Eine (alte) neue Heimat für Fischotter

Ein dickes Fell schützt - aber nicht vor Autos

Fischotter galten in weiten Teilen Deutschlands als ausgestorben – nun gibt es Chancen, dass sie wieder heimisch werden. Aber um überleben zu können brauchen sie unsere Hilfe.

Fischotter gehören zu den Mardern und bewohnen flache fischreiche Flüsse und Bäche. Dort finden sie auch ihre bevorzugte Nahrung, nämlich Fische, Krebse, Kleinsäuger, Wasservögel und Insekten. Da auch Fischotter auf eine ausgewogene Ernährung achten, sind gelegentlich auch Hagebutten, Beeren und Nüsse dabei. Er wird etwa einen Meter groß, wiegt dabei zwischen 7 und 15 Kilogramm und wird bis zu 20 Jahre alt. Die Tiere sind bekannt als verspielte Schwimmer und talentierte Taucher. Ein dichtes Haarkleid mit 50.000 Haaren pro Quadratzentimeter schützt sie vor Nässe und Kälte – 500 mal mehr als der Mensch auf dem Kopf hat.

Bild: Linda Dahrmann / pixelio.de

Schon immer war der Mensch die größte Gefahr für den Fischotter: Bis 1968 wurde er stark bejagt und sein Lebensraum durch Landwirtschaft und Industrie zerstört. Nur rund 700 Tiere überlebten in Restpopulationen. Heute steht er unter Artenschutz und engagierten Umweltschützern ist es zu verdanken, dass die Wasserqualität in vielen deutschen Gewässern sich verbesserte und Naturschätze entlang von Flüssen unter Schutz gestellt werden konnten. Langsam erholen sich – von Ostdeutschland her – auch die Fischotter und gehen auf Wanderschaft, um neue Lebensräume zu erobern. Es ist keine Seltenheit, dass sie in einer Nacht 20 Kilometer zurücklegen. Dafür sterben viele Fischotter inzwischen im Straßenverkehr.

Mehr Informationen zum Fischotterschutz

© Bernard Landgraf / wikimedia

Kontakt

Copyright: Steffen Holzmann

Ulrich Stöcker
Leiter Naturschutz
E-Mail: stoecker@duh.de

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