume sowie Beschäftigungs- und Lernmöglichkeiten. Er regt zum Spielen und Bewegen an, schafft Platz zum Erholen und Naturerleben und stärkt das Miteinander auch schon während der Planungs- und Bauphase.
Darüber hinaus können naturnah gestaltete Schulhöfe einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Naturschutz leisten. Begrünte Ecken bieten Lebensräume für Tiere und Pflanzen, Biodiversität kann direkt erlebt werden.
Auf unversiegelten und begrünten Schulhofflächen kann im Vergleich zu betonierten Flächen mehr Regenwasser verdunsten und versickern. Grüne Schulhöfe tragen zu einem positiven Kleinklima bei. Der Schulhof bietet so ein gutes Beispiel für umweltbewusste und klimaangepasste Freiraumgestaltung.
Durch Beteiligung der Schüler:innen an der Planung und an der anschließenden Bauphase, lernen Kinder und Jugendlichen sich frühzeitig für ihre eigenen Ideen und die Natur in ihrem engsten Umfeld einzusetzen.

Bewerben konnten sich alle Thüringer Schulen. Zugelassen waren alle Schulträger, Schulformen und pädagogischen Bildungskonzepte. In der aktuellen Schulnetzplanung durfte der Schulstandort jedoch nicht zur Schließung vorgesehen sein. Ausgeschlossen waren Weiterbildungsinstitute, Hochschulen und nichtschulische Bildungseinrichtungen.

Vier Schulen, deren bestehende Schulhofplanung sich durch ein hohes Maß an Naturnähe, Motivation und Partizipation auszeichnet, erhalten als sogenannte "Umsetzungsschulen" eine Fördersumme von jeweils 30.000 Euro. Dieser Betrag ist zweckgebunden für die Umsetzung der Planung bis Herbst 2023 einzusetzen.

Mit je 5.000 Euro werden weitere sechs Schulen als sogenannte "Planungsschulen" gefördert, die schon länger den Wunsch haben, ihren Schulhof endlich umzugestalten, denen aber bisher das Geld und das “Wie“ für eine partizipative Planung fehlen. Die Fördersumme ist zweckgebunden einzusetzen für die Begleitung des partizipativen Planungsprozesses der Schulgemeinschaft durch ein Planungsbüro oder eine fachliche Beratung mit entsprechender Expertise.

Alle Schulen erhalten neben den jeweiligen Fördersummen vielfältige Unterstützung durch die Deutsche Umwelthilfe, unter anderem im Rahmen von Workshops, regelmäßigem Austausch in der Projektgruppe, Vernetzungstreffen mit den ehemaligen Projektschulen in Thüringen und aktuellen Projektschulen in anderen Bundesländern sowie einer landesweiten Schulhofkonferenz.

Bewertung

Die Auswahl der Projekte orientiert sich an einer Reihe von Entscheidungskriterien:

  • Breite Mitwirkung von Lehrkräften, Schulpersonal, Eltern, Fördervereinen
  • und insbesondere der Schüler:innen – hohe Motivation aller Akteur:innen
  • Terminsicherheit – Machbarkeit der Umsetzung bzw. Planung bis Herbst 2023
  • Beispielhafte Durchführung der Planungs-/Umsetzungsprozesse, auch digital begleitet
  • Innovative Ideen zur Gestaltung, Partizipation, Einbindung von Unterstützernetzwerken und zur Nutzung digitaler Komponenten im gemeinsamen Planungs- und Umgestaltungsprozess
  • Besonderheiten der Funktion des Schulhofs in seiner Umgebung
  • Aktive Teilnahme an den vier Workshops, zwei Netzwerktreffen und der Schulhofkonferenz
  • Bereitschaft zu Öffentlichkeitsarbeit und zur Einwerbung weiterer finanzieller Mittel
  • Bereitschaft, das Wissen an andere Schulen weiter zu geben und in den Austausch zu treten, wenn nötig auch in digitalen Formaten
  • Aktive Zusammenarbeit mit den kommunalen Grünflächenämtern bzw. Naturschutzabteilungen und/oder den Klimaschutz-Manager:innen

Eine vom Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz (TMUEN) und der Deutschen Umwelthilfe (DUH) eingesetzte Jury hat anhand der eingereichten Bewerbungen über die Auswahl von zehn Schulen, deren Schulhofumgestaltungen bzw. -planungen gefördert werden, entschieden.
Wir bedanken uns bei allen Jurymitgliedern für die intensive Einarbeitung in die Bewerbungen sowie die fachliche und spannende Diskussion.

Mitglieder des Jurygremiums:

  • Stefan Behr, naturgarten e.V.
  • Lutz Bessel, Expertenkommission des Deutschen Schulpreises    
  • Katharina Haeßler, Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz (TMUEN)    
  • Sybill Hecht, Staatliches Schulamt Ostthüringen    
  • Claudia Koch, Thüringer Landeselternvertretung (LEV)    
  • Kerstin Laue, Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz    (TMUEN)
  • Lotta Moraweck, Landesschüler*innenvertretung Thüringen (LSV)
  • Hans-Peter Perschke, Nachhaltigkeitsbeirat Thüringen    
  • Vincent Raue, Landesschüler*innenvertretung Thüringen (LSV)
  • Franziska Reise, Freie Grundschule Känguru in Altenburg
  • Martina Riedel, Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz (TMUEN)
  • Hans Schönewolf, Thüringer Naturschutzbeirat    
  • Markus Zipf, Deutsche Umwelthilfe e.V.  

Hinweis: Für die finale Entscheidung hatte jede Institution eine Stimme.


    Kontakt

    Copyright: © Steffen Holzmann

    Astrid Hölzer
    Referentin Kommunaler Umweltschutz
    Tel.: 0175 5054898
    E-Mail: Mail schreiben

    Copyright: © DUH

    Daria Junggeburth
    Referentin Kommunaler Umweltschutz
    Tel.: 030 2400867-33
    E-Mail: Mail schreiben

    Förderer:

    Dieses Projekt wird vom Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz mit Mitteln des Freistaats Thüringen gefördert.

    Copyright Navigationsbild: Thorsten Schier - Fotolia
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