+ + + Neuer Wettbewerb + + + Klimagerecht und nachhaltig

Schulhöfe können als grüne Oasen wichtige Impulse für den Unterricht geben, Erholungsort sein, Platz für Bewegung bieten und insgesamt die Sinne auf vielfältige Weise anregen. Gemeinsam starten daher das Brandenburger Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK) und die Deutsche Umwelthilfe (DUH) einen neuen Schulhofwettbewerb. Dessen Ziel ist es, Schulhöfe in klimagerechte, nachhaltige und grüne Lebens- und Lernräume zu verwandeln. Im Wettbewerb sollen Maßnahmen zur klimagerechten und nachhaltigen Gestaltung des Schulhofes, zur Förderung des Klimaschutzes, der Klimafolgenanpassung, des nachhaltigen Umgangs mit Ressourcen und der biologischen Vielfalt eine besondere Berücksichtigung bei der Schulhofumgestaltung finden. Zudem legen wir im Verlauf des Projektes viel Wert auf die aktive und partizipative Einbindung der ganzen Schulgemeinschaft.

Für den aktuellen Wettbewerb sind alle Brandenburger Grund- und weiterführenden Schulen aufgerufen, sich zu bewerben. Die zehn ausgewählten Schulen erhalten eine Förderung von insgesamt 150.000 Euro durch das Umweltministerium.

Warum sollte gerade Ihre Schule am Wettbewerb teilnehmen?

  • Ihr Schulhof braucht dringend eine Umgestaltung oder Weiterentwicklung
  • Ihr Schulhof wird nicht mehr den aktuellen Anforderungen gerecht, z.B. durch steigende Zahl von Schüler*innen, Ganztagsangebote, Inklusion, fehlende naturnahe Gestaltung
  • Sie haben schon Planungen und Ideen, die Sie wegen fehlender Finanzierungsmöglichkeiten bisher nicht umsetzen können
  • Sie haben sich schon Gedanken gemacht, wie die Schulgemeinschaft handeln kann, um Ihren Schulhof Klima- und nutzungsfreundlicher zu gestalten
  • Es gibt Ideen, wie Ihr Schulhof in die Kommune oder ins Gemeindeleben wirken kann oder
  • Sie haben den Wunsch Ihren Schulhof endlich umzugestalten, nur wissen Sie nicht, wie Sie das anpacken sollen

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann bewerben Sie sich für die Unterstützung und Förderung für „Zehn grüne Schulhöfe“ durch das Brandenburger Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK) und die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH).

Der Ausschreibungszeitraum läuft bis zum 31.01.2021. Für die Bewerbung steht ein digitaler Fragebogen zur Verfügung, der fristgerecht bei uns eingereicht werden muss. Alle weiteren Teilnahmebedingungen finden Sie hier auf der Webseite und in den Ausschreibungsunterlagen. Bei Fragen erreichen Sie unser Projektteam telefonisch oder per E-Mail unter den angegebenen Kontaktdaten. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

© Julia Kluge
© Junggeburth / DUH
© Junggeburth / DUH
© Astrid Hölzer / DUH
© Julia Kluge
© Junggeburth / DUH
© Junggeburth / DUH
© Julia Kluge
© DUH
© Franziska Reise
© Junggeburth / DUH
© Astrid Hölzer / DUH
© Astrid Hölzer / DUH
© Junggeburth / DUH
© Junggeburth / DUH
© Tina Pfadenhauer
© Julia Kluge
 

Alle Infos zum Wettbewerb im Überblick

Kinder und Jugendliche verbringen immer mehr Zeit an ihrer Schule, am Schreibtisch und am Bildschirm. Als Ausgleich zum kopflastigen Schulalltag in geschlossenen Räumen brauchen Sie jedoch den Zugang zu Naturräumen und die Möglichkeit, Natur zu erfahren. Die Gestaltung des Schulgeländes spielt dabei eine wichtige Rolle. Als attraktive Lernorte im Freien sollten diese vielfältig nutzbar sein. Insbesondere in Corona-Zeiten stellen sie eine ideale Alternative zum Klassenzimmer dar und ermöglichen Kindern und Jugendlichen, trotz Abstandsregeln gemeinsame Aktivitäten zu entfalten.

Der Schulhof kann vielfältige Aufenthaltsräume sowie Beschäftigungs- und Lernmöglichkeiten, auch auf kleiner Fläche bieten. Er regt zum Spielen und Bewegen an, schafft Platz zum Erholen und Naturerleben und stärkt das Miteinander auch schon während der Planungs- und Bauphase. Zusätzlich
kann die Bildung zur klimagerechten und nachhaltigen Entwicklung gefördert werden, die von der Theorie bis zur praktischen Umsetzung reicht und den Schulalltag über die bloße Vermittlung von Lehrplaninhalten hinaus bereichert.

