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Schreiadler-Nachwuchs wächst und gedeiht!

Freitag, 25.08.2017
© tutye/Fotolia

In der Umgebung von Greifswald hat der diesjährige Schreiadlernachwuchs im Juli seine Ringe bekommen, mit denen sich der weitere Lebensweg der einzelnen Tiere verfolgen lässt. Während wochenlanger Beobachtungen hatten zunächst die Horstbetreuer kontrolliert, ob die Reviere im Frühjahr besetzt wurden und eine Chance auf Nachwuchs bestand. Weil Schreiadler oftmals über mehrere so genannte Wechselhorste in ihrem Revier verfügen, ist das mitunter sehr aufwändig.

Zwei Ringe an die Kralle

Für die Beringungsaktion trafen sich Horstbetreuer, Beringer und mehrere interessierte Jungornithologen. In vier der fünf Reviere, die sie an diesem Tag anfuhren, gab es Schreiadler-Nachwuchs – die Experten waren sehr zufrieden!

Beringung eines Jungtieres.© Stefan Schwill

Gleich im ersten Horst saß ein junges Männchen und die jungen Vogelkundler konnten direkt etwas lernen:  Für das Beringen wurde das Jungtier vorsichtig in eine Tasche gepackt und sorgsam abgeseilt. Am Boden erhielt der Vogel zwei verschiedene Ringe: An den einen Fuß den klassischen, silbrigen Ring der Vogelwarte Hiddensee und an den anderen noch einen farbigen Ring, der sich auch aus größerer Entfernung ablesen lässt. Nach dem obligatorischen Wiegen gab es als kleine Entschädigung für den Stress eine gerupfte Haustaube. Und weiteres Futter war auch schon im Anmarsch: Beim Verlassen des Brutwaldes konnte die Beringungsgruppe einen Altvogel beobachten, der mit einer Maus im Schnabel zum Horst flog.

Reichlich Nahrung dieses Jahr

An weiteren Standorten fanden die Ornithologen weibliche Jungvögel vor, die ebenfalls zwei Ringe und eine außerplanmäßige Mahlzeit bekamen. Um für die Tiere den Stress möglichst gering zu halten, fand das Beringen und Wiegen oben am Horst statt. Erfreulicherweise waren alle Jungvögel wohlgenährt: Den Adlern rund um Greifswald stand dieses Jahr bisher also reichlich Nahrung zur Verfügung. Auch das ist eine gute Nachricht!

Inzwischen unternehmen die jungen Vögel erste Erkundungstouren in das elterliche Revier. Dabei werden sie immer noch von den Altvögeln gefüttert, bis sie im September Richtung südliches Afrika abziehen. Erst dann verlässt der Nachwuchs das Elternhaus und die Jungtiere sind auf sich selbst gestellt. Hoffen wir, dass sie ihr erstes ganz großes Abenteuer unversehrt überstehen und dann in etwa vier Jahren selbst für Nachwuchs sorgen!  

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