B

Inhalt

A  B  C  D  E  F  G  H  I  J  K  L  M  N  O  P  Q  R  S  T  U  V  W  X  Y  Z

Barbenregion

Ausgeprägte Mäander kennzeichnen in einem naturnahen Fluss oftmals die Barbenregion. In der Gestaltung des Flussbettes werden die Gegensätze zwischen den steilen Erosionsufern (Prallhang) und den flachen Sedimentationsufern (Gleithang) deutlich erkennbar. Die Strömung reicht in der Flussmitte noch aus, um das Geschiebe in Bewegung zu halten; die Gewässersohle besteht daher aus kiesigem bis sandigem Substrat. Am Rand und in den Stillwasserzonen werden Schlammpartikel abgelagert. Das Wasser ist immer, wenn auch schwankend, gut mit Sauerstoff versorgt, die Temperaturen können allerdings im Sommer für längere Zeit 15° C überschreiten.

Belebungsstein

Ein in das Flussbett gesetzter Stein, der infolge seiner Größe die Durchwirbelung des Wassers und damit die Strukturvielfalt erhöht.

Benetzter Umfang

Gesamtlänge des vom Wasser benetzten Bereiches im Flussquerschnitt.

Bermen

Eine Berme ist ein horizontales Stück oder ein Absatz in einer Böschung eines Dammes oder in einem Hang. Sie unterteilt die Böschung in zwei oder mehrere Abschnitte. Eine Berme soll den Erddruck auf den Fuß der Böschung vermindern. Eine Böschung mit steilem Hang und Bermen ist standsicherer als eine durchgehende Böschung ohne Bermen.

Bioakkumulative Substanzen

Stoffe mit toxischer Wirkung, die vom Körper nicht abgebaut werden können und sich so mit der Zeit im Organismus anreichern.

Blähschlamm

Blähschlamm ist eine unerwünschte Erscheinung, die, v.a. bei der Klärung von einseitig belasteten Abwässern auftreten kann. Der Blähschlamm setzt sich aus ein- und mehrzelligen Kleinlebewesen wie Bakterien und Pilzen im Belebungsbecken einer Kläranlage zusammen. Zwar bauen die Organismen des Blähschlamms organische Substanzen ab,?doch durch fadenförmige Bakterien verschlechtern sich die Absetzeigenschaften des Blähschlamms. Dies führt zu einer reduzierten Klärleistung und zu einer möglichen Verunreinigung schon geklärten Wassers. Man tritt der Blähschlammbildung durch den Einsatz von Grünsalz und durch bessere Belüftung entgegen.

Bodenversiegelung

Von Boden-/Flächenversiegelung wird gesprochen, wenn in den Boden kein Niederschlag mehr eindringen kann. Dies führt zum Erliegen vieler Prozesse, die dort normalerweise ablaufen. Besonders der Wasserhaushalt wird hierdurch stark in Mitleidenschaft gezogen, da der Boden nicht mehr als Puffer dienen kann. Durch den gesteigerten Oberflächlichenabfluss und die geringeren Zuflüsse zum Grundwasserreservoir kommt es zu Trinkwassermangel, vermehrten Dürreschäden und stärkerem Hochwasser.

Brackwasser-/ Kaulbarsch-Flunderregion

Die Kaulbarsch-Flunderregion bildet die Mündungsbereiche der Flüsse ins Meer, in der sich Meer- und Süßwasser durch den Gezeiteneinfluss vermischen. In dieser Region sind Fischarten anzutreffen, wie z.B. der Kaulbarsch (Gymnocephalus cernua), die Brackwasser (leicht salzhaltiges Wasser) aber noch kein Meerwasser tolerieren können und Arten wie die Flunder (Platichthys flesus), die nur zur Nahrungssuche diesen Bereich aufsuchen und sonst im Meer leben.

BSB5

BSB5 (biologischer Sauerstoffbedarf) Es wird gemessen, wie viel Sauerstoff die im Abwasser vorhandenen Bakterien innerhalb von 5 Tagen verbrauchen. Ist der Wert hoch, verbrauchen die Bakterien viel Sauerstoff und das Abwasser ist noch nicht gut genug geklärt worden. Der obere Grenzwert liegt in Deutschland bei 40mg/l.

Bundesbodenschutzgesetz (BBodSchG)

Das Bundesbodenschutzgesetz (BBodSchG)aus dem Jahre 1999 stellt eine einheitliche Grundlage für den Schutz von Böden zu ihrem Erhalt als natürliche Lebensgrundlagen dar. Der Anwendungsbereich dieses Gesetzes bzw. der zugehörigen Verordnung (BbodSchV) betrifft Altlastflächen, mögliche Altlastflächen und Sanierungsmaßnahmen, sowie Gefahrenabwehr durch Dekontaminations- und Sicherungsmaßnahmen, Vorsorgemaßnahmen und Prüf- und Messmaßnahmen.

Bundesnaturschutzgesetz

Das Bundesnaturschutzgesetz besagt, dass "die Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts, die Nutzungsfähigkeit der Naturgüter, die Pflanzen- und Tierwelt sowie die Vielfalt, Eigenart und Schönheit von Natur und Landschaft als Lebensgrundlagen des Menschen und als Voraussetzung für seine Erholung in Natur und Landschaft nachhaltig (...) (zu sichern) sind" (§ 1 (1) Bundesnaturschutzgesetz). Die Zuständigkeit für Naturschutzfragen liegt bei den Bundesländern. Es besteht eine Rahmengesetzgebungskompetenz des Bundes für den Bereich Naturschutz.

Bypass

Der Begriff Bypass steht für Umgehung, Überbrückung. Er wird meistens gelegt, um einen ständigen Fluss strömender Medien wie zum Beispiel die eines Flussgewässers zu garantieren. Gerade an engen Stellen oder Barrieren, die die Strömung stören, ist ein Bypass sehr hilfreich. Er ermöglicht somit ein ständiges Fließen.

Teilen auf: