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Pressemitteilung

Volkswagen-Chef Pischetsrieder setzt Bundesregierung und SPD-Bundestagsfraktion unter Druck - Rußfilter soll erst ab 2007 gefördert werden

Freitag, 28.05.2004

Deutsche Umwelthilfe fordert von Pischetsrieder Verzicht auf PS-Monster BUGATTI VEYRON mit 1.001 PS

Nach Informationen der Deutschen Umwelthilfe e. V. (DUH) möchte

der Wolfsburger Volkswagenkonzern die flächendeckende Einführung des

Partikelfilters um weitere 2 1/2 Jahre verzögern. Geht es nach dem

Willen von VW-Vorstandschef Pischetsrieder, so dürfte die

Bundesregierung erst ab 2007 den Partikelfilter für Neufahrzeuge

fördern. Seitdem die Pläne der Bundesregierung zur steuerlichen

Förderung von Partikelfiltern bei Diesel-Pkw ab kommendem Jahr

bekannt geworden sind, läßt Pischetsrieder seinen für

"Regierungsbeziehungen" offiziell zuständigen Cheflobbyisten Reinhold

Kopp dagegen ankämpfen. Unterstützt wird Kopp bei seinen Gesprächen

und Briefen mit der dabei durch markige Briefe seines Vorstandschefs

Pischetsrieder u. a. an den SPD-Fraktions- und Parteivorsitzenden

Müntefering wie der SPIEGEL in einer soeben bekannt gewordenen

Vorabmeldung in seiner morgigen Ausgabe berichten wird.

Der massive Druck auf die Regierung und SPD-Fraktion zeigt

Wirkung. Teile der Bundestagsfraktion sollen nach einem heutigen

Gespräch mit VW-Oberlobbyisten Kopp vom Einführungsdatum 2005

abgerückt sein. Im SPD-Rußfilter-Entschließungsantrag soll nur mehr

die Förderung der Umrüstung von Altfahrzeugen ab kommenden Jahr,

Neufahrzeuge mit Rußfilter aber erst später steuerlich gefördert

werden. Dies hätte eine absurden Folge: Wer im kommenden Jahr einen

Diesel-Pkw mit Rußfilter kaufen (und dies steuerlich gefördert

bekommen) möchte, muss sich für ein Neufahrzeug ohne Rußfilter

entscheiden. Erst nach der Anmeldung bei der Zulassungsstelle wird

das Fahrzeug automatisch zum "Altfahrzeug". Nun erst kann der Pkw in

einer Kfz-Werkstatt mit Rußfilter nachgerüstet werden. Der

steuerliche Förderbetrag würde auf diesem Weg zur Hälfte auf den

zusätzlichen Arbeitsaufwand von ca vier Arbeitsstunden entfallen.

Bestraft von diesem Lex-Volkswagen wären alle Pkw-Hersteller wie

Peugeot, Citroen und Opel, die bereits heute zahlreiche Modelle mit

Rußfilter serienmäßig anbieten. "Nach dem Debakel um die

Altautoverordnung instrumentalisiert Volkswagen ein weiteres Mal die

Politik in seinem Versuch, von den Versäumnissen bei der

rechtzeitigen Einführung des Partikelfilters abzulenken. Anstatt dem

Beispiel fortschrittlicher Unternehmen wie Peugeot, Toyota oder Opel

zu folgen, liefert VW derzeit gerade ein Fahrzeug - den VW-Passat -

mit einer Motorenvariante rußgefiltert aus. Milliarden Euro

investiert der Wolfsburger Konzern hingegen in spritfressende

Pkw-Fossile wie den Touareg und Straßenfahrzeuge, die schneller und

leistungsstärker als Formel-1 Rennwägen sind. Die Deutsche

Umwelthilfe fordert VW auf, von der für 2005 geplanten

Markteinführung von PS-Monstern wie den 406 kmh schnellen und 1.001

PS starken Bugatti Veyron abzurücken und die eingesparten Gelder für

die Umrüstung der VW-Motoren auf den Rußfilter zu verwenden", so

Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe e. V.

(DUH).

Ansprechpartner für Rückfragen:

Jürgen Resch

Deutsche Umwelthilfe e.V., Fritz-Reichle-Ring 4 ,78315 Radolfzell

Tel.: 0 77 32 / 99 95-0, Fax: 0 77 32 / 99 95-77, Mobil: 01 71 / 3 64 91 70

E-Mail: info@duh.de

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