Schutzgebiete müssen Schutz bieten!
Helfen Sie den Meeren:

Meeresschutz darf kein leeres Versprechen bleiben!

Endlich ein Erfolg für den Meeresnaturschutz! Mit enormer Anstrengung konnten wir im Juni gemeinsam mit befreundeten Verbänden einen fatalen Plan der Bundesregierung verhindern. Neue Meeresschutzgebiete in Nord- und Ostsee wären dann nur noch abhängig von Wirtschaftsinteressen ausgewiesen worden. Der Plan ist vom Tisch, aber was nützt das, wenn selbst in unseren Meeresschutzgebieten Industrie-Fischerei möglich ist, wenn selbst dort Schweinswale, Lummen und Eisenten als Beifang erbärmlich verenden? Wenn immer mehr Plastikmüll im Meer landet, an dem Wale und Eissturmvögel bei vollem Magen verhungern?

Verantwortlich für all das ist auch die Bundesregierung, denn sie tut gar nichts, um – wenigstens in den Schutzgebieten – die Zerstörung der Meeresnatur aufzuhalten. Sie ignoriert damit seit Jahren zwingend umzusetzendes EU-Recht. Uns und unseren Partnern blieb nichts anderes übrig als die Bundesrepublik zu verklagen, um sie gerichtlich zu zwingen, wirksame Maßnahmen zu ergreifen (Mehr Informationen dazu finden Sie in unserem Hintergrundpapier zur Verbändeklage). Auch am Thema Plastikmüll sind wir dran. Wir bekämpfen Wegwerfverpackungen aus Plastik und setzen uns für Mehrwegverpackungen und Pfand auf Einwegverpackungen ein. Wir sind der einzige Umweltverband, der das Übel seit vielen Jahren konsequent an der Wurzel packt.

Als gemeinnütziger Verein sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen, um die Meeresbewohner vor den fatalen Folgen von Überfischung und Plastikmüll zu retten. Bitte helfen Sie uns jetzt mit einer Spende oder einer Wal-Patenschaft!

Mehr Informationen zu unseren Aktionen finden Sie in unserem Faltblatt zum Thema Meeresschutz. Was Sie selber tun können, um die Meeresbewohner zu schützen, erfahren Sie in unserem Alltags-Ratgeber für Meeres-Retter.

Schweinswale verenden häufig elend als sogenannter Beifang.© Colette/ Fotolia
Unsere Ozeane versinken in Plastik.© Nordreisender/Fotolia
Kein Ort der Welt wird so zugemüllt wie unsere Meere.© pixabay
Meeressäuger und Seevögel verenden qualvoll in Fischernetzen.© Wikimedia Commons
Meeressäuger verfangen sich in Fischernetzen und sterben als Beifang.© Marco Hoffmann/Fotolia
Selbst in Meeresschutzgebieten darf noch immer gefischt werden.© sg2210/ Fotolia
Ganze Müllteppiche von der Größe Mitteleuropas treiben an der Oberfläche unserer Meere.© Maleen/Marine Photobank
Robben verheddern sich in Fischernetzen und sterben qualvoll.© Kanna Jones/Marine Photobank
Seevögel müssen sogar schon auf Müllbergen brüten.© Steven Siegel/Marine Photobank
Beifang ist in Nord- und Ostsee die häufigste nicht natürliche Todesursache für Schweinswale.© Wikimedia Commons
Übermäßige Fischerei kostet auch viele Meeressäuger und Seevögel das Leben.© Fernbach Antal/Fotolia
Der kleine Tümmler leider stark unter der Überfischung und dem Plastikmüll im Meer.© Colette/Fotolia
Schlepp- und Stellnetze müssen in den Meeresschutzgebieten verboten werden.© Thomas Leiss/Fotolia
2050 werden voraussichtlich mehr Plastikteile als Fische in unseren Meeren schwimmen.© kiono/Fotolia

Mehr Meer!

1Weniger Beifang!

Übermäßige Fischerei dezimiert nicht nur die Fischbestände und verändert dadurch das Ökosystem, sie kostet auch viele Meeressäuger und Seevögel das Leben. Die Tiere verfangen sich in den Netzen und verenden als sogenannter „Beifang“. Vor allem die Treibnetze aus Kunststoff sind wahre Todesfallen für Schweinswale, junge Kegelrobben und Eisenten. Beifang ist in Nord- & Ostsee die häufigste nicht natürliche Todesursache für Schweinswale & Seevögel. In der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) – dem Seegebiet zwischen 12 und 200 Seemeilen zur Küste – sind zwar 30 Prozent als Meeresschutzgebiete vorgesehen, doch selbst dort gibt es keinen Schutz. Es darf immer noch mit Schleppnetzen und Stellnetzen gefischt werden. Das darf so nicht weitergehen!

2Weniger Plastiktod!

