Zusammen mit weiteren 7 europäischen Partnern nimmt die DUH an dem Interreg Europe-Projekt Wildlife Economy (WLE) teil. Dieses basiert auf der Überzeugung, dass die Natur einen wirtschaftlichen Wert hat und Unternehmer in ländlichen Gebieten damit ihren Lebensunterhalt verdienen können.

WLE Projekttreffen 2019© WLE / R.A.M. Tilmans

Im 2. Projektsemester fanden neben Treffen mit den Akteuren (wie Landbesitzern, Umweltverbänden, Unternehmern und Jägern), in denen Ideen und mögliche Strategien entwickelt wurden und werden, wie attraktive Naturlandschaften mit hoher Biodiversität durch innovative Nutzung auch einen wichtigen Wirtschaftsfaktor in der Region darstellen können, auch weitere "Partnertreffen" statt.

Ein Partnertreffen fand im November 2019 in der Provinz Alava/Spanien statt und ein Onlinetreffen, bedingt durch die Corona-Pandemie, am 09.06.2020. Dort tauschten sich die Partner über den Stand der Umsetzung in den einzelnen Regionen aus, in Alava wurden interessante, regionale Projekte vorgestellt und diskutiert sowie an der Weiterentwicklung einer Online-Plattform zum kollektiven Lernen und Wissensaustausch zwischen den Partnern gearbeitet.

Für die deutsch-polnische grenzüberschreitende Region am Oder Delta erarbeitet die Deutsche Umwelthilfe zusammen mit ihrem Projektpartner Kommunalgemeinschaft Pomerania e. V. und weiteren Partnern vor Ort Möglichkeiten der wirtschaftlichen Wertschöpfung, zum Beispiel im Naturerlebnistourismus und in der Wildtierbeobachtung. Für die Umsetzung der zu entwickelnden Vorschläge und Strategien ist es unabdingbar, dass diese im Einklang stehen mit den Entwicklungszielen im Bereich „Natur & Umwelt“ des Entwicklungs- und Handlungskonzept der Euroregion Pomerania (EHK) für die Jahre 2021-2027, weil dadurch eine breite Akzeptanz bei den Interessensvertretern aus Politik, Wirtschaft und der Zivilgesellschaft erreicht werden kann.

Im Herbst 2020 wird das EHK veröffentlicht werden. Daraufhin ist ein 2. großes "Stakeholder-Meeting" im Oder-Delta geplant, in dem auf der Grundlage des EHK Vorschläge für einen "Regionalen Aktionsplan Wildlife Economy" entwickelt werden sollen. Außerdem wird die Möglichkeit der Teilnahme einer Studienreise ins Donaudelta als "best-Practice"-Beispiel vorgestellt, in dem das Thema schon seit einigen Jahren erfolgreich vermarktet und ein Teil der Einnahmen in den Naturschutz reinvestiert wird.

Wir suchen weiterhin Mitstreiter aus Wirtschaft, Verwaltung, Vereinen und Verbänden, die Ideen haben, wie Naturschutz und wirtschaftliche Entwicklung im Oder-Delta besser verknüpft werden können oder mehr darüber lernen möchten. Bei Fragen und Interesse wenden Sie sich bitte gern an Katrin Schikorr.

In 4 Regionen Europas wollen die 8 Projektpartner neue und nachhaltige Geschäftsmodelle entwickeln, um das Wirtschaftswachstum in ländlichen Gebieten zu ermöglichen. Kollektives Lernen und Wissensaustausch zwischen den Partnern ist dabei einer der wichtigsten Aspekte des Projekts.

Es wird immer deutlicher, dass Natur und attraktive Naturlandschaften Wirtschaftsgüter sind, die innovative Antworten auf die wirtschaftlichen Probleme der ländlichen Regionen in Europa bieten können. Schätzungen prognostizieren die Stilllegung von mehr als 20 Millionen Hektar (circa 11%) landwirtschaftlicher Nutzfläche in Europa für den Zeitraum 2015-2030. Fast ein Fünftel der Arbeitsplätze in Europa hängen direkt oder indirekt mit den natürlichen Ressourcen zusammen, und diese Zahl steigt weiter an. Eine lebensfähige Wirtschaft, die auf diesen natürlichen Ressourcen basiert, kann daher in vielen ländlichen Gebieten eine positive Chance für eine nachhaltige Zukunft bieten.

© Erwin Christis
canoe on the Peene river, Anklam, Germany© Solvin Zankl/Rewilding Europe
Big bull European bison, Bison bonasus, Drawsko Military area, Western Pomerania, Poland© Staffan Widstrand / Rewilding Europe
Hotel in Stolpe at the peene river, Germany© Solvin Zankl/Rewilding Europe
Peene river and flooded lands near Anklamer Stadtbruch, Germany© Solvin Zankl/Rewilding Europe
 

WLE trägt zu dieser nachhaltigen Zukunft bei, indem es mit Unterstützung lokaler Unternehmer, Gemeinden, Jäger, Landwirte und Fischer bewährte Verfahren der Wildtierwirtschaft austauscht und Aktionspläne für 4 Regionen erstellt. Darüber hinaus wollen die Projektpartner gemeinsam mit einem internationalen Expertengremium eine Wissensbank aufbauen, die von politischen Entscheidungsträgern, Unternehmern und anderen Interessierten genutzt werden kann. Dieser Ansatz sollte zu einem besseren Schutz der Natur in den Partnerregionen beitragen, was wiederum der regionalen Wirtschaft und den Unternehmern zugutekommt.

Für die deutsch-polnische grenzüberschreitende Region am Oder Delta erarbeitet die DUH zusammen mit Projektpartner Kommunalgemeinschaft Pomerania und weiteren Partnern in der Region Möglichkeiten der wirtschaftlichen Wertschöpfung, zum Beispiel im Naturtourismus und der Wildtierbeobachtung. Hierzu wird auch das 2020 neu aufgesetzte Entwicklungs- und Handlungskonzept der Euroregion Pomerania in Betracht gezogen.

Das Projekt läuft vom 1. August 2019 bis zum 31. Juli 2021 und ist dank der finanziellen Unterstützung des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung möglich. Das Gesamtbudget beträgt € 1.234.146 und wird auf 8 Partner aufgeteilt:

  • Provinz Limburg, Niederlande
  • Regional Landscape Kempen en Maasland, Belgien
  • Rewilding Sweden, Schweden
  • County Administrative Board in Norrbotten, Schweden
  • Rewilding Europe, Niederlande
  • Deutsche Umwelthilfe, Deutschland
  • Kommunalgemeinschaft Europaregion Pomerania, Deutschland
  • Alava Provincial Council, Spanien

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