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Nicht nachlassen: Wir brauchen mehr Erneuerbare!

Dienstag, 11.12.2018

Wenn wir die deutschen Klimaziele erreichen wollen, müssen wir beim Ausbau der erneuerbaren Energien deutlich an Tempo zulegen. Wir fordern die Bundesregierung auf, endlich die Weichen dafür zu stellen.

© rcfotostock / Fotolia

- - Die 24. UN-Klimakonferenz (COP24) findet in diesem Jahr vom 2. bis 14. Dezember im polnischen Kattowitz (Katowice) statt. Deutschland rühmt sich als Vorreiter in Sachen Klima. Unsere Artikel-Sonderreihe zur COP24 zeigt: auch Deutschland hat in Sachen Klimaschutz einiges aufzuholen.- -

Wir haben nachgerechnet: Die deutschen Klimaziele für 2020 und 2030 sind nur zu erreichen, wenn erneuerbare Energien (EE) doppelt so schnell ausgebaut werden, wie derzeit im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vorgesehen.

Insgesamt rund 150 Millionen Tonnen CO2 müssen allein bis 2020 eingespart werden. Das ist in der knappen Zeit nur zu erreichen, wenn z. B. die Kohleverstromung mindestens halbiert wird. Um diesen Strom klimafreundlich zu ersetzen, brauchen wir mehr EE-Anlagen.

Mit Blick auf das EEG heißt das: Die ausgeschriebene Menge an Windkraft an Land müsste von jetzt 2900 auf 5800 Megawatt netto pro Jahr verdoppelt werden. Das entspricht etwa 2000 neuen Anlagen pro Jahr. Auch der Offshore-Zubau müsste von jetzt etwa 900 Megawatt auf 1800 Megawatt pro Jahr verdoppelt werden. Bei Solarenergie müssten ab 2018 etwa 5000 Megawatt pro Jahr installiert werden. Derzeit werden nicht einmal die laut EEG vorgesehenen 2500 Megawatt Solarenergie gebaut. Das Klimaziel 2020 ist nicht mehr zu erreichen. In der Dekade 2020-2030 müssen entsprechend mehr Anlagen zugebaut werden, um das 2030-Ziel von 563 Mio. Tonnen CO2 zu erreichen statt 906 Mio. t CO2 in 2017.

Dynamischer Ausbau gefordert

Ohne einen deutlichen Schub beim EE-Ausbau werden Kohleausstieg – und auch der endgültige Atomausstieg – nicht zu machen sein. Wir fordern daher die neue Bundesregierung auf, die Weichen für einen dynamischen EE-Ausbau zu stellen:

Die EEG-Ausbauziele müssen unverzüglich angehoben und der jährliche Zubau sichergestellt werden. Bei fehlendem Zubau müssen die Förderbestimmungen nachjustiert werden. Ein Rückbau alter Anlagen muss beim Ausbaukorridor berücksichtigt werden. Der notwendige Zubau gerade von Windkraftprojekten wird auch nur gelingen, wenn die Menschen vor Ort bei der Planung früher einbezogen werden und Gemeinden einen sicheren Nutzen für ihr Engagement erhalten.

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