Schluss mit Rückwürfen!
Helfen Sie den Meeren:

Fischereiflotten töten tonnenweise Jungfische. Schluss damit!

Es ist erschreckend, dass so etwas auch bei uns in der Nord- und Ostsee passiert, aber es ist die nüchterne Wahrheit: Seit Jahren vernichten riesige internationale Fischfangflotten sinnlos tonnenweise Meerestiere und Jungfische von gefährdeten Arten – und werfen diese einfach wieder zurück ins Meer!

Die Trawler fischen mit riesigen Schleppnetzen bis auf den Grund der Meere und fangen dabei wahllos alles, was ihnen entgegenschwimmt. Dabei landen unzählige Meerestiere und zu kleine, junge Fische, die nicht als Speisefisch verkauft werden können, ungewollt im Netz. Damit diese nicht auf die Fangquoten angerechnet werden, werfen die Trawler sie einfach halbtot zurück ins Meer. Diese Rückwürfe sind illegal und müssen sofort beendet werden! Sie rotten die Fischbestände von morgen aus und gefährden die regionalen Küstenfischer. Wir kämpfen für eine Fischerei, die europaweit auf verantwortungsvolle Fangpraktiken setzt und die Meeresbewohner vor dem sinnlosen Tod bewahrt. Eine solche Fischerei ist gut für alle – für die Fischbestände, für die regionalen Küstenfischer und letztendlich auch für uns Verbraucher. Stellen Sie sich einmal vor, wie es wäre, wenn wir wieder guten Gewissens Kabeljau, Hering oder Makrele essen könnten. Bitte helfen Sie uns mit einer Spende oder Ihrer Wal-Patenschaft, unsere Fischbestände zu retten! Wir wollen Folgendes durchsetzen:

Zu kleine Fische dürfen erst gar nicht mehr gefangen werden! Es muss sich für die Fischer wieder lohnen, sich an die Regel zu halten. Darum fordern wir die Bundesregierung auf, sich in den EU-Verhandlungen dafür einzusetzen, dass die Umsetzung des Rückwurfverbots effektiv kontrolliert und die Fischerei vollständig dokumentiert wird. Wer einen Fisch fängt und tötet, muss ihn an Land bringen und auf die Fangquote anrechnen lassen, auch wenn er zu klein für den lukrativen Verkauf ist. Nur so schaffen wir Anreize, zu kleine Fische erst gar nicht zu fangen und  naturverträglichen Fangmethoden einzusetzen, die auch die Meeresböden schonen.

Nur so kann der Berufsstand erhalten bleiben. Dieses Jahr im Herbst ist es wieder soweit: Die Fangquoten für das nächste Jahr werden festgelegt. Wir machen uns stark für nachhaltige Quoten, die wissenschaftlichen Empfehlungen folgen sowie für ein gerechteres und transparenteres Quotensystem, das umweltschonende Fischereibetriebe  fördert.

Nur so können echte Rückzugsräume für Dorsch, Scholle und Co geschaffen werden. Das Meeresschutzgebiet besteht bereits, aber leider nur auf dem Papier! Das Bundesamt für Naturschutz hat es bis heute verfehlt, konkrete Managementpläne zur Fischereibeschränkung in Nord- und Ostsee auf den Tisch zu legen. Dabei sind diese vor allem in der Pommerschen Bucht dringend notwendig, denn eine ständige Befischung verträgt dieses sensible Ökosystem nicht. Fischereibeschränkungen kommen auch dem Schweinswal, der Kegelrobbe und der Eisente zugute, deren Lebensgrundlage durch die dauerhafte Überfischung bedroht wird.

Mit Ihrer Unterstützung werden wir auf politischem Wege für diese wichtigen Meeresschutzmaßnahmen kämpfen. Damit Kabeljau, Scholle und Makrele, aber auch die regionale Küstenfischerei noch eine Zukunft haben!