Dabei finden sich auf dem Schulgelände zahlreiche Anknüpfungspunkte für Nachhaltigkeitsthemen. Angefangen von kleinen Unterrichtseinheiten zu klimaangepasster Bepflanzung bis hin zu komplexen Konzepten wie den planetaren Grenzen oder den Nachhaltigkeitszielen. Darüber hinaus können klimagerecht und naturnah gestaltete Schulhöfe einen konkreten Beitrag zum Umwelt- und Naturschutz leisten. Grüne Schulhöfe tragen zu einem positiven Kleinklima bei. Auf unversiegelten und begrünten Schulhofflächen kann im Vergleich zu betonierten Flächen mehr Regenwasser verdunsten und versickern. Begrünte Ecken bieten Lebensräume für Tiere und Pflanzen, Biodiversität und Bodenschutz kann direkt erlebt werden. Der Schulhof bietet Schüler*innen ein ganz praktisch erfahrbares Beispiel für umweltbewusste und klimaangepasste Freiraumgestaltung. So wird es möglich, Alltagshandeln zu reflektieren und zur Transformation zu einer nachhaltig und klimagerecht lebenden Gesellschaft beizutragen. Die Umgestaltung des Schulgeländes kann so ein Signal für den Weg in eine klimafreundlichere und klimaangepasste Zukunft werden, das von den Schulen nach Außen in das Quartier, die Gemeinde, die Kommune und an andere Schulen gesendet wird.

Dazu möchten wir in diesem Projekt Schulen in Brandenburg ermutigen und befähigen.

Bewerben können sich Grundschulen sowie Schulen der Sekundarstufe I und II aus Brandenburg. Zugelassen sind alle Schulträger, Schulformen und pädagogischen Bildungskonzepte. In der aktuellen Schulnetzplanung darf der Schulstandort jedoch nicht zur Schließung vorgesehen sein. Von einer Wettbewerbsteilnahme ausgeschlossen sind Weiterbildungsinstitute, Hochschulen und nichtschulische Bildungseinrichtungen.

Wir bringen Sie und Ihre Schule auf den Weg einer nachhaltigen Entwicklung, fördern Ihre Kompetenzen, zeigen Ihnen auf, wie Sie sich vernetzen und wie es nach dem Projekt weitergehen kann.

Vier Umsetzungsschulen, deren Schulhofplanung klimagerecht, nachhaltig und naturnah ist und in einem partizipativen Prozess mit der Schulgemeinschaft erarbeitet wurde, winkt eine Fördersumme von jeweils 30.000 Euro für die Umsetzung ihrer Planung. Mit jeweils 5.000 Euro werden zusätzlich sechs Planungsschulen gefördert, die schon länger den Wunsch haben, ihren Schulhof endlich umzugestalten, denen aber bisher das Geld und das “Wie“ für eine partizipative Planung fehlen.

Über die finanzielle Förderung hinaus, die durch das Brandenburger Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK) zur Verfügung gestellt wird, bieten wir:

  • Vier eintägige Workshops zu den Themen „Schule als grüner Lernort“, „Partizipativ planen und handeln“, „Mittel akquirieren und Partner*innen gewinnen“ und „Netzwerken und austauschen, Erfahrungen weitergeben“
  • Ein optionaler Workshop zu Themen, die von den Schulen eingebracht werden
  • Ein Netzwerktreffen Anfang 2022 zur Reflexion und Weiterentwicklung
  • Eine Schulhofkonferenz mit allen beteiligten Schulen zum Abschluss des Projektes
  • Kontinuierliche Beratung per Telefon und E-Mail sowie Präsenztage vor Ort
  • Handlungsleitfaden mit Best-Practice-Beispielen zur Anregung
  • Begleitende Öffentlichkeits- und Pressearbeit

Wettbewerbsunterlagen

Die Teilnahme am Wettbewerb erfolgt durch das Ausfüllen und Einreichen des Fragebogens. Für das Ausfüllen der Formularfelder empfehlen wir das kostenlose Programm Adobe Reader. Füllen Sie die Formularfelder bitte so vollständig wie möglich aus. Beschreiben Sie den aktuellen Stand und Ihre Ideen oder Planungen möglichst ausführlich. Sie können das Fragebogendokument zwischenspeichern und schrittweise bearbeiten.

Bitte senden Sie den vollständigen Fragebogen und alle weiteren Unterlagen als E-Mail-Anhang bis 31. Januar 2021 an schulhof-brandenburg@duh.de. Wichtig: handschriftlich ausgefüllte Fragebögen werden nicht akzeptiert!

Sollte Ihre Bewerbung mit allen Anhängen über 10 MB groß sein und Sie Probleme beim Versand haben, können wir Ihnen einen Alternative für die Übermittlung der Unterlagen zur Verfügung stellen. Bitte sprechen Sie uns in dem Fall direkt an!

