Bereits eingesparte Verpackungen:
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Danke, dass ihr mit uns To-Go-Verpackungen gefastet habt!

Damit die Vermüllung durch To-Go-Verpackungen abnimmt, habt ihr von Aschermittwoch bis Gründonnerstag, wo immer es möglich war, unnötige To-Go-Verpackungen gefastet - wie zum Beispiel Einweg-Coffee-to-go-Becher, Einweg-Nudelboxen aus beschichteter Pappe, oder Einweg-Aluschalen und Co.

Die Nutzung unökologischer Wegwerfverpackungen belastet Umwelt und Klima. Auf Seiten der Kommunen verursacht ihre Entsorgung hohe Kosten in Höhe von rund 720 Millionen Euro pro Jahr. Der Verzicht auf Einweg-Takeaway-Verpackungen, die Nutzung von Mehrwegsystemen sowie eigener Becher und Behälter helfen dabei, Abfallberge und den eigenen ökologischen Fußabdruck zu verkleinern. Viele Restaurants und Cafés bieten Mehrwegbecher mit Pfand oder Pfand-Mehrwegboxen an. Andere sind vielleicht nur ein paar Hinweise ihrer Gäste davon entfernt.

Mit Mehrweg können auch umweltbewusste Menschen ihre Lieblingsrestaurants und –cafés in Zeiten unterstützen, in denen der Außer-Haus-Verkauf deren einzige Option ist. Durch die Teilnahme an unserer Fastenaktion habt ihr nicht nur viele, viele Verpackungen eingespart, sondern auch ein Zeichen für die Notwendigkeit von Mehrwegangeboten gesetzt. Vielen Dank dafür!

Weitere Informationen zu Mehrweg to go findet ihr auch auf www.duh.de/becherheld.

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Häufig gestellte Fragen:

Nachdem du die ersten 10 eingesparten To-Go-Verpackungen eingetragen hast, erhältst du einen personalisierten Link. Über diesen kannst du weitere eingesparte Verpackungen eintragen. Bitte hebe diesen Link in deinen E-Mails auf, damit du deine Übersicht jederzeit abrufen kannst.

Wir können diesen persönlichen Link zwar nicht erneut erzeugen, aber du kannst problemlos wie bei deiner ersten Teilnahme teilnehmen und erhältst dann erneut einen persönlichen Link. Die eingesparten Verpackungen aus deinen bisherigen Eingaben siehst du dann zwar nicht mehr – aber in der Gesamtsumme sind diese natürlich trotzdem enthalten.

Häufig wird Pappe als ökologisch unbedenklich dargestellt, da sie aus nachwachsenden Rohstoffen besteht. Dabei wird häufig übersehen, dass die Herstellung von Papier energieaufwendig ist und besonders viel Wasser verbraucht. Zudem wird eine große Menge an Chemikalien eingesetzt, wie beispielsweise Natronlauge, Sulfite oder Sulfate.

Allein für die Herstellung der Papierfasern für einen 0,3 l Coffee-to-go-Becher werden ca. 1,3 Liter Wasser benötigt. Die Herstellung eines Pizzakartons nimmt bis zu fünf Liter Wasser in Anspruch. Viel mehr, als beispielsweise für die Spülung eines Mehrwegbehälters gebraucht wird.

Selbst wenn Recyclingmaterial zum Einsatz kommen sollte, bleibt der Wasserverbrauch hoch. Zudem muss für jeden Recyclingprozess Energie aufgewendet werden. Und das alles für extrem kurzlebige Verpackungen, von denen der größte Teil nach einmaliger Nutzung verbrannt wird.

Das Hauptmaterial für Pizzakartons ist Pappe. Zusätzlich verfügen sie aber häufig über eine Innenbeschichtung aus Kunststoff oder Aluminium, welche ein Durchweichen des Materials verhindert. Für die Nutzung als Verpackung vorteilhaft, erschwert dieses zusätzliche Material jedoch das Recycling und trägt dazu bei, dass Pizzakartons in der Regel nach kurzer einmaliger Nutzung verbrannt werden.