  • Gespräche mit einheimischen Fischern führen, um illegale Fischfangpraktiken aufzudecken und für die Öffentlichkeit sichtbar zu machen, so dass auch die Politik die Augen davor nicht mehr verschließen kann.
  • unsere Landwirtschafts- und Fischereiministerin Julia Klöckner bei den Verhandlungen auf EU-Ebene kritisch begleiten, um vor Ort in Brüssel die EU-Entscheidung zur Kontrolle des Rückwurfverbots zu beeinflussen. Damit Deutschland die vollständige Video-Dokumentation durchsetzen kann.
  • über Presse und soziale Medien  Verbraucherinnen und Verbraucher aufklären – denn der „billigste“ Fisch ist leider nicht der beste. Das müssen möglichst alle Verbraucher verstehen. Jeder einzelne Kauf zählt!
  • Verhandlungen mit der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung führen, damit Fangquoten für Nordsee und Ostsee gerechter vergeben werden.
  • Druck auf die Bundesregierung ausüben, damit sie in der Pommerschen Bucht zerstörerische Grundschleppnetze ein für alle Mal verbietet und ausgewählte Bereiche ganz für die Fischerei sperrt.
Schweinswale verenden häufig elend als sogenannter Beifang.© Colette/ Fotolia
Schlepp- und Stellnetze müssen in den Meeresschutzgebieten verboten werden.© Thomas Leiss/Fotolia
Unsere Ozeane versinken in Plastik.© Nordreisender/Fotolia
Der kleine Tümmler leider stark unter der Überfischung und dem Plastikmüll im Meer.© Colette/Fotolia
Meeressäuger und Seevögel verenden qualvoll in Fischernetzen.© Wikimedia Commons
Kein Ort der Welt wird so zugemüllt wie unsere Meere.© pixabay
Meeressäuger verfangen sich in Fischernetzen und sterben als Beifang.© Marco Hoffmann/Fotolia
Selbst in Meeresschutzgebieten darf noch immer gefischt werden.© sg2210/ Fotolia
Beifang ist in Nord- und Ostsee die häufigste nicht natürliche Todesursache für Schweinswale.© Wikimedia Commons
Übermäßige Fischerei kostet auch viele Meeressäuger und Seevögel das Leben.© Fernbach Antal/Fotolia
Robben verheddern sich in Fischernetzen und sterben qualvoll.© Kanna Jones/Marine Photobank
Ganze Müllteppiche von der Größe Mitteleuropas treiben an der Oberfläche unserer Meere.© Maleen/Marine Photobank
Seevögel müssen sogar schon auf Müllbergen brüten.© Steven Siegel/Marine Photobank
2050 werden voraussichtlich mehr Plastikteile als Fische in unseren Meeren schwimmen.© kiono/Fotolia

Meeresschutz darf kein leeres Versprechen bleiben!

Wir setzen uns seit Jahren für wirksame Meeresschutz-Maßnahmen ein und kämpfen für unsere Meeresbewohner. Im Juni 2017 haben wir einen wichtigen Teilerfolg erzielt: Gemeinsam mit befreundeten Verbänden konnten wir einen fatalen Plan der Bundesregierung verhindern. Neue Meeresschutzgebiete in Nord- und Ostsee wären dann nur noch abhängig von Wirtschaftsinteressen ausgewiesen worden. Der Plan ist vom Tisch, aber was nützt das, wenn selbst in unseren Meeresschutzgebieten Industrie-Fischerei möglich ist, wenn selbst dort Schweinswale, Lummen und Eisenten als Beifang erbärmlich verenden? Wenn immer mehr Plastikmüll im Meer landet, an dem Wale und Eissturmvögel bei vollem Magen verhungern?

Wir kämpfen gegen Beifang!

Übermäßige Fischerei dezimiert nicht nur die Fischbestände und verändert dadurch das Ökosystem, sie kostet auch viele Meeressäuger und Seevögel das Leben. Die Tiere verfangen sich in den Netzen und verenden als sogenannter „Beifang“. Vor allem die Treibnetze aus Kunststoff sind wahre Todesfallen für Schweinswale, junge Kegelrobben und Eisenten.Beifang ist in Nord- & Ostsee die häufigste nicht natürliche Todesursache für Schweinswale & Seevögel. In der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) – dem Seegebiet zwischen 12 und 200 Seemeilen zur Küste – sind zwar 30 Prozent als Meeresschutzgebiete vorgesehen, doch selbst dort gibt es keinen Schutz. Es darf immer noch mit Schleppnetzen und Stellnetzen gefischt werden. Das darf so nicht weitergehen! Wir setzen uns für wirksame Meeresschutzgebiete ein und haben die Bundesregierung verklagt.

