Was muss das Stromnetz leisten können?

Das Stromnetz der Zukunft – Die DUH forscht mit!

Wir brauchen neue Technologien und Konzepte für unsere Stromversorgung. Daran wird im Kopernikus-Projekt ENSURE geforscht. Hier wird zum Beispiel an Software für die intelligente Netzsteuerung gearbeitet, die Einbindung von Elektrotankstellen erforscht oder über Stromspeicher und deren zukünftige Rolle im Strommarkt nachgedacht. Alles mit dem Ziel, das Stromnetz fit zu machen für die Herausforderungen der Energiewende. Ohne ein Stromnetz, das mit der schwankenden Erzeugung von Wind- und Solaranlagen umzugehen versteht, kann es keine Energiewende geben.

Auch die DUH als Umwelt- und Verbraucherschutzverein ist dabei. – Warum? – Damit nicht nur Techniker und Ökonomen bestimmen, welche Wege und Lösungen für das Stromnetz die besten sind. Auswirkungen auf die Umwelt, der Datenschutz, Kosten für den Verbraucher, Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern, Versorgungssicherheit etc. müssen ebenfalls in den Blick genommen werden. Sonst passiert es allzu leicht, dass auf Lösungen gesetzt wird, die nicht nachhaltig sind oder in der Praxis keine Akzeptanz finden.

Die DUH nutzt die Forschungsergebnisse auch, um auf politischer Ebene für ein modernes Stromnetz zu streiten. Manch Gesetz oder Verordnung muss erst geändert werden, damit moderne Technik zum Einsatz kommen kann.

Damit der erste Praxiseinsatz der neuen Technik gelingen kann, unterstützt die DUH die Kommunikation in der Modellregion des Energiekosmos ENSURE. Denn nur mit Transparenz und unter Wahrung der regionalen Interessen kann die Energiewende erfolgreich sein.

Was muss das Stromnetz leisten können? - Vier Szenarien aus der Gesellschaft

Das Stromnetz der Zukunft muss zur Energiewelt der Zukunft passen: Woher kommt unser Strom und wofür verbrauchen wir ihn? Gelingt es uns, den Strombedarf zu senken? Nimmt die E-Mobilität Fahrt auf und heizen wir unsere Häuser zukünftig mit Wärmepumpen? All diese Fragen kann niemand sicher beantworten. Aber man kann verschiedene Szenarien durchdenken um zu sehen, welche Aufgaben auf das Stromnetz zukommen.

Die DUH hat im Forschungsprojekt ENSURE bei der Erstellung der Szenarien Neuland betreten. Sie hat verschiedene gesellschaftliche Gruppen an der Erarbeitung der Szenarien beteiligt. Vertreterinnen und Vertreter von Industrie, Gewerkschaften, Kommunen, Verbraucher- und Umweltschutz haben gemeinsam vier Varianten für das Energiesystem 2030 herausgearbeitet. Unterstützt wurde die Gruppe von Modellierungsexperten, die die qualitativen Vorstellungen in Zahlen übersetzt haben. Die Beteiligung ermöglichte es, die Wünsche der Gesellschaft abzubilden und politische Restriktionen ein Stück weit aufzulösen. Damit kommen die Szenarien den Vorstellungen der Bürgerinnen und Bürger näher als eine rein wissenschaftliche Sichtweise.

Interessant: Sieben der elf Teilnehmerinnen und Teilnehmer sprechen sich für einen äußerst ambitionierten Entwicklungspfad aus. Er setzt einen Anteil von 83 Prozent erneuerbarer Energien am Strommix 2030 voraus – und einen Kohleausstieg vor 2030.

Die technischen Lösungen für das Stromnetz werden nun so konzipiert, dass sie auf alle vier Szenarien passen. So ist das Stromnetz für alle Eventualitäten gewappnet.

Kontakt

Copyright: © Finke/DUH

Constantin Zerger
Leiter Energie und Klimaschutz
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