+++ Teilerfolg: Ausstieg von Palmöl im Tank ab 2023! +++

Diese Aktion ist vorerst beendet. Am 20. Mai 2021 hat der Bundestag die Umsetzung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie II im Verkehr (RED II) beschlossen. Die Regierungsfraktionen werden den Ausstieg aus der Nutzung von Palmöl im Tank von 2026 auf 2023 vorziehen. Dieser frühere Ausstieg aus Palmöl im Tank ist ein großer Erfolg, den wir auch dank des Rückhalts unserer Unterstützerinnen und Unterstützer erzielt haben.

Die Agrokraftstofflobby hat jedoch erreicht, dass Palmöldiesel nun, anders als im ursprünglichen Entwurf vorgesehen, durch ebenso umweltschädliche Anbaukraftstoffe wie Soja und Raps ersetzt werden darf. Wir werden weiter mit aller Kraft für einen schnellen Ausstieg aus allen Agrokraftstoffen kämpfen!

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Wussten Sie, dass unser Diesel in Europa und Deutschland Palmöl und Sojaöl enthält?

Agrodiesel aus Palmöl ist dreimal klimaschädlicher als fossiler Diesel, Sojadiesel etwa doppelt so klimaschädlich. Die wachsende Nachfrage nach Agrokraftstoffen aus Palm- und Sojaöl erhöht zudem den Druck auf die landwirtschaftliche Nutzfläche und verstärkt indirekt die Entwaldung in den Anbauländern. Der wachsende Anbau von Palmöl in Indonesien und Malaysia treibt die Regenwaldzerstörung immer weiter voran. Damit geht eine immense Artenvielfalt verloren, besonders bedrohte Arten wie der Orang-Utan sind am Rande des Aussterbens, die Abholzung treibt die globale Klimakrise voran und indigene Stämme werden ihres Zuhauses beraubt.

Der Anbau des meist genetisch veränderten Sojas führt vor allem in Südamerika zu Umweltzerstörungen. Unter hohem Pestizideinsatz werden Millionen von Hektar, die ursprünglich das Zuhause unzähliger Arten waren, zerstört. Eine Katastrophe für die Natur des Kontinents. Das entfettete Soja ist der Treibstoff der europäischen Fleischproduktion, das Sojaöl wiederum wird im Straßenverkehr verbrannt.  

Zwei Jahre lang haben wir auf europäischer Ebene für ein Verbot der Beimischung von Palmöl aber auch von Sojaöl gekämpft. Im Frühjahr 2019 kam dann der Teilerfolg: Die EU-Kommission hat Palmöl als risikoreichen Rohstoff eingestuft und einen stufenweisen Ausstieg aus der Beimischung zum Diesel beschlossen – allerdings wird ein vollständiger Förderungsstopp erst ab 2030 von der EU vorgeschrieben. Das ist viel zu spät! Ein sofortiges Handeln in den Mitgliedstaaten ist möglich und nun erforderlich! 

Das Bundeskabinett hat seine Chance am 03.02.2021 bereits vertan – es hat ein Gesetz zur Umsetzung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie der EU beschlossen, das natur- und klimaschädliche Agrokraftstoffe mindestens bis 2030 fördert und einen Förderungsstopp von Palmöl im Tank erst ab 2026 vorsieht. Für weitere kritische Rohstoffe fehlen im Gesetz wichtige Nachhaltigkeitskriterien, sodass die Risiken und Nachteile des Gesetzes in der derzeitigen Form für Klima, Natur und Mensch deutlich überwiegen. Doch bevor der Bundestag dem Gesetz nicht zugestimmt hat, ist es nicht rechtskräftig.

In Kooperation mit:

In zwei Studien beschäftigen wir uns mit der Entwicklung des Einsatzes von Agrar-Rohstoffen für die Kraftstoffproduktion sowie den Auswirkungen dieses Booms auf unseren Planeten:

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