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Die Preisträger 2011

LEBENSWERK

Prof. Dr. Udo E. Simonis

Umweltwissenschaftler

Mit Prof. Dr. Dr. h.c. Simonis ehren wir einen der angesehensten Umweltwissenschaftler Deutschlands für sein Lebenswerk. Der Diplom-Volkswirt und ehemalige Professor für Ökonomie an der Technischen Universität Berlin hatte von 1988 bis zu seiner Emeritierung 2003 die Forschungsprofessur für Umweltpolitik am Wissenschaftszentrum Berlin inne. Darüber hinaus war und ist er in einer Vielzahl wissenschaftlicher Gremien aktiv.

Er hat zahlreiche Bücher und unzählige Artikel zur Umweltpolitik geschrieben und Dutzende Studenten der Umweltwissenschaften zum Doktorat geführt. Besonderen Wert legte er stets auf die gesellschaftliche Vermittlung umweltwissenschaftlicher Erkenntnisse. Professor Simonis ist Redakteur und Mit-Herausgeber des „Jahrbuch Ökologie“. Dieses wichtigste Periodikum für die Analyse und Umgestaltung des Konsumverhaltens und der Produktionsweisen erscheint in diesem Jahr zum
21. Mal. Er schreibt regelmäßig für überregionale Zeitungen und Magazine und hat das „Öko-Lexikon“ herausgegeben.

Laudator: Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Joachim Schellnhuber, CBE, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung

PRINTMEDIEN

Dorothea Schuster

© Fred Schöllhorn

Redakteurin in der Bayernredaktion der Augsburger Allgemeinen, Schwerpunkt Naturschutz und nachhaltige Forstwirtschaft

Seit 1981 schreibt Dorothea Schuster in der Bayernredaktion der Augsburger Allgemeinen, einer der großen deutschen Regionalzeitungen. Ihr besonderes Interesse lag dabei von Anfang an bei Naturschutz und nachhaltiger Forstwirtschaft. Sie schreibt seit Jahrzehnten ausgezeichnet recherchierte und fundierte Berichte, Reportagen, Interviews und Kommentare zu den verschiedensten Aspekten von Natur- und Artenschutz und stellt den Rückgang der biologischen Vielfalt in einen Zusammenhang mit der Veränderung der Lebensräume.

Gerade auch dort, wo Konflikte zwischen Naturschutz und Landnutzung bestehen, gelingt es Frau Schuster dabei in hervorragender Weise, bei einem breiten Publikum sachlich und kompetent Verständnis für die Lebensraumansprüche der heimischen Tier- und Pflanzenwelt zu wecken und für den Erhalt der biologischen Vielfalt zu motivieren.

Laudator: Josef Göppel, MdB, Obmann der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.

HÖRFUNK

Sönke Gäthke

Wissenschaftsjournalist, Hörfunkbeiträge im Deutschlandfunk „Forschung aktuell“ und im WDR 5 „Leonardo“

Der Wissenschaftsjournalist Sönke Gäthke erhält den UmweltMedienpreis in der Kategorie Hörfunk. Seine Beiträge und Features sind unter anderem im Deutschlandfunk, Sendereihe „Forschung Aktuell“ und in WDR 5 Sendereihe „Leonardo“ zu hören. Sönke Gäthke versteht es bestens, komplexe wissenschaftliche Zusammenhänge fundiert, verständlich und zugleich ungewöhnlich spannend und unterhaltsam darzustellen.

Ob es sich um die Entwicklung der deutschen Stromleitungsnetze handelt, die Zukunft der Kernkraft nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima oder die Chancen der Elektromobilität, stets gelingt es ihm, Informationen in einen größeren Zusammenhang einzuordnen, ihnen einen Sinnzusammenhang zu geben und dadurch einem breiten Publikum verständlich zu machen.

Laudatorin: Bärbel Höhn, MdB, stellv. Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag

FILM

Valentin Thurn

Autor und Regisseur des Dokumentarfilms „Taste The Waste – Die globale Lebensmittelverschwendung“

Der Filmemacher und Buchautor Valentin Thurn greift ein Thema auf, das jeden Zuschauer emotional berührt: Essen wegzuwerfen, findet niemand gut. Der Dokumentarfilm „Taste The Waste – warum schmeißen wir unsere Lebensmittel auf den Müll“ zeigt erstmals, dass es dabei weniger um unseren eigenen Hausmüll geht, als vielmehr um unser Konsumverhalten. Wir wollen alles, immer reichlich, makellos und frisch. Der Film klagt an, zeigt aber auch Alternativen, wie man sich mit Ideenreichtum für einen bewussteren Umgang mit Lebensmitteln engagieren kann. Dabei verzichtet Regisseur Valentin Thurn auf den erhobenen Zeigefinger und lässt Bilder und Interviewpartner für sich sprechen – unaufgeregt und deshalb umso ergreifender.

Der Film hat seit seinem Kinostart eine intensive bundesweite Debatte über den Umgang mit unserer Nahrung ausgelöst – mehr kann eine Dokumentation kaum erreichen.

Laudatorin: Bärbel Dieckmann,  Präsidentin Deutsche Welthungerhilfe e.V.

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