Der Schulträger erklärt sich bereit, der Umsetzungsschule bei Problemen zur Seite stehen und die Umsetzung bis Herbst 2022 zu ermöglichen. Das kann eine Unterstützung bei Abstimmungen im Rahmen des Genehmigungsverfahrens sowie bei der Akquise zusätzlicher Sach-, Personal- und Finanzmittel beinhalten. Gleiches gilt für die Schulen, die sich als Planungsschulen bewerben. Auch hier ist die Bereitschaft des Schulträgers zur Unterstützung der Schule eine wichtige Voraussetzung.

Für die Bewerbung bitten wir eine konkrete Ansprechperson beim Schulträger zu benennen. Das erleichtert uns im weiteren Verlauf des Projektes die Kommunikation. 

Zum Fragebogen dürfen Sie jeweils bis zu 5 Fotos einreichen, die den Handlungsbedarf auf Ihrem Schulhof besonders gut darstellen. Die Fotos sollten aussagekräftig sein und den aktuellen Zustand des Schulgeländes gut abbilden. Sollten sie bereits umgestaltete Areale auf Ihrem Schulhof haben, reichen Sie gerne auch dazu aussagekräftige Fotos mit ein. Die Fotos können in gängigen Bildformaten (jpg, png) gesendet werden und sollten eine ausreichende Auflösung haben.

Bitte reichen Sie ausschließlich Bildmaterial ein für welches Sie die Urheberrechte besitzen und lesen Sie aufmerksam die rechtlichen Hinweise zu den Bildeinsendungen in der Wettbewerbsinfo. Beachten Sie bitte bei Bildeinsendungen mit abgebildeten Kinder und Jugendlichen, dass diese nach DSGVO besonders geschützt sind. Die Teilnahme am Wettbewerb ist nicht an die Einsendung von Bildmaterial gebunden, es hilft uns aber einen Eindruck von Ihrer Schule zu bekommen.

Wenn sich Ihre Schule als Umsetzungsschule bewirbt, bitten wir Sie zu Ihrer Bewerbung Ihre bisherigen Planungen ebenfalls mit einzureichen. Schulen, die sich als Planungsschulen bewerben, sollten einen Übersichtsplan des Schulgeländes mitsenden.

Einsendefrist: 31. Januar 2021

Bewertung

Die Bewertung der Projekte orientiert sich an einer Reihe von Entscheidungskriterien:

  • Berücksichtigung von Maßnahmen zur klimagerechten und nachhaltigen Gestaltung des Schulhofes, zur Förderung des Klimaschutzes (z.B. CO2-Speicherung in Bäumen), der Klimafolgenanpassung (z.B. Beschattung zur Hitzevorsorge, Versickerungsflächen), des nachhaltigen Umgangs mit Ressourcen (z.B. Recycling, Kompost) und der biologischen Vielfalt
  • Ideen zur Nutzung des umgestalteten Schulhofs im Schulalltag, auch im Unterricht
  • Terminsicherheit und Machbarkeit der Umsetzung bzw. Planung bis Herbst 2022
  • Hohe Motivation aller Akteur*innen für partizipative Prozesse
  • Breite Mitwirkung von Lehrkräften, Schulpersonal, Eltern und insbesondere der Schüler*innen im Planungs- und Umsetzungsprozess
  • Zusage zur aktiven Teilnahme an den Workshop- und Vernetzungstreffen innerhalb des Projektes
  • Bereitschaft zur Öffentlichkeitsarbeit und zur eigenständigen Akquise (weiterer) finanzieller Mittel zur nachfolgenden Umgestaltung
  • Bereitschaft, das Wissen an andere Schulen weiter zu geben und in den Austausch zu treten
  • Durchführung der Planungs- und Umsetzungsprozesse
  • Innovative Ideen
  • Besonderheiten der Funktion des Schulhofs und die Rolle des Schulhofs im Quartier
  • Dringlichkeit einer Umgestaltung

Das Projekt wird von einer qualifiziert besetzen Jury fachlich unterstützt und begleitet. Das Gremium mit Personen aus unterschiedlichen Disziplinen wird vom Brandenburger Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz und der Deutschen Umwelthilfe ausgewählt und entscheidet anhand der eingereichten Bewerbungen über die Auswahl der zehn Schulen, deren Schulhofumgestaltungen bzw. -planungen im weiteren Projektverlauf gefördert werden. Die finale Zusammensetzung des Gremiums veröffentlichen wir hier in Kürze.

Die Jurysitzung wird nach derzeitigem Stand der Planung im März 2021 stattfinden. Im Anschluss werden  die ausgewählten Schulen benachrichtigt und veröffentlicht.

Copyright: © DUH

Daria Junggeburth
Projektmanagerin Kommunaler Umweltschutz
Tel.: 030 2400867-33
E-Mail: Mail schreiben

Copyright: © Steffen Holzmann

Astrid Hölzer
Projektmanagerin Kommunaler Umweltschutz
Tel.: 0175 5054898
E-Mail: Mail schreiben

Förderer:

Dieses Projekt wird vom Brandenburger Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK) gefördert. 

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