Vorprojekt "Lebendige Flüsse und kleine Wasserkraft"

Quelle: dpa© dpa

In den Jahren 2004 bis 2006 spürte die Deutsche Umwelthilfe im Rahmen ihres Mediations- und Moderationsprojekts „Lebendige Flüsse und Kleine Wasserkraft“ die Dringlichkeit, im Bereich der ökologischen Modernisierung kleiner Wasserkraftwerke weiter aktiv zu werden und diese sinnvoll zu gestalten. Das Projekt beleuchtete die unterschiedlichen Interessen von Naturschützern und Wasserkraftbetreibern, und es sollten Möglichkeiten der ökologi-schen Verbesserung an bestehenden Wasserkraftanlagen entwickelt werden. Zur Unterstrei-chung, dass derartige Modernisierungsmaßnahmen sehr wohl durchführbar sind, wurden Best-practice-Beispiele von erfolgreich modernisierten Anlagen gesammelt.

Von Beginn an kristallisierten sich jedoch die starken Konflikte zwischen den Parteien deut-lich heraus; die beiden Fronten gingen mit unerwarteter Härte aufeinander zu, so dass eine konstruktive Diskussion kaum möglich war. Auch die Sammlung der Positivbeispiele gestal-tete sich schwieriger als erwartet, da nicht viele unumstrittene Modernisierungen bekannt sind.

Die in dem Projekt gesammelten Erfahrungen führten schließlich zu der Erkenntnis, dass es eines neuen Ansatzes bedarf, um erfolgreich und an richtiger Stelle Modernisierungsmaß-nahmen umsetzen zu können. Dies führte zur Entwicklung der Idee zum aktuellen „Pilotpro-jekt Wasserrahmenrichtlinie und Kleinwasserkraft“.

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Ulrich Stöcker
Teamleiter Wildnis & Ökosystemleistungen
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