Bereits seit 2013 hat Deutschland die EU-Frist für die Einführung von konkreten Meeresschutz-Maßnahmen verpasst. Wir wollen die Bundesregierung zwingen, endlich ihrer gesetzlichen Verpflichtung nachzukommen. Mindestens 50 Prozent der deutschen Meeresschutzgebiete in Nord- und Ostsee müssen von Fischerei, Sand- und Kiesabbau sowie Öl- und Gasförderung freigestellt werden. Wir müssen erreichen, dass Fischereimethoden, die eine Gefahr für Schweinswale, Kegelrobben und Seevögel darstellen, durch selektivere, umweltschonendere Verfahren ersetzt werden. Schlepp- und Stellnetze müssen aus den Schutzgebieten verbannt werden! Mehr Informationen zur Klage finden Sie in unserem  Hintergrundpapier zur Verbändeklage.

Wir kämpfen gegen die Plastikflut!

Auch am Thema Plastikmüll sind wir dran. Wir sind der einzige Umweltverband, der das Übel seit vielen Jahren konsequent an der Wurzel packt. Jährlich sterben weltweit 1 Million Vögel und 100.000 Meeressäuger aufgrund von Plastikmüll. 94 Prozent der tot aufgefundenen Eissturmvögel an der Nordsee haben Kunststoffe in ihrem Magen. Unzählige Tiere verheddern sich in Plastikmüll, verwechseln Plastikteile mit Nahrung und verhungern mit dem Magen voller unverdaulicher Plastikteile oder ersticken elend. Ein riesiges Drama, das zeigt: Unsere Ozeane versinken in Plastik! 2050 werden voraussichtlich mehr Plastikteile als Fische in unseren Meeren schwimmen. So weit darf es nicht kommen! Wir kämpfen gegen die Ursachen des grausamen Plastiktods unzähliger Tiere.

Wir fordern Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, endlich etwas gegen die Vermüllung der Meere zu tun. Bereits über 200.000 Menschen haben sich an der Aktion beteiligt. Unterschreiben auch Sie!

Jährlich sterben weltweit 1 Million Vögel und 100.000 Meeressäuger aufgrund von Plastikmüll.

Wir gehen gegen die Plastikflut an - mit deutschlandweiter Aufklärungsarbeit und großen Kampagnen rund um Verpackungsmüll:

  • „Kommt nicht in die Tüte!“ gegen Plastiktüten. Unser Ziel: Wir wollen eine verbindliche Abgabe auf alle Plastiktüten, damit die Leute weniger von ihnen nutzen und die Umwelt sauberer wird.
  • „Weniger ist mehr – Schluss mit dem Müll“ gegen die Verpackungsflut in Supermärkten und Drogerien. Unser Ziel: Eine Ressourcensteuer – wenn Plastikverpackungen teurer werden, dann werden weniger hergestellt und es landen weniger im Meer.
  • „Mehrweg ist Klimaschutz“ für Mehrweg-Verpackungen. Unser Ziel: Eine verpflichtende Quote für Mehrwegflaschen statt immer mehr Plastikflaschenmüll.
  • „Sei ein Becherheld!“ für Mehrweg-Coffee to go-Becher. Unser Ziel: Mehrwegbecher mit Pfand statt hunderter Millionen Einwegbecher in der Landschaft.

Weitere Informationen

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Die Deutsche Umwelthilfe informiert Sie als Spender regelmäßig über ihre Projekte, sofern gewünscht: im Magazin DUHwelt (per Post, vierteljährlich), im Newsletter (per E-Mail, regelmäßig) sowie über Twitter, auf Facebook und auf dieser Internetseite. Bei weiteren Fragen steht Ihnen unser Team aus dem Spenderservice gerne zur Verfügung.

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Die Deutsche Umwelthilfe e.V. ist als gemeinnütziger Verein anerkannt. Ihre Spende an uns ist von der Steuer absetzbar. Bis zu einem Spendenbetrag von 200 Euro gilt der Einzahlungsbeleg und Kontoauszug als Nachweis.

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Für Ihre Spende ab 60 Euro oder Ihre Patenschaft senden wir Ihnen gerne eine Urkunde zu. Mindestbetrag für eine Patenschaft sind 5 Euro pro Monat bzw. 60 Euro pro Jahr. Geben Sie dazu einfach den gewünschten Namen im Urkunden-Feld an.

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Sekretariat/Spenderservice
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Zahlungen per Lastschrift: Lastschriften, die nach dem 12.12.2018 bei uns eingehen, werden erst im Januar 2019 eingezogen.

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