Einweg-Takeaway-Verpackungen und Einwegbecher aus Pappe sind innen häufig mit Kunststoff oder auch mit Aluminium beschichtet. Das führt dazu, dass ein Abbau in der Natur nur langsam erfolgt. Die übrigbleibenden Kunststoffteilchen zerfallen in Mikroplastik und gelangen in den Boden, das Wasser und sogar in die Nahrungskette. Auch Aluminium kann auf diesem Wege in die Umwelt gelangen.

Einwegpappbecher, Pizzakartons und weitere Takeaway-Verpackungen werden zwar aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz produziert, allerdings führt dessen Verarbeitung zu Papier zu erheblichen Umweltauswirkungen. Dabei wird viel Wasser und Energie verbraucht, sowie Chemikalien eingesetzt. Allein für die Herstellung der Papierfasern für einen 0,3 l Coffee-to-go-Becher werden ca. 1,3 Liter Wasser benötigt. Die Herstellung eines Pizzakartons nimmt bis zu fünf Liter Wasser in Anspruch. Viel mehr, als beispielsweise für die Spülung eines Mehrwegbehälters gebraucht wird.

In Aluminiumschalen ist in der Regel eine Kunststoffschicht eingearbeitet, welche das Metall vom Inhalt der Verpackung trennt. Diese Verbundverpackungen werden in der Regel nicht recycelt, sondern der Verbrennung zugeführt. Dies geschieht in der Regel ohnehin, wenn Verpackungen über öffentliche Abfalleimer entsorgt werden. Die dort gesammelten Abfälle werden ohne weitere Sortierung verbrannt.

Bei einer Entsorgung über den Verpackungsmüll kann ein Recycling realisiert werden, wenn es sich um eine reine Aluminiumverpackung handelt. Dieser Prozess ist jedoch sehr energieintensiv. Aufgrund von Verlusten muss dem Materialkreislauf zudem immer wieder neues Aluminium beigefügt werden. Die Gewinnung von Aluminium ist nicht nur sehr energieintensiv, sondern auch mit schwerwiegenden Umweltauswirkungen verbunden.

Takeaway-Verpackungen aus Biokunststoffen sind nicht grundsätzlich ökologisch vorteilhaft gegenüber anderen Einwegverpackungen und schon gar nicht gegenüber Mehrwegverpackungen. Ihre Herstellung ist jeweils mit Umweltauswirkungen verbunden, die in keinem Verhältnis zur kurzen Nutzungsdauer stehen. Statt fossilen Rohstoffen kommen zwar nachwachsende Materialien zum Einsatz. Allein daraus ergibt sich aber noch kein gesamtökologischer Vorteil.

Zum Beispiel verursacht der Maisanbau für die Herstellung des Biokunststoffs Polylactid ganz erhebliche Umweltbelastungen durch den Einsatz von Düngemitteln, Pestiziden, Herbiziden und Landmaschinen. Fermentationsprozesse und die Trocknung des PLA-Rohstoffes verbraucht weitere Energie. Zudem haben landwirtschaftliche Monokulturen ganz erhebliche negative Auswirkungen auf die Biodiversität. PLA ersetzt häufig den rohölbasierten Kunststoff Polyethylen als Beschichtung auf Einweg-Pappbechern und anderen Einweg-Verpackungen.

Die biologische Abbaubarkeit der Verpackungen aus Bioplastik bringt keinen Vorteil. Denn wenn sie achtlos in der Umwelt liegen gelassen werden, bauen sie sich unter natürlichen Bedingungen oft nur ähnlich langsam ab, wie normale Kunststoffe. So können die Becher, Schalen und Boxen noch jahrelang in der Umwelt verbleiben. Ihre biologische Abbaubarkeit bezieht sich in der Regel auf Tests unter labor- und industrietechnischen Bedingungen, aber nicht auf solche in der Umwelt.

