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Gemeinsam für eine gerechtere Welt!

HAND IN HAND-Fonds - Für eine lebenswerte und gerechtere Zukunft

Ein Projekt von Rapunzel Naturkost und Deutsche Umwelthilfe

Der Hand in Hand-Fonds hilft ambitionierten ökologischen und sozialen Projekten in Asien, Lateinamerika und Afrika. Ausbau von Schulen, Frauenprojekte, Herstellung von gentechnikfreiem Saatgut, Zugang zu sauberem Trinkwasser – das sind nur einige Beispiele. Seit der Gründung im Jahr 1998 flossen rund 1,2 Millionen Euro in 260 Projekte in mehr als 50 Ländern. Die jährliche Fördersumme liegt mittlerweile bei über 100.000 Euro.

Ein wichtiges Merkmal des Förderkonzepts: Wir legen großen Wert auf das Zusammenspiel von Bildung, ökologischen und sozialen Verbesserungen. Zudem wollen wir Projekte fördern, die über das unmittelbare Ziel hinaus die Selbstverantwortung ziviler Gesellschaften stärken.

Beispiele für Förderprojekte des Hand in Hand-Fonds

Der Hand in Hand-Fonds hilft Infrastruktur-Projekten an Schulen, Bildungsprogrammen und unterstützt auch umweltpädagogische Angebote.

Die Hekima Girls' Secondary School in Bukoba, Tansania, wird seit rund 25 Jahren von Ordensschwestern unter der Leitung von Sister Esther Buberwa geführt. Die Schule will vor allem Mädchen aus armen, kleinbäuerlichen Familien sowie Waisen Zugang zu Bildung mit einem hohen Standard verschaffen. Denn mit einer guten Schulbildung haben junge Frauen weit mehr Chancen auf Gleichberechtigung und das Mitgestalten gesellschaftlicher Prozesse. Ein Teil der fast 400 Hekima-Mädchen lebt als Internatsschülerinnen in der Schwesterngemeinschaft.

Der Hand in Hand-Fonds hat die Schule mehrfach unterstützt. So wurde ein Maissilo gebaut, der das Lagern von Mais gewährleistet und ganzjährig  die Versorgung mit Maisbrei für das Frühstück ermöglicht. Dank einer Solaranlage besitzt die Schule eine stabile Stromversorgung. Auch sie ist ein Beitrag für ein gutes Lernumfeld: Wenn in Tansania jeden Abend um 18.00 Uhr die Dunkelheit hereinbricht, können die Schülerinnen nun bei elektrischem Licht lernen. Der schuleigene Strom dient auch dem Betrieb von Computern, welche in diesem Land an Schulen keinesfalls eine  Selbstverständlichkeit sind. Den Bau eines Schlafsaals und der Sanitäranlage hat der Hand in Hand-Fonds ebenfalls unterstützt.

Als im April 2016 in der Region Kagera die Erde bebte, blieben an der Schule zwar Menschenleben verschont, doch Gebäude wurden zerstört. Auch hier hat der Fonds unbürokratisch und schnell geholfen. 

© HAND IN HAND-Fonds

Bio-Anbau und fairer Handel sind die Säulen einer zukunftsfähigen Landwirtschaft.

Der Hand in Hand-Fonds hilft Anbau-Kooperativen, Schulungszentren und weiteren Initiativen, die Kleinbauern im ökologischen Landbau, der Weiterverarbeitung von landwirtschaftlichen Produkten oder der Vermarktung schulen. Darunter sind auch Modellfarmen und Workshop-angebote. Die Anschaffung von Pflanzen und gentechnikfreiem Saatgut macht der Fonds ebenso möglich wie den Kauf von Werkzeug und Geräten.

Der NG-International e.V. half zwölf Frauen in der ruandischen Hauptstadt Kigali über Kleinkredite eine ökologische Champignonfarm aufzubauen. Der Hand in Hand-Fonds leistete dafür finanzielle Starthilfe. Champignons sind in der traditionellen afrikanischen Küche kaum bekannt, doch die proteinreichen Pilze sind gerade dort ein besonders wertvolles Lebensmittel. NG-International organisierte Schulungen für die Frauen, bei denen Kenntnisse in der Pilzzucht und für den Verkauf ihrer Ware auf den regionalen Märkten vermittelt wurden. Die Frauengruppe hat sich auf diese Weise eine eigene Einkommensquelle geschaffen.

In Kenia unterstützt die Stiftung Biovision Mango-Bauern. Denn Fruchtfliegen sind dort ein häufiges Problem. Die Biobauern erlernen Methoden der ökologischen Schädlingsbekämpfung.

