Klimaziele einhalten – Kohlekraftwerke abschalten

Keine Form der Stromerzeugung belastet unser Klima mehr als die Verbrennung von Kohle. Mit dem Kohleausstiegsgesetz sind im Jahr 2020 die Weichen für den Ausstieg aus der klima- und gesundheitsschädlichen Kohleverbrennung gestellt worden. Leider nicht ambitioniert genug.

Der Ausstieg aus der Kohleverbrennung ist zwingend, um das Pariser 1,5 Grad-Ziel und die nationalen Klimaschutzziele zu erreichen. Das Kohleausstiegsgesetz sieht hierfür einen stufenartigen Ausstieg aus der Kohleverstromung vor. Das letzte Kraftwerk soll Ende 2038 abgeschaltet werden. Mit dem in diesem Gesetz vorgesehenen Abschaltplan lassen sich die vereinbarten Klimaschutzziele indessen nicht mehr erreichen. Denn die dringend notwendige Abschaltung der schmutzigsten Braunkohlekraftwerke wird zum größten Teil auf 2030 bis 2038 vertagt. Bis dahin gelangen viel zu viele klimaschädliche Emissionen in die Atmosphäre.

DUH fordert den vollständigen Kohleausstieg bis 2030

Problematisch ist auch, dass die in den 2020er Jahren geplanten Abschaltungen nicht stetig erfolgen. Tatsächlich erfolgt das Gros der Abschaltungen erst zum 31.12.2029. Dies allein führt bis 2030 zu Mehremissionen von 40 Millionen Tonnen CO2. Um die Mehremissionen auszugleichen, müssen die Abschaltungen in den Folgejahren zu früheren Zeitpunkten als im vorliegenden Abschaltplan genannt erfolgen. Das Kohleausstiegsgesetz muss angepasst werden.

© davis/ Fotolia

Für die Zukunft: Erneuerbare Energien ausbauen

Der Kohlestrom muss so schnell wie möglich durch erneuerbaren Strom ersetzt werden. Bis 2030 muss unser Stromverbrauch zu mindestens 75 Prozent aus Wind- und Solaranlagen gedeckt werden. Dafür müssen die Bundesländer mehr Flächen zur Verfügung stellen. Zudem müssen die Genehmigungsverfahren verbessert werden, um Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden.

Energiewende und Strukturwandel

Der Umbau des Energiesystems führt zu tiefgreifenden Veränderungen. Es entsteht nicht nur eine neue Energieinfrastruktur, auch die Wertschöpfung ganzer Regionen verändert sich. Insgesamt ist die Energiewende ein Jobmotor, der jährlich eine Vielzahl zusätzlicher Arbeitsplätze schafft. Dort wo Energieversorger in den letzten Jahren weiter auf fossile Energieträger gesetzt haben, werden jedoch auch Arbeitsplätze verloren gehen. Hier müssen neue Perspektiven geschaffen werden. Die DUH setzt sich dafür ein, diesen ökonomischen Wandel mithilfe intensiver Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger zu gestalten. Politik, Wirtschaft, Arbeitnehmer und Zivilgesellschaft sind gemeinsam in der Verantwortung, eine ökologisch, wirtschaftlich und sozial tragfähige Zukunft für die Kohleregionen zu entwerfen.

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