Der Verband der Bioplastikindustrie selbst stellt fest, dass biologisch abbaubare Kunststoffe für die Entsorgung in industriellen Kompostierungsanlagen entwickelt sind und Forderungen nach einer generellen Abbaubarkeit in der Natur oder im Meer nicht nur irreführend sind, sondern auch das achtlose Wegwerfen in die Natur befördern können. Ein Hintergrund hiervon ist, dass die extrem unterschiedlichen Bedingungen in der Umwelt – trocken, nass, salzhaltig, kalt etc. – einen zügigen Abbau in der Natur technisch kaum zulassen, gerade weil das Material während seiner Nutzung zum Beispiel bei Kontakt mit Wasser eben nicht sofort zerfallen soll.

Die Nutzung von Landwirtschaftsnebenprodukten sorgt für eine Verwendung von Materialien, die zuvor teils verbrannt wurden. Allerdings müssen auch sie noch verarbeitet werden und teils weite Transportwege zurücklegen, bevor sie als Einwegverpackung genutzt werden. Häufig müssen zudem Chemikalien hinzugegeben werden, um die für eine Lebensmittelverpackung erforderliche Stabilität herzustellen. Nach einmaliger Nutzung werden sie dann schließlich verbrannt. Durch ihre kurze Nutzungsdauer und die immer wieder anfallenden Umweltauswirkungen durch die Produktion der einzelnen Verpackungen stellen Takeaway-Verpackungen aus Landwirtschaftsnebenprodukten keine ökologische Alternative zu Mehrwegbechern und –boxen dar, die viele Male wiederverwendet werden.

Als essbare Verpackungen werden in der Regel Backprodukte auf Getreidebasis bereitgestellt. Der Herstellungsaufwand ist zwar eher gering, aber gleichzeitig werden die Becher und Schalen oft nicht verzehrt, weil sie ungefragt bereitgestellte Lebensmittel sind.

Bei essbaren Verpackungen wird suggeriert, dass kein Abfall anfällt. Tatsächlich wird für die hygienische Bereitstellung essbarer Verpackungen meist eine Zusatzverpackung aus Papier oder Kunststoff verwendet, die anschließend entsorgt werden muss. Im schlimmsten Fall handelt es sich somit um zwei kurzlebige Einwegverpackungen, die beim Verzehr einer Speise oder eines Getränks anfallen. Umweltfreundlich ist das nicht.

Durch die vielfache Wiederverwendung von Mehrweg-Essensboxen werden aktiv Abfälle vermieden und Ressourcen geschont. Jede Wiederbefüllung eines mitgebrachten behälters oder einer Pfand-Mehrwegschale ersetzt die Neuproduktion und den Abfall, der durch die Nutzung einer neuen Einweg-Takeaway-Verpackung anfällt. Dadurch werden weniger Ressourcen verbraucht und Klimagase ausgestoßen.

Durch die vielfache Wiederverwendung von Mehrwegbechern oder Tassen werden aktiv Abfälle vermieden und das Klima geschont. Jede Wiederbefüllung eines Mehrwegbechers ersetzt die Neuproduktion und den Anfall eines neuen Einwegbechers als Abfall. Dadurch werden weniger Ressourcen verbraucht und Klimagase ausgestoßen.

Weil Mehrwegbecher und Mehrweg-Essensboxen hunderte Male wieder verwendet werden können, sind die Umweltauswirkungen ihrer Herstellung über die gesamte Produktlebensdauer vergleichsweise gering. Entscheidend für die ökologische Bewertung ist der Vergleich der Herstellung eines Einwegbehälters mit der Reinigung eines Mehrwegbechers beziehungsweise einer Mehrweg-Essensbox.

