Das Riesengebirge erstreckt sich über die tschechische Republik bis nach Polen. Es ist das höchste Gebirge der Sudeten an der Grenze zwischen Polen und Tschechien und erreicht mit der Schneekoppe eine Höhe von 1.602 m ü. NN. Charakteristisch ist der subalpine Charakter des Gebirges mit eiszeitlichen Gletscherkaren, Bergseen und den steilen felsigen Flanken der Berge. Nahe am Kamm bei Špindleruf Mlýn (Spindlermühle) befindet sich in fast 1.400 m Höhe die Quelle der Elbe. Seit 1959 (Polen) bzw. 1963 (Tschechien) steht das Riesengebirge als Nationalpark unter Naturschutz. Große Teile des Riesengebirges sind zusätzlich als Biosphärenreservat unter dem Schutz der UNESCO anerkannt.

Gesamtfläche (Hektar) 60.362 Kerngebiet 10.149 (Tschech. Rep.: 8.432; Polen: 1.717) Erweiterte Schutzzone 31.783 (Tschech. Rep.: 27.925; Polen: 3.858), Höhenlage: 400 m bis 1.602 m; Jahr: 1992

Landschaftstypen:

Im Riesengebirge sind die typischen Vegetationszonen eines mitteleuropäischen Gebirges vertreten. Die Flusstäler und niederen Lagen bilden die submontane Zone. Die hier natürlicherweise vorherrschenden Laub- und Mischwälder wurden jedoch größtenteils durch Fichtenmonokulturen ersetzt. Nur in den Flusstälern sind noch Reste der Laubwälder vorhanden.

Daran schließt die montane Vegetationszone an. Deren natürliche Nadelwaldbestände wurden ebenfalls zum großen Teil durch Fichtenmonokulturen ersetzt.

Oberhalb der Baumgrenze in ca. 1.250-1.350 m Höhe liegt die subalpine Vegetationszone. Sie ist vor allem von Knieholzbeständen, natürlichen und sekundären Borstengraswiesen und subarktischen Hochmooren geprägt.

Ein Ring aus Beton markiert die Elbquelle © Cornelius Meffert© Cornelius Meffert
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