Holzöfen: Ein Problem für Gesundheit und Klima

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Das Heizen mit Holz erfreut sich wachsender Beliebtheit. Die Nutzung von Holzfeuer verspricht einen günstigen Brennstoff, CO2-neutrale Wärme und Gemütlichkeit.

Quelle: DUH, basierend auf Daten von IIASA (Gains-Modell 2014). Anklicken zum Vergrößern

Doch das Heizen mit dem nachwachsenden Rohstoff hat auch seine Schattenseiten: Allein in Deutschland verursachen Holzfeuerungsanlagen rund 28.000 Tonnen gesundheitsgefährdenden Feinstaub pro Jahr – mehr als aus den Auspuffen von Pkw, Lkw und Motorrädern stammt. Bereits jetzt sind private Feuerungsanlagen für rund 56% der Rußemissionen in Europa verantwortlich. Experten erwarten einen Anstieg auf knapp 70% im Jahr 2030. Ruß gilt mittlerweile nach CO2 als der zweitgrößte Klimatreiber – Holzöfen und -kessel sind somit keineswegs klimaneutrale Heizquellen.

Besonders relevant: Private Kaminöfen

Vor allem Kaminöfen, sogenannte Einzelraumfeuerungsanlagen, erfreuen sich steigender Beliebtheit und tragen überproportional zur Luftverschmutzung bei. Vier Fünftel des Feinstaubs stammen aus Einzelraumfeuerungsanlagen. Es wird zudem davon ausgegangen, dass die Verbrennung von Scheitholz für rund 87 Prozent der Partikel-Emissionen verantwortlich ist. Die Anlagen haben eine sehr lange Nutzungsdauer und vor allem alte Öfen und Kamine verursachen deutlich mehr Schadstoffe als moderne Holzheizungen.

Eine große Rolle spielen auch die Art der Befeuerung, der Wartungszustand und die Wahl des verwendeten Holzes. Kaminofenbesitzer haben also einen hohen Einfluss auf die Staub- und Rußemissionen ihrer Anlagen.

Mehr zum Thema "Heizen mit Holz" erfahren Sie hier im Interview.

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Gefördert durch:

Das Projekt Clean Heat wird im Rahmen des LIFE-Programms von der EU-Kommission gefördert. Clean Heat ist im Spätsommer 2015 gestartet und läuft bis Anfang 2019.