Mehrwegbecher sparen trotz des Spülprozesses bei jeder Wiederverwendung 1,26 Liter Wasser im Vergleich zur Herstellung eines Pappbechers ein. Für die Produktion eines einzigen Pappbechers werden 1,3 Liter Wasser benötigt. Dabei ist nicht nur die Menge des verbrauchten Wassers entscheidend, sondern auch die Energie für dessen Bereitstellung und die daraus resultierenden Umweltbelastungen. Die Spülung eines Mehrwegbechers ist also eine umweltfreundliche und saubere Sache. Auch Mehrweg-Essensboxen lassen sich leicht reinigen. 200 Milliliter Wasser reichen dafür in der Spülmaschine aus. Im Vergleich zum enormen Aufwand der betrieben wird, um immer wieder neue Einweg-Takeaway-Verpackungen zu produzieren, sparen Mehrwegbehälter Ressourcen ein.

Einwegverpackungen werden nach einmaliger Nutzung weggeworfen. Dafür werden der Hausmüll oder öffentliche Abfalleimer genutzt. Der Aufwand entsteht an anderen Stellen, nämlich bei der Herstellung sowie beim Umgang mit den großen Mengen weggeworfener Einwegverpackungen.

Der Hang zu kurzlebigen Einwegverpackungen hat dafür gesorgt, dass Deutschland mit einem Pro-Kopf-Verpackungsverbrauch von 227,5 Kilogramm an der Spitze Europas steht. Die Reinigung und Entsorgung von Einwegverpackungsmüll im öffentlichen Raum kostet die Städte und Gemeinden 720 Millionen Euro jährlich. Das entspricht 8,30 Euro pro Einwohner*in und ist alles andere als praktisch.

Durch Mehrwegbecher und -boxen können der Verpackungsverbrauch und die Entsorgungskosten erheblich reduziert werden. Darüber hinaus landen Mehrwegverpackungen mit Pfand seltener in der Umwelt, weil sie zuverlässig in die Gastronomiebetriebe zurückgebracht werden.

Das Befüllen von Mehrweg-Essensboxen und Mehrwegbechern ist in Gastronomiebetrieben grundsätzlich zulässig. Allerdings können Betriebe selbstverständlich frei entscheiden, ob sie die Mehrwegboxen auch befüllen wollen. Die Nutzung von Mehrwegbehältern in der Gastronomie ist somit von der Kooperation umweltbewusster Betreiber*innen und Mitarbeiter*innen abhängig.

Nein, die Befüllung von mitgebrachten Behältern ist problemlos möglich. Der Lebensmittelverband Deutschland (darin sind unter anderem auch die DEHOGA und der Bundesverband Systemgastronomie vertreten) hat erst Anfang 2020 neue Leitfäden für den hygienischen Umgang mit Mehrweg-Behältern veröffentlicht. Darin wird genau erklärt, wie sauber in kundeneigene Gefäße abgefüllt werden kann. Dafür muss der Behälter auch nicht unbedingt vom Personal in die Hand genommen werden. Stattdessen kann dieser zum Beispiel auf einem Tablett abgestellt werden.

Die Dokumente und Videos können hier abgerufen werden: https://www.lebensmittelverband.de/de/lebensmittel/sicherheit/hygiene/hygiene-beim-umgang-mit-mehrweg-bechern-behaeltnissen-pool-geschirr.
Der Lebensmittelverband hat im März 2020 dann auch noch einmal ausdrücklich betont, dass diese Leitfäden auch während der Corona-Pandemie für Sicherheit sorgen und das anschließend auch mehrfacht bekräftigt (z.B. in dieser Pressemitteilung vom 30.10.2020: https://www.lebensmittelverband.de/de/presse/pressemitteilungen/pm-20201030-gastronomie-lockdown-hygiene-kundenbehaeltnisse-sicher)

Den Kaffee in der Bäckerei vor der Haustür kaufen, auf dem Weg zur Arbeit trinken und den Becher dann ganz einfach in einem Café wieder abgeben - so funktionieren Poolbecher mit Pfand, ähnlich wie bei Mehrweg-Getränkeflaschen. Sie kombinieren die einfache Handhabung von Einweglösungen mit dem klimafreundlichen Mehrwegansatz. Auch wenn der eigene Mehrwegbecher Zuhause vergessen worden ist, garantieren Pfandbecher eine Mehrweglösung. Durch die Erhebung eines Pfands werden die Becher zur erneuten Befüllung schnell wieder zurückgegeben.

