Ergebnisse 2018

Die Motorschlitten der Kirche im Check – Wer ist klimafreundlich unterwegs, wer „sündigt“?

Wie halten es die Kirchenvertreter mit ihrer Vorbildfunktion und der Wahl ihres Dienstwagens? Haben Sie die Zeichen der Zeit erkannt und setzen auf umweltfreundliche Schlitten, oder sündigen sie weiterhin bei der Wahl ihres Fortbewegungsmittels?

Dies hat die Deutsche Umwelthilfe (DUH) zum siebten Mal untersucht. In diesem Jahr wurden die Fahrzeuge von 47 Erzbischöfen, Bischöfen und sonstigen Kirchenoberhäuptern sowie fünf kirchlicher Hilfsorganisationen unter die Lupe genommen. Erhoben wurden wie in den Jahren zuvor, Daten zum Spritverbrauch und zum CO2-Ausstoß der Dienstwagen. Neu bei der Umfrage der Kirchenvertreter ist, dass sich das Ranking am CO2-Ausstoß im realen Fahrbetrieb orientiert und nicht mehr an den offiziellen Herstellerangaben.

Spitzenreiter:

© DUH
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Schlusslichter:

© DUH
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Unter Berücksichtigung der realen CO2-Emissionen der Fahrzeuge zeigt sich, dass die 128 untersuchten Pkw im Schnitt nach wie vor deutlich über dem derzeit gültigen EU-Flottengrenzwert von 130 g CO2/km liegen. In der gesamten Flotte halten nur drei Fahrzeuge diesen mit 82, 123 bzw. 130 g CO2/km ein – ein Elektrofahrzeug und zwei Erdgasfahrzeuge.

Die DUH kritisiert, dass bei der Wahl des Dienstwagens insgesamt noch keine Kehrtwende hin zu sauberen und klimafreundlichen Antriebsarten stattfindet. Dadurch, dass die Autohersteller den wahren CO2-Ausstoß ihrer Fahrzeuge verschleiern und die Politik diesen Betrug deckt, findet Klimaschutz im Pkw-Bereich weiter nur auf dem Papier statt. Mittlerweile liegt die durchschnittliche Abweichung zwischen Herstellerangaben und realem Verbrauch bei 42 Prozent.

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