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Jobmotor Klimaschutz – Wie uns Investitionen in den Klimaschutz aus der Krise bringen

Montag, 27.04.2020 Dateien: 1

Die Deutsche Umwelthilfe hat einen Forderungskatalog für klimafreundliche Investitionen vorgelegt. Sie sollen die Konjunktur ankurbeln, die in Folge der Corona-Pandemie rückläufig ist. Wir fragen Sascha Müller-Kraenner, Geschäftsführer der DUH, nach den Hintergründen.

© DUH / Heidi Scherm

Die Deutsche Umwelthilfe fordert Investitionen in Klimaschutzmaßnahmen, z.B. in Windkraft- und Solaranlagen, effiziente Gebäude und grünen Wasserstoff. Haben wir angesichts der Corona-Krise nicht andere Sorgen als Klimaschutz?

Unsere Zukunft wird von zwei Krisen bedroht. Die Klimakrise jetzt zu ignorieren, würde uns teuer zu stehen kommen. Der Schutz unserer Umwelt muss gerade wegen der Pandemie oberste Priorität bekommen. Der Erhalt von Regenwäldern und anderen unberührten Naturräumen schützt auch vor dem Überspringen von Krankheitserregern von Wildtieren auf den Menschen. Rückwärtsgewandte Kräfte aus der Wirtschaft versuchen die Pandemie zu nutzen, um ihre schmutzigen Geschäftsmodelle weiterlaufen zu lassen und fordern dafür sogar noch staatliche Beihilfen. Dabei besteht jetzt die Chance mit den großen staatlichen Konjunkturprogrammen, die aufgelegt werden, auch die ökologische und klimagerechte Transformation unserer Wirtschaft einzuleiten. Diese Chance müssen wir nutzen.

Durch die Corona-Krise sind Millionen von Menschen von Arbeitslosigkeit bedroht. Wirtschaftsexperten sagen eine schwere Rezession voraus. Können wir uns Klimaschutz überhaupt leisten?

Wir kommen nur durch Investitionen in Zukunftstechnologien nachhaltig aus der Krise. Investitionen in Klimaschutzmaßnahmen sind ein wahrer Jobmotor. Denken Sie nur an die energetische Sanierung von Gebäuden. Der Sanierungsbedarf ist riesig. Hier würden unzählige Jobs geschaffen. Das Geld wäre bestens angelegt: Klimaschutz und Bekämpfung der Rezession würden Hand in Hand gehen.

Die Deutsche Umwelthilfe sieht den europäischen „Green Deal“ als wichtigen Baustein für die Überwindung der Krise. Was ist damit gemeint?

Die Rezession betrifft auch die anderen europäischen Länder, zum Teil noch ungleich schwerer. Auch der Klimaschutz ist eine gesamteuropäische Aufgabe. Was liegt da näher als eine gesamteuropäische Lösung für beide Krisen? Europäische Solidarität ist mehr denn je gefragt. Mit dem Green Deal hat sich die EU das Ziel gesetzt, als erster Kontinent klimaneutral zu werden. Die im Green Deal verankerten Klimaschutzmaßnahmen bieten eine perfekte Orientierung für die geplanten Konjunkturhilfen. Die weitere Förderung fossiler Projekte wie z. B. Flüssiggas-Terminals, Öl- und Gaspipelines müssen wir dagegen stoppen. Laut Umweltbundesamt fließen allein in Deutschland jedes Jahr fast 60 Milliarden Euro in fossile Energien und Technologien. Dieses Geld muss in umweltfreundliche, zukunftsfähige Wirtschaftszweige fließen. So können wir beide Krisen hinter uns lassen.

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