Fit für den Klimawandel

© Julia Kluge

In Nordrhein-Westfalen macht sich der Klimawandel bereits jetzt durch eine Zunahme von sommerlichen Hitzetagen, länger anhaltenden Trockenperioden, aber auch teils verheerenden Starkregenereignissen bemerkbar. Nach aktuellen Prognosen werden diese Phänomene weiter zunehmen.

Viele Schulen mit ihren überwiegend asphaltierten Schulhöfen und oftmals nur geringem und wenig abwechslungsreichem Bestand an Grünflächen haben daher einen hohen Bedarf, ihre Gelände fit für den Klimawandel zu machen. Zugleich wird der Schultag für Schülerinnen und Schüler immer länger, digitaler und kopflastiger. Klimaresiliente Schulhöfe können in diesem Zusammenhang einen doppelten Mehrwert bieten und sowohl das Mikro- als auch das Lernklima verbessern.  

Mit dem Programm „Coole Schulhöfe für Nordrhein-Westfalen“ startet die DUH deshalb nun im vierten Bundesland – neben Thüringen, Hessen und Brandenburg – ein weiteres Vorhaben zur Umgestaltung von Schulhöfen hin zu mehr Entsiegelung, Verschattung und Begrünung. Damit sollen Schulen dabei unterstützt werden, kind- und jugendgerechtere Außenräume zu gestalten und diese besser an den Klimawandel anzupassen.

Welche Schulen sind dabei?

Insgesamt wurden zehn Schulen verschiedener Schultypen (Grundschule, Gesamtschule, Gymnasien) in neun Kommunen für die Teilnahme ausgewählt, die am Programm „‚Coole Schulhöfe für Nordrhein-Westfalen‘“ bis Ende 2022 teilnehmen:

  • Aldegrever-Gymnasium Soest
  • Einstein-Gymnasium Rheda-Wiedenbrück
  • Gemeinschaftsgrundschule Alsdorf-Ofden
  • Gesamtschule Lohmar
  • Gymnasium Lohmar
  • Humboldtgymnasium Solingen
  • Konrad-Adenauer-Gymnasium Langenfeld
  • Kreisgymnasium Heinsberg
  • Mosaikschule Ennigerloh
  • Städtisches Mataré-Gymnasium Meerbusch

Maßnahmen zur klimaresilienten Umgestaltung von Schulgeländen

Zu den effektivsten Maßnahmen, um die Auswirkungen des Klimawandels auf Schulgeländen abzufedern, gehört die (teilweise) Entsiegelung der oftmals großflächig asphaltierten, betonierten oder gepflasterten Schulhofflächen. Allein diese Maßnahme kann erheblich dazu beitragen, dass bei starken Regenfällen das Wasser schneller versickert, statt die Flächen zu fluten. Mehr schattenspendende Bäume, Hecken und Stauden ermöglichen es, dass auch im Sommer die Schulpausen nicht zum Hitzestresstest werden. So kann unter anderem die Bodentemperatur auf den Schulhöfen gesenkt und das Mikroklima verbessert werden.

Daneben legen viele Schulen zusätzlich auf ihren Flächen insektenfreundliche Blühstreifen und Hochbeete mit essbaren Pflanzen an, die ebenfalls zur Verbesserung des Mikroklimas und der Biodiversität auf dem Schulgelände beitragen. Zusätzlich bereichern die naturnäher gestalteten Außenräume die Wissensvermittlung um neue Möglichkeiten: Unterricht kann nach draußen verlagert werden, Kinder und Jugendliche erfahren eine vielfältigere Natur direkt vor ihrer Klassentür und können sich in den Pausen besser erholen. Im besten Fall kann solch ein umgestaltetes Schulgelände sogar kleinere Inseln der Artenvielfalt für die nichtmenschlichen Schulbesucher bieten, denn begrünte Ecken stellen wichtige Lebensräume für Tiere und Pflanzen dar.

Partizipation wird großgeschrieben

Die DUH unterstützt und begleitet die teilnehmenden Schulen in Nordrhein-Westfalen bei ihren Umgestaltungen mit fachkundiger Beratung und Fortbildungen bis Ende 2022. Dazu bietet sie mehrere thematische Workshops in den Schulen an, zum Beispiel zur Klimaresilienz und zur Nutzung von partizipativen Planungsmethoden, die die Ideen und Ressourcen der gesamten Schulgemeinschaft miteinbeziehen. Auf einer großen Werkschau im kommenden Jahr werden die Schulen ihre bereits umgesetzten Maßnahmen und weiteren Pläne präsentieren. 

Eine möglichst umfassende Beteiligung der gesamten Schulgemeinschaft –Schulleitung, Eltern, Schülerinnen und Schüler, der Förderverein, die Lehrerschaft und andere – an dieser Umgestaltung gehört selbstverständlich dazu.

Die Förderung

Das Vorhaben „Coole Schulhöfe für Nordrhein-Westfalen“ ist an das Sonderprogramm „Klimaresilienz in Kommunen“ des Landes Nordrhein- Westfalen gekoppelt.  Mit einem Volumen von insgesamt 12,5 Millionen Euro umfasst es die Bausteine „Städte und Hitze“ (Maßnahmen zur Dach- und Fassadenbegrünung und „coole“ öffentliche Räume) sowie „Klimaresiliente Schulen: Coole Schulhöfe“. Gefördert werden hierüber vielfältige Maßnahmen zur Klimaanpassung in rund 110 Kommunen, darunter die Umgestaltung von Schulgeländen in 21 Kommunen. Für ihre Umgestaltungsmaßnahmen erhalten die Schulen bis zu 100.000 Euro. Nach Ende der Einreichfrist läuft nun die Projektumsetzung. 

Downloads & Dokumente

Flyer: Coole Schulhöfe für NRW

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Anne Meyer-Rath
Projektmanagerin Kommunaler Umweltschutz
Tel.: 030 2400867-342
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Copyright: © Jonas Krüsemann

Maren Haase
Projektmanagerin Kommunaler Umweltschutz
Tel.: 0511 390805-16
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