Dem gleichen Prinzip folgen Mehrwegboxen für Speisen. Es gibt sie in verschiedenen Größen, so dass Gastronomen jeweils die für sie passenden Formate anbieten können. Das Personal kennt den Umgang mit den Boxen und kann den Kund*innen eine umweltfreundliche, praktische Mehrweglösung anbieten, auch wenn diese keinen eigenen Mehrwegbehälter bei sich tragen.

Inzwischen gibt es einige Anbieter regionaler Mehrwegsysteme für Coffee-to-go-Becher, die sich um die Vernetzung von Verkaufsstellen sowie um einen Becherausgleich zwischen den am Mehrwegsystem teilnehmenden Filialen kümmern. Diese Mehrwegbecher können problemlos mehrere hundert Mal wiederverwendet werden und schützen somit das Klima.

Bei Pfand-Mehrwegsystemen spülen die teilnehmenden Gastronomiebetriebe die Mehrwegbecher/-boxen selbst, soweit Platz und Technik vorhanden sind. Dies spart Transportwege ein. Bei der Spülung von Pfand-Mehrwegbehältern sollte auf wasser- und energieeinsparende Geräte geachtet werden. Falls die Spülung nicht selbst geleistet werden kann, übernehmen diese Dienstleistung Systemanbieter, die in der Lage sind, sehr viele Mehrwegbehälter gleichzeitig zu reinigen.

Ebenso wie bei der Befüllung kundeneigener Mehrweg-Behälter sind auch bei der Nutzung von Pfand-Mehrwegboxen und –Mehrwegbechern bestimmte Regeln der guten Hygienepraxis zu befolgen. Was genau zu beachten ist, erklärt der Lebensmittelverband Deutschland auf seiner Internetseite: https://www.lebensmittelverband.de/de/lebensmittel/sicherheit/hygiene/hygiene-beim-umgang-mit-mehrweg-bechern-behaeltnissen-pool-geschirr

Wenn diesen einfachen Hinweisen Folge geleistet wird, steht der sicheren Teilnahme an Mehrwegsystemen nichts im Wege.

In Deutschland gibt es mehrere Systemanbieter, die Pfand-Mehrwegbecher (z.B. Recup, FairCup, CupforCup) oder Pfand-Mehrwegboxen (z.B. Vytal, Recircle, Rebowl, Tiffin Loop) zur Verfügung stellen. Sie unterscheiden sich in ihrer Verbreitung, im Material und in der Art und Weise, in der die Abrechnung des Pfandbetrages erfolgt. Über Handy-Apps und auf den Internetseiten der Anbieter können Verbraucher*innen nachvollziehen, wo die Pool-Mehrwegboxen angeboten werden.

Gastronom*innen, die auf Mehrweg setzen wollen, müssen ihrem Personal die korrekte Handhabe des Geschirrs zeigen. Dabei helfen die Leitfäden des Lebensmittelverbands Deutschland, die hier abrufbar sind: https://www.lebensmittelverband.de/de/lebensmittel/sicherheit/hygiene/hygiene-beim-umgang-mit-mehrweg-bechern-behaeltnissen-pool-geschirr.

Damit das neue Mehrwegangebot ein Erfolg wird, sollte es auch entsprechend beworben werden. Das Personal sollte den Kund*innen die neuen Verpackungen als erste Option anbieten und auf die Umweltvorteile hinweisen. Vielleicht ist es auch möglich, die vorher verwendeten Einwegverpackungen etwas teurer zu machen oder diese ganz aus dem Sortiment zu nehmen. Wichtig ist es auch, den Kund*innen mitzuteilen, wie und wo sie die Verpackungen wieder zurückgeben können, damit das Mehrwegsystem auch wirklich funktioniert.

