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Pressemitteilung

Unbürokratische Hilfe für mehr Umweltgerechtigkeit

Mittwoch, 19.06.2019 Dateien: 2

Hand in Hand-Fonds bewilligt rund 110.000 Euro für ökosoziale Selbsthilfe-Projekte in Afrika, Lateinamerika und Asien – Rapunzel Naturkost GmbH und Deutsche Umwelthilfe heben Bewerbungen hervor, die alle Dimensionen der Nachhaltigkeit integrieren

© OroVerde_M. Metz

Berlin/Radolfzell/Legau 19.6.2019: Im Juni 2019 hat der Hand in Hand-Fonds Zuschüsse in einer Gesamthöhe von über 110.000 Euro bewilligt. Sie unterstützen ökosoziale Projekte im globalen Süden. Initiatoren des Fonds sind das Unternehmen Rapunzel Naturkost GmbH und die Deutsche Umwelthilfe (DUH). Spenden in den Hand in Hand-Fonds fließen zu 100 Prozent in die Projekte vor Ort. Alle Förderprojekte tragen zu mehr Umweltgerechtigkeit bei: Sie schaffen nachhaltige Einkommensquellen oder Zugang zu sauberem Wasser und Solarenergie. Sie schützen Lebensräume von globaler Bedeutung wie Mangroven oder Regenwälder. Die Bewerbungen im Themenfeld Landbau lassen erkennen, dass Klimaanpassung sowie die Stärkung einer von Agrarkonzernen unabhängigen Landwirtschaft wichtige Anliegen sind.

Um die Sicherung und Vermehrung heimischen Saatguts geht es in einem der Förderprojekte auf den Philippinen. Die Organisation Global Seed Savers will dort Kleinbäuerinnen und -bauern schulen und dabei unterstützen, Saatgut zu vermehren und eine Saatgutbank aufzubauen. Damit entsteht nicht nur ein Erwerbszweig für die Projektteilnehmenden, sondern alle Bauern der Region können von dem neuen Angebot profitieren. Denn für die Saatgutzucht werden gezielt samenfeste, standortangepasste und klimaresiliente Gemüse- und Getreidesorten ausgewählt. „Saatgut ist ein großes agrarpolitisches Thema. Wir freuen uns, dass unsere Projektpartner die Souveränität der Bauern voranbringen, indem sie deren Abhängigkeit vom Hybridsaatgut internationaler Agrarkonzerne beenden. Gleichzeitig schaffen sie attraktive Einkommensquellen“, sagt Gila Kriegisch, Teamleiterin Marketing bei Rapunzel Naturkost. Aus dem Hand in Hand-Fonds erhalten die Global Seed Savers 5.000 Euro für ihr Projekt.

In ein Kleinkreditprogramm der Tropenwaldstiftung OroVerde fließen Fördergelder in Höhe von ebenfalls 5.000 Euro. Die deutsche Stiftung ist seit 2015 in der Pufferzone des Biosphärenreservats Sierra de las Minas in Guatemala aktiv und hat dort den naturschonenden Kakaoanbau in Waldgärten etabliert, so dass die beteiligten Bäuerinnen und Bauern für den Erhalt des Regenwaldes eintreten. Das nun vom Hand in Hand-Fonds geförderte Projekt schließt mit einem Kleinkreditprogramm an. Die Bauernfamilien benötigen die Erlöse aus der Ernte jedes Jahr äußerst dringend und verkaufen den Kakao deshalb möglichst schnell. Auf diese Weise erzielen sie nur geringe Gewinne. Das Kleinkreditprogramm soll die Zeit überbrücken, die das Trocknen und Fermentieren der Kakaosamen erfordert. Denn die weiter verarbeitete Ware wird von den Händlern viel besser bezahlt. „Dieses Projekt gefällt dem Team des Hand in Hand-Fonds besonders gut. Es verfolgt vorbildlich einen Ansatz, der alle drei Aspekte von Nachhaltigkeit verbindet: Ökologie, Soziales und Ökonomie“, erklärt Michael Hadamczik, Leiter Marketing und Finanzen der DUH.

In Malawi baut der deutsche Verein YOOW (Young and Old for One World) e.V. ein Kulturzentrum auf. Der Hand in Hand-Fonds stellt 5.000 Euro für die Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Kulturzentrum-Gebäudes bereit. Wartungspersonal vor Ort wird gleich mit ausgebildet. In dem Zentrum sollen ein Kindergarten, eine Schule und Ausbildungswerkstätten für Frauen entstehen. Die Aktiven des Vereins wollen sich weitere zehn Jahre in dem Dorf engagieren. Langfristige Entwicklungsziele sind bessere Bildung für Mädchen und die Verminderung von Kinderarbeit.

Für das Jahr 2019 stehen noch weitere Fördergelder zur Verfügung. Gemeinnützige Organisationen und Initiativen können sich bis zum 1. August 2019 für eine Projektförderung bewerben.

Hintergrund:

Der Hand in Hand-Fonds besteht seit 1998 als Gemeinschaftsinitiative von Rapunzel Naturkost und der DUH. Seine Ziele sind eine gerechtere Welt und lebenswerte Umwelt. Der Fonds speist sich aus einer regelmäßigen Spende des Naturkostherstellers. Die DUH bringt ihre Erfahrung aus internationalen Netzwerken und ihr Know How ein und sammelt zusätzliche Spenden. Gemeinsam entwickeln die Partner den Fonds stetig konzeptionell weiter.

Seit Bestehen des Hand in Hand-Fonds flossen knapp 1,6 Millionen Euro in 367 Projekte in 57 Ländern.

Spendenkonto:

Deutsche Umwelthilfe e.V., Verwendungszweck: Hand in Hand-Fonds
GLS Bank Bochum, IBAN: DE44 4306 0967 8040 4311 00

Links:

http://www.rapunzel.de/hand-in-hand-fonds.html
http://www.duh.de/zielgruppen/internationales/hand-in-hand-fonds/ 

Zwei Pressebilder aus dem Projekt von OroVerde in Guatemala finden Sie am Ende dieser Seite.

Kontakt:

Michael Hadamczik, Leiter Marketing und Finanzen, Deutsche Umwelthilfe
+ 49 7732 99 95 53, hadamczik@duh.de

Gila Kriegisch, Teamleiterin Marketing, Rapunzel Naturkost
+49 8330 529-1133, gila.kriegisch@rapunzel.de

DUH-Pressestelle:

Ann-Kathrin Marggraf, Marlen Bachmann
030 2400867-20, presse@duh.de

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