Vor kurzem haben Meeresbiologen vor Norwegen erneut einen erschreckenden Fund gemacht: 30 Plastiktüten befanden sich im Magen eines Cuvier-Schnabelwals – ganze vier Kilogramm Plastik, die sich im Inneren des Tiers verknotet und so zu seinem Tod geführt haben. Das ist leider kein Einzelfall. 94 Prozent der tot aufgefundenen Eissturmvögel an der Nordsee haben Kunststoffe in ihrem Magen. Unzählige Tiere verheddern sich in Plastikmüll, verwechseln Plastikteile mit Nahrung und verhungern mit dem Magen voller unverdaulicher Plastikteile oder ersticken elend. Ein riesiges Drama, das zeigt: Unsere Ozeane versinken in Plastik! 2050 werden voraussichtlich mehr Plastikteile als Fische in unseren Meeren schwimmen. So weit darf es nicht kommen!

Wir verklagen gemeinsam mit befreundeten Verbänden die Bundesrepublik Deutschland. Bereits seit 2013 hat Deutschland die EU-Frist für die Einführung von konkreten Meeresschutz-Maßnahmen verpasst. Jetzt wollen wir die Bundesregierung zwingen, endlich ihrer gesetzlichen Verpflichtung nachzukommen. Mindestens 50 Prozent der deutschen Meeresschutzgebiete in Nord- und Ostsee müssen von Fischerei, Sand- und Kiesabbau sowie Öl- und Gasförderung freigestellt werden. Wir müssen erreichen, dass Fischereimethoden, die eine Gefahr für Schweinswale, Kegelrobben und Seevögel darstellen, durch selektivere, umweltschonendere Verfahren ersetzt werden. Schlepp- und Stellnetze müssen aus den Schutzgebieten verbannt werden! Das Verwaltungsgericht Köln hat die Klage kürzlich dem Europäischen Gerichtshof zur Entscheidung vorgelegt. Mehr Informationen zur Klage finden Sie in unserem Hintergrundpapier zur Verbändeklage.

Gemeinsam mit Umweltaktivist und Schauspieler Hannes Jaenicke haben wir eine große Protestaktion ins Leben gerufen. Wir fordern Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, endlich etwas gegen die Vermüllung der Meere zu tun. Bereits über 100.000 Menschen haben sich an der Aktion beteiligt. Unterschreiben auch Sie!

Jährlich sterben weltweit 1 Million Vögel und 100.000 Meeressäuger aufgrund von Plastikmüll.

Wir kämpfen gegen die Plastikflut - mit deutschlandweiter Aufklärungsarbeit und großen Kampagnen rund um Verpackungsmüll:

  • „Kommt nicht in die Tüte!“ gegen Plastiktüten. Unser Ziel: Wir wollen eine verbindliche Abgabe auf alle Plastiktüten, damit die Leute weniger von ihnen nutzen und die Umwelt sauberer wird.
  • „Weniger ist mehr – Schluss mit dem Müll“ gegen die Verpackungsflut in Supermärkten und Drogerien. Unser Ziel: Eine Ressourcensteuer – wenn Plastikverpackungen teurer werden, dann werden weniger hergestellt und es landen weniger im Meer.
  • „Mehrweg ist Klimaschutz“ für Mehrweg-Verpackungen. Unser Ziel: Eine verpflichtende Quote für Mehrwegflaschen statt immer mehr Plastikflaschenmüll.
  • „Sei ein Becherheld!“ für Mehrweg-Coffee to go-Becher. Unser Ziel: Mehrwegbecher mit Pfand statt hunderter Millionen Einwegbecher in der Landschaft.

Weitere Informationen

Wie werde ich über dieses Projekt als Spender informiert?

Die Deutsche Umwelthilfe informiert Sie als Spender regelmäßig über ihre Projekte, sofern gewünscht: im Magazin DUHwelt (per Post, vierteljährlich), im Newsletter (per E-Mail, regelmäßig) sowie über Twitter, auf Facebook und auf dieser Internetseite. Bei weiteren Fragen steht Ihnen unser Team aus dem Spenderservice gerne zur Verfügung.

Informationen zu Steuer und Spendenquittung

Die Deutsche Umwelthilfe e.V. ist als gemeinnütziger Verein anerkannt. Ihre Spende an uns ist von der Steuer absetzbar. Bis zu einem Spendenbetrag von 200 Euro gilt der Einzahlungsbeleg und Kontoauszug als Nachweis.

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Spendenkonto: Bank für Sozialwirtschaft Köln
IBAN: DE45 3702 0500 0008 1900 02
BIC: BFSWDE33XXX

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Für Ihre Spende ab 60 Euro oder Ihre Patenschaft senden wir Ihnen gerne eine Urkunde zu. Mindestbetrag für eine Patenschaft sind 5 Euro pro Monat bzw. 60 Euro pro Jahr. Geben Sie dazu einfach den gewünschten Namen im Urkunden-Feld an.

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