Fischereitradition an der Ostsee

Die Fischerei an der Ostseeküste hat eine jahrhundertelange Tradition, die auch in Zukunft erhalten bleiben soll. Nur ein Wechsel zu naturverträglichen Fangmethoden kann Beifang, wie beispielsweise unerwünscht mitgefangene Meeressäugetiere und Seevögel, verhindern und das empfindliche marine Ökosystem schützen.

© Gerd Pfaff / Pixelio


Sprotte, Hering und Dorsch, Flunder, Lachs und Meerforelle gehören zu den wirtschaftlich wichtigsten Fischarten in der deutschen Ostseefischerei. Stellnetz- und Schleppnetzfischerei sind die am häufigsten angewandten Fangmethoden. Grundberührende Fangmethoden wie Grundschleppnetze schädigen jedoch Flora und Fauna des Meeresgrundes. In Stellnetzen können Schweinswale und Seevögel versehentlich mitgefangen werden.

Die Alternative: naturverträgliche Fangmethoden

Wie Beispiele aus anderen Ländern zeigen, kann eine Umstellung auf naturverträgliche Fangmethoden wirtschaftlich sowie selektiv und naturschonend zugleich sein. Diese alternativen Fangmethoden verhindern unerwünschten Beifang nahezu komplett. Das fragile Ökosystem Meer wird geschont und bei einigen Methoden kann sich die Qualität des gefangenen Fisches sogar erhöhen.
Es kann mit passiven und aktiven Fanggeräten gefischt werden. Automatisierte Jiggingmaschinen, Langleinen, Groß- und Dorschreusen sowie beköderte Fischfallen zählen bei den naturverträglichen Fangmethoden zu den passiven Fanggeräten. Aktive Fanggeräte sind Pelagische Schleppnetze, Grundschleppnetze mit verringertem Bodenkontakt und die Wadenfischerei.

© Dieter Schütz/pixelio© Dieter Schütz/pixelio
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