Nationalpark Sächsisch-Böhmische Schweiz

Landschaftliche Schönheit zeigt die Elbe auch beim Durchqueren des Elbsandsteingebirges im Grenzgebiet der Sächsisch-Böhmischen Schweiz.

Diese einmalige Felsenlandschaft aus kreidezeitlichen Sandsteinschichten entstand durch die Erosion der Elbe und ihrer Nebenflüsse. Ergebnis dieser Erosion und landschaftsprägend sind bizarre Felsentürme, senkrechte Wände und enge Schluchten, abenteuerliche Felsenbrücken und wuchtige Tafelberge.

Relativ frühzeitig wurde die Bedeutung dieser einmaligen Landschaft und ihre Gefährdung erkannt und schon 1912 mit der Ausweisung von Schutzgebieten begonnen.

Auf deutscher Seite erhielt das Gebiet rechtsseitig der Elbe als zweigeteilter Nationalpark "Sächsische Schweiz" mit einer Fläche von rund 93 km² im Jahr 1990 einen angemessen strengeren Schutzstatus. Im Westen umfasst er das Gebiet zwischen den Städten Wehlen und Prossen, im Osten die Schrammsteine und die deutsch-tschechische Grenze. Der nordwestliche Teil des Nationalparks umfasst im Wesentlichen die vielgestaltige Felslandschaft um die Bastei und das Polenztal. Südöstlich davon erstreckt sich der etwas größere Teil zwischen Elbe und tschechischer Grenze beiderseits des wildromantischen Bachtales der Kirnitzsch.

Im Januar 2000 wurden darüber hinaus die wertvolle Wald-Felslandschaft, die Klammen der Kamnitz und auch das Areal um den Rosenberg (R?žovský vrch) als Nationalpark auf tschechischer Seite unter Schutz gestellt.

Obwohl gleichzeitig traditionsreiche menschengemachte Kulturlandschaft, sicherten in der Sächsisch-Böhmischen Schweiz auch unbesiedelte Landschaftsteile das Überleben von andernorts schon ausgestorbenen Tier- und Pflanzenarten.

Auf verhältnismäßig engem Raum sind Flora und Fauna von den unterschiedlichsten Landschaftsfaktoren geprägt. Sonnenbeschienen, karg und trocken sind die Gipfel des Sandsteins, Bergmischwald auf den mit nahrhafterem Boden bedeckten Basaltkuppen und Granitfelsen. In den engen Schluchten der Sandsteinformation dagegen herrscht, da arm an Licht, ein kühles, feuchtes Klima. Im felsengesäumten Elbtal mit seinen wärmeren Südhängen bestehen klimatisch günstigere Bedingungen. Viele der hier heimischen Tier- und Pflanzenarten sind an diese besonderen Lebensbedingungen gebunden

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