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Pressemitteilung

„Wir haben es satt!“-Demo: Deutsche Umwelthilfe fordert mit bildstarker Aktion Agrarwende und Klimaschutz

Mittwoch, 15.01.2020 Dateien: 6

Deutsche Umwelthilfe inszeniert am 18. Januar 2020 ab 11:15 Uhr am Rande der „Wir haben es satt!“-Demo den Präsidenten des Deutschen Bauernverbands Joachim Rukwied als Gülle-König – DUH kritisiert als Mitglied des Trägerkreises von „Wir haben es satt!“ Versäumnisse in der Agrarpolitik – BMEL scheitert an nötigem Umbau der Landwirtschaft – Aktuelle Agrarpolitik belastet Wasser, Luft, Artenvielfalt und das Klima – DUH fordert Einhaltung bestehender Gesetze und zielstrebige Umsetzung verfehlter europäischer Vorgaben

© STEFAN WIELAND

Berlin, 13.01.2020: Unter dem Motto „Agrarwende anpacken, Klima schützen!“ ruft die Deutsche Umwelthilfe (DUH) gemeinsam mit rund 55 Organisationen aus Landwirtschaft und Gesellschaft am 18. Januar 2020 bei der „Wir haben es satt!“-Demo zum kreativen Protest für eine Agrar- und Ernährungswende auf. Während der Groß-Demo inszeniert die DUH den Präsidenten des Deutschen Bauernverbands Joachim Rukwied in einer bildstarken Aktion als Gülle-König samt Hofstaat aus der Massentierhaltung. Die DUH kritisiert das Bundeslandwirtschaftsministerium und den deutschen Bauernverband für deren Blockadehaltung gegen den Umbau hin zu einer naturverträglichen Landwirtschaft.

„Das Landwirtschaftsministerium und der Deutsche Bauernverband gefährden mit ihrem massiven Widerstand gegen eine ökologische Landnutzung die Zukunft der Bauern. Die Massentierhaltung sorgt für Unmengen an Gülle auf unseren Feldern und eine enorme Belastung der Umwelt. Zahlreiche Grundwasserkörper sind mit gesetzeswidrigen Konzentrationen von Nitrat belastet. Die Menge an Tieren pro Fläche muss reduziert werden, um den Nitratgrenzwert einzuhalten. Deswegen muss Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner sich für ein neues Düngerecht einsetzen, mit dem der Grundwasserschutz garantiert werden kann“, so Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH.

Die fehlgeleitete Agrarpolitik heizt außerdem die Klimakrise an. Die Landwirtschaft in Deutschland trägt maßgeblich zur Emission klimaschädlicher Treibhausgase bei, Tendenz steigend. Vor allem Methan- und Lachgasemissionen sowie indirekt klimawirksame Ammoniakemissionen müssen deshalb gesenkt werden. Durch Methan und Ammoniak in der Nutztierhaltung entstehen zudem bodennahes Ozon und Feinstaub. Dies schadet der Gesundheit von Menschen auf dem Land und in Städten. Laut Europäischer Umweltagentur sterben in Deutschland rund 60.000 Menschen frühzeitig an Feinstaub. Ambitionierte Vorgaben und konkrete Weichenstellungen für eine emissionsreduzierte Landwirtschaft bleiben jedoch aus.

„Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner muss die angekündigten Klimaschutzmaßnahmen in der Landwirtschaft in die Tat umsetzen. Die massiven Stickstoffüberschüsse auf dem Feld führen nicht nur zu Nitrat-Belastung im Grundwasser, sondern auch zu gesundheitsschädlichem Feinstaub in der Luft. Weniger Tiere auf den Feldern und eine naturverträgliche Landwirtschaft mit mehr Wertschätzung für Fleisch- und Milchprodukte auf Seiten der Verbraucher tragen zum Klimaschutz und sauberer Luft bei“, ergänzt Barbara Metz, Stellvertretende Bundesgeschäftsführerin der DUH.

Datum:       
Samstag, 18. Januar 2020, 11:15 Uhr bis 11:45 Uhr

Ort:           
Neben der Bühne von „Wir haben es satt!“, Richtung Reichstag
Ebertstraße, 10117 Berlin: https://goo.gl/maps/xufCK3B7Zx87RMs36 

Im Projekt „Clean Air Farming“ (LIFE17 GIE/DE/610) adressiert die DUH die Luftbelastung durch Methan und Ammoniak aus der Landwirtschaft. Weitere Informationen: www.clean-air-farming.eu
Das Projekt wird vom LIFE-Programm der Europäischen Union gefördert.

Links:

Kontakt:

Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer
0160 90354509, mueller-kraenner@duh.de

Barbara Metz, Stellvertretende Bundesgeschäftsführerin
0170 7686923, metz@duh.de

DUH-Pressestelle:

Ann-Kathrin Marggraf, Marlen Bachmann, Thomas Grafe
030 2400867-20, presse@duh.de

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