Weniger Stand-by-Verbrauch

Für neue Haushalts- und Bürogeräte gilt seit Januar 2010 eine neue EU-Verordnung: Sie müssen im Bereitschafts (Stand-by)- und Auszustand deutlich weniger Strom verbrauchen als alte Modelle

Seit Januar 2010 dürfen neu in den Verkehr gebrachte Haushalts- und Bürogeräte im Stand-by und im Aus-Zustand deutlich weniger Strom verbrauchen, als sie es bisher getan haben. Die meisten in Europa verkauften elektrischen und elektronischen Haushalts- und Bürogeräte benötigen auch dann noch Strom, wenn sie scheinbar aus sind. Laut der EU-Kommission lag dieser Stand-by-Verbrauch allein im Jahr 2005 bei 47 TWh, was beinahe dem Stromverbrauch Portugals entspricht (46 TWh in 2004). Ziel der Verordnung ist es, die CO2-Emissionen durch unnötige Energieverluste zu reduzieren und technische Lösungen zur Senkung des Stromverbrauchs von Geräten im Bereitschafts- und Aus-Zustand am Markt zu befördern. So sollen bis 2020 rund 35 TWh jährlich eingespart werden.

Steckerleiste mit Schalter © Pixelio

Die neue Verordnung erfasst Haushaltsgeräte, Spielzeuge und Geräte der Unterhaltungselektronik ebenso wie Computer und Notebooks für den privaten Einsatz. Nicht erfasst sind Computer und Notebooks für den geschäftlichen Einsatz.

Anforderungen für den Stromverbrauch von neuen Geräten
Stromverbrauch im Aus-Zustand: Die Leistungsaufnahme des Geräts darf 1,00 W nicht überschreiten
Stromverbrauch im Bereitschaftszustand: Reaktivierungsfunktion mit Anzeige darf 1,00 W nicht überschreiten
Erweiterter Reaktivierungszustand darf 2,00 W nicht überschreiten

Stromspartipps für Umwelt und Geldbeutel

  • Geräte, die nicht gebraucht werden, vollständig vom Netz trennen. Hierfür entweder den Stecker ziehen oder eine abschaltbare Steckerleiste verwenden.
  • Gerät nur dann einschalten, wenn es auch gebraucht wird.
  • Netzteile von Handys und anderen Geräten nach dem Aufladen aus der Steckdose ziehen, denn diese Umwandler fressen Strom, auch wenn kein Mobiltelefon dranhängt.
  • Mit einem Energiekosten-Messgerät finden Sie die „stillen Stromfresser“ – suchen Sie gezielt nach energiehungrigen Geräten und schalten sie diese soweit wie möglich ab.
  • Fragen Sie bei der Anschaffung neuer Geräte gezielt nach stromsparenden Modellen, die sowohl im Betrieb als auch im Stand-by-Zustand sparsam sind.

Kontakt

Copyright: DUH/ Andreas Kochloeffel

Agnes Sauter
Leiterin Verbraucherschutz
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