Die für die meisten Kund*innen und Gastronom*innen unkompliziertesten Mehrwegsysteme arbeiten mit Pfand. Anstatt sich also darauf zu verlassen, dass umweltbewusste Bürger*innen ihre eigenen Behälter immer dabeihaben, sollten sich Gastronomiebetriebe mit diesen Mehrwegsystemen vertraut machen.
Solange Pfand-Mehrwegbecher und –boxen aber noch nicht überall verfügbar sind, tut es auch das eigene Behältnis. Mehrweg kann für viele Betriebe eine Option sein. Auch für solche, die sich bisher noch nicht damit befasst haben. Es kann also nicht schaden, wenn Verbraucher*innen hier den ersten Schritt machen.

Kommunen in Deutschland sind in der Lage, durch einige Maßnahmen zu einem Anstieg der Mehrwegnutzung beizutragen. Zum einen sind sie selbst häufig ein wichtiger Arbeitgeber und können so in den eigenen Kantinen auf Mehrweg setzen.

Weiter können sie auch Gastronomiebetriebe vor Ort bei der Einführung von Mehrwegsystemen unterstützen. Zum Beispiel, indem Informationen zu Mehrweg verbreitet werden. Darüber hinaus kann auch finanzielle Unterstützung geleistet werden, wie etwa durch eine Übernahme der Systemgebühren, die Gastronomiebetriebe an die Systemanbieter entrichten müssen.

Schließlich können sich Städte und Gemeinden auch dafür entscheiden, Einweg-to-go-Verpackungen unattraktiver zu machen, indem beispielsweise eine Verbrauchssteuer eingeführt wird. Die Stadt Tübingen führt eine solche Abgabe zum 1. Januar 2022 ein und flankiert diese Maßnahme mit einer Förderung neuer Mehrwegangebote.

Bürger*innen können gezielt nach Gastronomiebetrieben mit Mehrwegangebot Ausschau halten und diese mit einem Besuch unterstützen. Alternativ kann auch der eigene Mehrwegbehälter ins Lieblings-Café oder den bevorzugten Imbiss mitgebracht werden. Sollte eine generelle Offenheit gegenüber Mehrweg bestehen, kann auf die Möglichkeit zur Beteiligung an Mehrwegsystemen mit Pfand hingewiesen werden. Die Teilnahme ist mit geringen Gebühren verbunden. Diese werden schnell ausgeglichen, wenn dadurch weniger Einwegverpackungen ausgegeben werden.

Außerdem können sich engagierte Bürger*innen auch an unserer Aktion “Plastikfreie Städte” beteiligen, um ihre jeweilige Kommune zu einem Eintreten für Abfallvermeidung und Mehrwegsysteme zu bewegen. Tausende Menschen in Deutschland haben sich bereits eingebracht. Alle Informationen zur Kampagne hier: https://www.duh.de/plastikfreie-staedte/

Gastronomiebetriebe können selbst entscheiden, ob sie mitgebrachte Mehrwegbehälter befüllen möchten. Häufig ist ihnen aber nicht klar, wie ein hygienischer Umgang mit Mehrwegbechern und –boxen aussehen kann. Vielleicht kann ein Hinweis dazu beitragen, die Bereitschaft zu Mehrweg zu erhöhen. Andernfalls empfiehlt es sich, aus Gesichtspunkten der Abfallvermeidung eher Gastronomiebetriebe anzusteuern, die Mehrwegverpackungen gegenüber aufgeschlossener sind.

In vielen Städten gibt es Initiativen, die sich der Aufklärungsarbeit in Sachen Mehrweg widmen. Auf deren Internetseiten kann dann nachgeschaut werden, wo Mehrweg-Behälter gerne gesehen werden. Oft stellen die Initiativen auch Aufkleber zur Verfügung, mit deren Hilfe die Gastronomiebetriebe nach außen zeigen können, dass sie mitgebrachte Mehrwegbecher und-boxen befüllen.

Kontakt

Copyright: © Finke / DUH

Christian Behrens
Projektmanager Kreislaufwirtschaft
E-Mail: Mail schreiben

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