pageBG

Pressemitteilung

Klimaneutrale Fußball-WM in Katar ist dreiste Lüge: Deutsche Umwelthilfe fordert verbindliche Umweltvorgaben für zukünftige Großevents

Donnerstag, 24.11.2022

• Ursachen für die Klimakrise müssen gelöst werden anstatt klimaschädliche Aktivitäten mithilfe zweifelhafter Kompensationszahlungen grün zu waschen

• DUH fordert von Fifa, Uefa und deutschen Sportverbänden mehr Einsatz beim realen Umwelt- und Klimaschutz

• Kriterien für nachhaltige Mobilität, Energie, CO2-Emissionen, Abfall, Ressourcen und Merchandising müssen verpflichtend werden, Greenwashing ausgeschlossen

Berlin, 24.11.2022: Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert zum Abschluss der ersten Spielrunde die Fußballweltmeisterschaft in Katar als dreiste Klimalüge. Eigene Werbeaussagen wie "vollständig klimaneutrales Turnier" oder "nachhaltige Weltmeisterschaft" stehen in krassem Wiederspruch zur Realität und sollen die Öffentlichkeit über die wahren Umweltauswirkungen hinwegtäuschen. Eine aus dem Boden gestampfte und völlig überdimensionierte Infrastruktur, klimatisierte Stadien, der überwiegende Einsatz fossiler Energieträger, massenhafter Müll durch Einweggeschirr und jetzt täglich zu beobachtende dutzende Pendelflüge über kurze Distanzen sind Ausdruck einer zutiefst klimaschädlichen Veranstaltung. Nur in der Theorie auf dem Papier wird das Event dann schöngerechnet, mithilfe zweifelhafter Kompensationszahlungen und -maßnahmen. Real wird die Weltmeisterschaft dadurch natürlich weder klimaneutral noch umweltfreundlich. Die DUH als Umwelt- und Verbraucherschutzverband fordert den Fußballweltverband Fifa, die Uefa und die Deutschen Sportverbände dazu auf, verbindliche reale Umwelt- und Klimakriterien an die Vergabe zukünftiger Großturniere zu knüpfen – und Greenwashing durch Kompensationszahlungen nicht zuzulassen.

„Die Weltmeisterschaft in Katar ist ein Paradebeispiel dafür, wie Klimaschutz nicht funktioniert. Anstatt klimaschädliche Aktivitäten, wie Kurzstreckenflüge oder Berge von Einwegmüll, zu vermeiden, versucht man sich durch Kompensationsmaßnahmen ein gutes ökologisches Gewissen zu erkaufen. Das Anpflanzen von Bäumen als Ausgleichsmaßnahme ist lediglich ein Scheck, der erst in der Zukunft eingelöst wird. Denn der Klimawandel wartet nicht, bis ein heute gepflanzter Baum in Jahrzehnten anfängt nennenswerte Mengen CO2 aufzunehmen. Die verursachten CO2-Emissionen wirken sofort und heizen den Klimawandel unmittelbar an. Vermeidbare Emissionen sollten daher vermieden und nur unvermeidbare kompensiert werden. Doch bei der Weltmeisterschaft in Katar wurde nicht Mal im Ansatz versucht, dieses Prinzip umzusetzen. Umso notwendiger ist es bei der Vergabe großer Sportveranstaltungen verbindliche Auflagen zu machen, um die Umweltauswirkungen wirklich auf ein Minimum zu reduzieren. Auch bei Spielen nationaler Ligen, wie etwa der Deutschen Fußball-Liga“, sagt die DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz.

Thomas Fischer, Leiter Kreislaufwirtschaft bei der DUH: „Getränke aus wiederverwendbaren Mehrwegbechern, intelligente Mobilitätskonzepte mit ausgebautem öffentlichem Personenverkehr, Rad- und Fußwegen, die Erzeugung regenerativer Energien durch Solarmodule oder Zisternen zur Rasenbewässerung sind effiziente Maßnahmen zur Reduzierung der Umweltauswirkungen bei großen Fußballspielen. Sie sollten von allen Vereinen und Verbänden beispielweise durch Umweltverantwortliche umgesetzt werden. Es braucht Schulungen, die Festlegung von Umweltzielen, Maßnahmen zu deren Erreichung und eine entsprechende Kommunikation. Fußballclubs und ihre Stars haben eine große Vorbildfunktion und sollten Fans deshalb für den Schutz unserer Umwelt sensibilisieren und mit gutem Beispiel vorangehen.“

Kontakt:

Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin
0170 7686923, metz@duh.de

Thomas Fischer, Leiter Kreislaufwirtschaft
0151 18256692, fischer@duh.de

DUH-Newsroom:

030 2400867-20, presse@duh.de

Teilen auf:

Privatsphäre Einstellungen

Diese Website verwendet Cookies, um die Kernfunktionalität zu ermöglichen und den Inhalt zu personalisieren und die Besuche auf der Website zu analysieren. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzerklärung.

Erforderliche Cookies

Externe Inlineframes

Statistik und Analyse-Cookies

Privatsphäre Einstellungen

Wir setzen Cookies ein, um die Kernfunktionen zu ermöglichen, die Webseitennutzung zu erleichtern und zu analysieren und unsere Themen auf Ihre Interessen abzustimmen.Sie entscheiden, ob Sie über den Button „Alle akzeptieren“ alle Cookies zulassen oder über den Button „Alle ablehnen“ auf die erforderlichen Cookies beschränken. Individuelle Einstellungen können Sie über den Button „Einstellungen“ vornehmen. Dort finden Sie auch weitere Informationen zum Umfang der Datenverarbeitung.Sofern Sie den Button „Alle akzeptieren“ anklicken, stimmen Sie dem Einsatz der über den Button „Einstellungen“ dargestellten Umfang der Cookie-Nutzung zu. Ihre Entscheidung können Sie jederzeit über „Persönliche Einstellungen“ im Fußbereich der Website ändern.Sofern Sie Cookies zu Statistik-/ Marketingzwecken oder externen Inlineframes akzeptieren willigen Sie ein, dass Ihre Daten durch Dienste wie YouTube, Google Analytics, TikTok in den USA verarbeitet werden. Aus Sicht des Europäischen Gerichtshofs besitzt die USA nach EU-Standards ein unzureichendes Datenschutzniveau. Insbesondere besteht die Gefahr, dass Ihre Daten durch US-Behörden zu Zwecken der Überwachung ohne jegliche Rechtsbehelfsmöglichkeiten verarbeitet werden können. Sie können diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem Sie das Setzen von über „Persönliche Einstellungen“ im Fußbereich der Website ändern auf „Erforderliche Cookies“ beschränken..