In Deutschland werden jährlich über 3 Millionen Tonnen Elektrogeräte in Verkehr gebracht – mit stark steigender Tendenz. Dies führt zu einem enormen Bedarf an Ressourcen, die in den Abbauländern häufig unter katastrophalen Bedingungen für Mensch und Umwelt gewonnen werden. Gleichzeitig wird mit zuletzt 44,1 % die gesetzliche Sammelquote für Elektroschrott von 65 % weit verfehlt. Um die Sammelmengen im Zuge der für diese Legislaturperiode geplanten Novellierung des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes (ElektroG) deutlich zu steigern, bedarf es höherer Anreize für die Rückgabe und eine konkretere Verantwortungszuweisung an die mit der Sammlung befassten Akteure. Hierfür könnten Rücknahmesysteme mit ökologischen Mindestanforderungen einen vielversprechenden Lösungsansatz bieten.

Für die Umsetzung der Produktverantwortung im Bereich der Elektrogeräte gibt es in Europa verschiedene Modelle. Im Gegensatz zu Deutschland organisieren Länder wie Belgien, Frankreich oder Österreich die Rücknahme weitgehend über kollektive Rücknahmesysteme und konnten pro Kopf bereits 2019 zwischen 11 und 32 % mehr Elektroschrott sammeln. Kollektive Rücknahmesysteme bieten zudem den Vorteil, dass Mindestanforderungen einfach vorgegeben und durchgesetzt werden können, etwa flächendeckende Sammelstellen, die Durchführung von Informationskampagnen, die Erfüllung von Sammelzielen oder die Einhaltung von EU-Mindeststandards beim Recycling.

Inwiefern Rücknahmesysteme mit ökologischen Mindestanforderungen Deutschland bei der Sammlung von Elektroaltgeräten voranbringen können, möchten wir mit Expertinnen und Experten am 16. November 2022 in einem Fachgespräch diskutieren. Auf Basis fundierter Impulsreferate, Beispielen aus dem europäischen Ausland, einer Podiumsdiskussion sowie in einer offenen Diskussion, möchten wir uns gemeinsam mit Ihnen über Wege und Potentiale zur Weiterentwicklung der Produktverantwortung von Elektrogeräten in Deutschland austauschen. In diesem Zusammenhang wollen wir insbesondere folgende Fragen diskutieren:

  • Was sind Vor- und Nachteile verschiedener Rücknahmesystematiken?
  • Können Rücknahmesysteme mit ökologischen Mindestkriterien aktuelle Probleme, wie die verfehlte Sammelquote oder illegale Importe aus dem Ausland lösen?
  • Von welchen erfolgreichen Ansätzen aus dem Ausland können wir lernen?
  • Wie kann bei einer Weiterentwicklung auf bestehende Strukturen der geteilten Produktverantwortung aufgebaut werden?

Über Ihre Anmeldung zum Fachgespräch würden wir uns sehr freuen. Melden Sie sich hierzu bitte bis zum 15. November 2022 über das Online-Formular an. Gerne können Sie den Termin auch an Interessierte weiterleiten.

Für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Veranstaltung verarbeitet die Deutsche Umwelthilfe e.V. folgende Daten: Name*, Vorname*, Organisation, E-Mail-Adresse* (*Pflichtfelder im Anmeldeformular) gem. Art. 6 (1) f) DSGVO.

Um einen fachlichen Austausch zwischen den Teilnehmenden auch über die Fachtagung hinaus zu ermöglichen, werden die Teilnehmer:innendaten, beschränkt auf Ihren Namen und  Ihre Organisation in Form einer Teilnehmendenliste allen Teilnehmenden zugänglich gemacht. Die Rechtsgrundlage hierfür bildet ebenfalls Art. 6 (1) f) DSGVO. Die Möglichkeit eines weitergehenden Fachaustauschs liegt im Interesse aller Teilnehmenden. Wenn Sie dies nicht möchten oder die Art der Daten in der Teilnehmendenliste eingrenzen möchten, teilen Sie uns dies bitte gesondert mit. Im Nachgang zur Veranstaltung erhalten sie außerdem die Präsentationen als PDF.

Zur Durchführung unserer Online-Veranstaltungen nutzen wir den Videokonferenzdienst Zoom in der Pro-Version 5.0 mit Serverstandorten ausschließlich in der EU oder Ländern mit einem angemessenen Datenschutzniveau. Diese Version verfügt über eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Nähere Informationen zur Verwendung von Zoom finden Sie hier. Die Datenverarbeitung im Rahmen der Nutzung von Zoom erfolgt gem. Art. 6 (1) f) DSGVO.

Die Veranstaltung wird nicht aufgezeichnet. Den Link zur Veranstaltung und weitere Informationen zur Teilnahme erhalten Sie nach erfolgter Anmeldung per Mail. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Wenn Sie bezüglich Natur-, Umwelt- und Verbraucherschutz auf dem Laufenden bleiben möchten, würden wir Sie gerne mit unserem allgemeinen E-Mail-Newsletter oder Telefon über unsere sonstige Arbeit informieren. Wenn Sie sich für den Erhalt von Informationen entscheiden, erfolgt die Verarbeitung Ihrer Daten auf Basis Ihrer Einwilligung gem. Art. 6 (1) a) DSGVO. Ihre Einwilligung können Sie natürlich jederzeit widerrufen.

 

Weitere Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten durch die Deutsche Umwelthilfe e.V. nach der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) finden Sie hier.

Digitales Fachgespräch: Rücknahmesysteme mit ökologischen Mindestanforderungen im ElektroG als Lösungsansatz zur Steigerung der Sammelmengen

Datum: Mittwoch, 16.11.2022
Uhrzeit: 14:00 bis 17:00 Uhr
Ort: Digital (Zoom)

Kontakt

Copyright: © Miruchna

Viktor Miruchna
Referent für Kreislaufwirtschaft
E-Mail: Mail schreiben

Copyright: © Erdmann

Andrea Kostrowski
Projektmanagerin Kreislaufwirtschaft
E-Mail: Mail schreiben

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