Solche Projekte verbessern die Ernährungssicherheit in der Selbstversorgerlandwirtschaft und schaffen oft auch langfristig zusätzliche Einkommensquellen. Eine Reihe von Landwirtschaftsprojekten unterstützt gezielt Frauen. Besonderen Wert legt der Hand in Hand-Fonds auf einen zukunftsfähigen Umgang mit den natürlichen Ressourcen: Boden und Wasser müssen geschont, Biotope und deren Tier- und Pflanzenwelt respektiert werden. 

© Peter Lüthi - Biovision

Agroforstwirtschaft hilft dem Regenwald

Im Biosphärenreservat Mbaracayu, einem Atlantischen Wald in Paraguay, variieren die Biotope vom Regenwald bis zur trockenen Savanne. Den vielfältigen Landschaften hat das Gebiet seinen Artenreichtum zu verdanken.

Viele Familien leben an der Armutsgrenze und arbeiten mit einfachen bäuerlichen Werkzeugen und Methoden. Geld für den täglichen Bedarf oder gar für kleine Investitionen fehlt. Aus der Not heraus roden die Bauern Regenwaldflächen, um ihre Familien mit selbst angebautem Gemüse und Brennholz versorgen zu können.

Hier arbeitet der Global Nature Fund mit einer paraguayanischen Stiftung zusammen, die das Reservat verwaltet. Die beiden Organisationen haben eine neue Einkommensquelle aufgebaut: den ökologischen Anbau von Mate-Tee. Mit Zuschüssen aus dem Hand in Hand-Fonds konnten sie einen Trockner und Gerätschaften zur Verarbeitung der Teeblätter anschaffen.

Direkt zwischen den Bäumen gepflanzt, passt sich das heimische Schattengewächs Mate in den Regenwald ein. Diese Anbauform ahmt die Natur nach: Sie bietet Wildtieren einen Lebensraum und schont den Boden. Der Wald wird quasi zum Garten und die Kleinbauern lernen ihn zu erhalten.

© HAND IN HAND-Fonds

Solarenergie als dezentrale und nachhaltige Lösung

Entwicklungs- und Schwellenländer haben in ihren entlegenen, ländlichen Regionen meist keine Stromversorgung. Der International Solar Energy Research Center Konstanz e.V. (ISC) hat sich das Ziel gesetzt, Schulen und Krankenstationen oder ganzen Dörfern Zugang zu Solarstrom zu verschaffen. Mit Geldern aus dem Hand in Hand-Fonds konnten die technischen Komponenten für eine Solaranlage in Kamerun beschafft werden.

In Ndambog, einem Dorf in einer von Stromnetzen weit entfernten Region, hat ISC eine Solaranlage für die Grundschule installiert. Solche abgelegenen Regionen mit schlechter Infrastruktur leiden oft unter einem Mangel an Lehrkräften, da diese wenig motiviert sind, sich hier niederzulassen. Dies trägt wiederum zur Landflucht bei; die Familien ziehen in größere Städte, weil die Kinder dort bessere Bildungschancen haben.

ISC wählt für seine Systeme immer Komponenten, die einfach zu warten sind. Eine Gruppe von Dorfbewohnern und Berufsschüler in der Region erhielten Einweisungen für die Kontrolle der Anlage, kleinere Reparaturen und die Wartung, so dass nachhaltige und kompetente Handwerkerteams vor Ort entstehen. Das gelungene Projekt hat bereits weitere Nachfrage in der Region ausgelöst. 

© HAND IN HAND-Fonds

In den Wassermangelgebieten des globalen Südens sind es vor allem Frauen und Kinder, die täglich lange Wege auf sich nehmen müssen, um Wasser herbeizuschaffen.

Dabei setzen sie sich nicht nur Gefahren aus, sondern die anstrengende und zeitraubende Arbeit hindert die Frauen daran, nachhaltige Strategien für ein besseres Leben zu verfolgen. Sobald sauberes Wasser am Wohnort zugänglich ist, wird Energie frei: für Bildung oder Erwerbsarbeit, für bessere Aufsicht über den Schulbesuch der Kinder, für Engagement in der Dorfgemeinschaft.  Eine bessere Wasserqualität trägt außerdem zur Verminderung von Krankheiten bei.

In mehreren Projekten, meist in afrikanischen Ländern, hat der Hand in Hand-Fonds geholfen, Brunnen zu sanieren oder Wasserpumpen zu installieren, die mit Solarstrom betrieben werden.

Auch im nepalesischen Tsum Tal im Himalaya haben viele Dörfer Probleme mit der Wasserversorgung. Ursache hierfür ist der Rückgang der Gletscher. Die Bewohner müssen vor allem im Sommer weite Wege zurücklegen, um an sauberes Wasser zu gelangen. Mit Mitteln aus dem Hand in Hand-Fonds konnte der Infinite Compassion e.V. hier Wasserleitungen bauen. 

© HAND IN HAND-Fonds

Meeresschildkröten gehören zu den ältesten noch lebenden Reptilien. Weltweit gibt es sieben Arten – alle sind vom Aussterben bedroht.

Man findet Meeresschildkröten in Küstennähe und auf hoher See, vor allem in tropischen und subtropischen Breiten. Nur zur Eiablage gehen die Weibchen an Land; vielerorts fallen sie hier aber Wilderern zum Opfer oder ihre Nester werden ausgeraubt.

Der Hand in Hand-Fonds hat die Stiftung Turtle Foundation bei einem Projekt auf der Kapverden-Insel Boavista unterstützt, wo die weltweit drittgrößte Nistpopulation der Unechten Karettschildkröte vorkommt. Doch massive Wilderei bedrohte die Bestände. Seitdem Artenschützer während der Nistsaison ständig die Strände bewachen, ist die Anzahl gewilderter Tiere um 95 Prozent gesunken. Der Hand in Hand-Fonds hat den Kauf von GPS-Geräten und weiteren wichtigen Ausrüstungsgegenständen ermöglicht.

Mit Aufklärung in den Schulen und Tourismuseinrichtungen sowie  Strandsäuberungsaktionen führt die Turtle Foundation ihre Arbeit fort. Schrittweise will sie die Verantwortung für den Artenschutz in die Hände der Bevölkerung legen.

© HAND IN HAND-Fonds

Ein Baumschulprojekt in Bolivien motiviert zum Mitmachen und Lernen. Der erste Schritt von der Hilfe zur Selbsthilfe ist damit schon geschafft.

In vier Dörfern nahe Rurrenabaque, einer Stadt im Tiefland Boliviens, hat der Wir und Jetzt e.V. ein Baumschul-Projekt ins Leben gerufen. Sechs Baumschulen sind entstanden, die nun Pflanzmaterial für das Wiederaufforsten liefern.
Projektmitarbeiter sammelten die ersten Baumsamen für die Gehölz-Aufzucht zusammen mit Kindern. Mittlerweile wird die Baumschule von der Dorfgemeinschaft mitbetreut, die ausgewählte Junggehölze auf gerodeten Flächen in Dorfnähe pflanzt.

Schnell entwickelte sich daraus ein Umweltbildungsprojekt: Ein Lehrer erklärte den Kindern die heimischen Baumarten und weckte Verständnis für ökologische Zusammenhänge. Andere Lehrer und Eltern zogen mit: Man organisierte einen Gieß-Dienst in der trockenen Jahreszeit, sicherte die Baumschule gegen Hühner und stellte in der Schule den ersten Mülleimer des Dorfes auf.

© HAND IN HAND-Fonds

Helfen Sie, damit die Welt lebenswerter wird!

Mit jedem Euro kommen wir der Vision von einer lebenswerten Welt näher. Helfen Sie dem Hand in Hand-Fonds mit Ihrer Spende!

Deutsche Umwelthilfe e.V., Verwendungszweck: Hand in Hand-Fonds
GLS Bank Bochum, IBAN: DE44 4306 0967 8040 4311 00

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© AGA - Birgit Braun

Wer kann Zuschüsse erhalten?

Gemeinnützige Initiativen und Vereine mit Sitz in Deutschland oder im Land des Projektstandortes können sich um einen Zuschuss bewerben.

Weitere Informationen, Hilfestellung und Antragsformulare erhalten Sie von den nebenstehenden Ansprechpartnerinnen. Wir sprechen gern mit Ihnen und freuen uns auf einen ersten Kontakt per E-Mail oder Telefon. Deshalb finden Sie hier kein Antragsformular zum Herunterladen.
Im Frühjahr und im Herbst finden jeweils Beratungen über die Zuschussvergaben statt. 

Wie die Zusammenarbeit zustande kam

Der Fonds ist das Ergebnis einer langjährigen, vertrauensvollen Partnerschaft zwischen dem Unternehmen Rapunzel Naturkost GmbH und der Deutschen Umwelthilfe e.V.. Gemeinsam haben wir ein beispielhaftes Förderkonzept mit nachhaltiger Wirkung entwickelt und in die Tat umgesetzt: Ein Prozent des Einkaufswerts der Rohstoffe von dem firmeneigenen Hand in Hand-Programm von Rapunzel fließt jährlich in den Fonds.

Kontakt

Copyright: Andreas Kochloeffel/DUH

Jutta Kochendörfer
Referentin HAND-IN-HAND-Fonds
E-Mail: kochendoerfer@duh.de

Copyright: Andreas Kochloeffel

Erika Blank
Referentin HAND-IN-HAND-Fonds
E-Mail: Blank@duh.de

Kooperationspartner:

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