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Pressemitteilung

Hilfe zur Selbsthilfe: Hand in Hand-Fonds unterstützt öko-soziale Projekte

Mittwoch, 20.11.2019 Dateien: 1

Hand in Hand-Fonds unterstützt mit insgesamt 187.000 Euro im Jahr 2019 öko-soziale Projekte weltweit – Klimawandel bringt Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika in Not – Rapunzel Naturkost und Deutsche Umwelthilfe nehmen großen Bedarf hinsichtlich zukunftsfähiger Landwirtschaft und Wassermanagement wahr

© Kooperative Anapqui

Berlin/Legau/Radolfzell, 20.11.2019: Mit insgesamt 187.000 Euro fördert der Hand in Hand-Fonds im Jahr 2019 ökologische und soziale Entwicklung in Afrika, Lateinamerika und Asien. Der Fonds ist eine gemeinsame Initiative von Rapunzel Naturkost und Deutscher Umwelthilfe (DUH). Den Löwenanteil des Hand in Hand-Fonds bringt Rapunzel ein. Ergänzt wird er durch zweckgebundene Spenden an die Deutsche Umwelthilfe oder Sonderaktionen der beiden Partner.

„Der Hand in Hand-Fonds ist für uns die perfekte Ergänzung zu unseren fair gehandelten Produkten“, sagt Gila Kriegisch, Verantwortliche für den Hand in Hand-Fonds bei Rapunzel. „Faire Lieferketten von der Scholle bis zum Teller und die Unterstützung von öko-sozialen Projekten gehen für uns Hand in Hand.“

In vielen Förderanfragen des Jahres 2019 spielt die Anpassung an die Folgen des Klimawandels eine Rolle. Außergewöhnlich geringe Niederschläge, schwindende Grundwasserreserven, aber auch Überschwemmungen bereiten den Menschen existentielle Probleme.

In der zweiten Jahreshälfte finanziert der Fonds Projekte, die Bildungsinfrastruktur aufbauen, Kleinstunternehmertum ermöglichen oder die sanitäre Grundversorgung ökologisch sinnvoll verbessern. Unter den Geförderten sind viele Organisationen und Initiativen, die den ökologischen Landbau stärken wollen. Alle Projekte verfolgen hierbei einen praxisorientierten Ansatz.

Eine Demonstrationsfarm mit angeschlossenem Bildungszentrum baut die indische Organisation MORE auf. Am Projektstandort in Südindien sind die Grundwasserressourcen durch die intensive Landwirtschaft übernutzt und Dürreperioden bereiten große Probleme. MORE spricht Kleinbauern an und vermittelt ihnen Kenntnisse in Agroforstwirtschaft und Wassermanagement. Auf ihrer eigenen Projekt-Farm will die NGO Regenwasser für die Bewässerung sammeln. Hierfür müssen das Dach saniert und eine Regen-Auffanganlage installiert werden. Der Hand in Hand-Fonds stellt einen finanziellen Beitrag für das Vorhaben bereit. 

Die Organisation ECOTOP leistet Beratung und Projektarbeit in nachhaltiger Agroforstwirtschaft. In ihrem vom Hand in Hand-Fonds nun geförderten Projekt erarbeitet sie gemeinsam mit Kleinbauernfamilien auf den Hochebenen Boliviens Methoden des naturschonenden Quinoa-Anbaus. Bio und fairer Handel haben der alten Kulturpflanze zu starker Nachfrage auf dem internationalen Markt verholfen. Doch aufgrund des Quinoa-Booms droht die Sorgfalt im Umgang mit den Böden verloren zu gehen. Dagegen sind die Prinzipien des Agroforsts und der Bio-Landwirtschaft wie Windschutz, Bodenbedeckung und Verzicht auf schwere Fahrzeuge vorteilhaft für die Bodenfruchtbarkeit. Anhand von Demonstrationsfeldern und Schulungen für die Bauern sollen die umweltschonenden Anbautechniken verbreitet werden. Dabei unterstützt der Hand in Hand-Fonds mit finanziellen Mitteln.

Einem ganz alltäglichen Problem widmet sich der Verein Succeed in Ghana. Hinter seinem Projekt GoldHaus verbirgt sich eine Kompost-Toilette. Denn in Ghana gibt es in vielen Städten und Gemeinden weder Toiletten noch Abwassersysteme. „Das GoldHaus ist nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern es begegnet auch der Scheu rund um das Thema. Als mobile Toilette reist es auf Festivals und andere Veranstaltungen“, erläutert Michael Hadamczik, Leiter Marketing und Finanzen bei der DUH.

Die Fäkalien werden nach der Kompostierung in der Landwirtschaft zur Düngung eingesetzt. Succeed in Ghana will seine Aufklärungskampagne ausweiten und neue Demonstrationstoiletten bauen, der Hand in Hand-Fonds unterstützt diese Aktivitäten finanziell.

Die drei genannten NGOs erhalten je 5.000 Euro aus dem Hand in Hand-Fonds und setzen die Selbsthilfeprojekte innerhalb eines Jahres um. Insgesamt wurden in diesem Jahr 37 Projekte gefördert. Für eine Projektförderung im Jahr 2020 können sich gemeinnützige Organisationen und Initiativen ab sofort bewerben. Zuschussanträge, die bis zum 21. Februar 2020 bei Rapunzel und DUH eingehen, werden in der Vergaberunde des ersten Halbjahres berücksichtigt.

Hintergrund:

Der Hand in Hand-Fonds besteht seit 1998 als Gemeinschaftsinitiative von Rapunzel Naturkost und der DUH. Seine Ziele sind eine gerechtere Welt und lebenswerte Umwelt. Der Naturkosthersteller stellt den Großteil der Geldmittel zur Verfügung. Die DUH bringt ihre Erfahrung aus internationalen Netzwerken und ihr Know How ein und sammelt zusätzliche Spenden. Gemeinsam entwickeln die Partner den Fonds stetig konzeptionell weiter.

Seit Bestehen des Hand in Hand-Fonds flossen mehr als 1,7 Millionen Euro in 379 Projekte in 58 Ländern.

Spendenkonto:

Deutsche Umwelthilfe e.V., Verwendungszweck: Hand in Hand-Fonds
GLS Bank Bochum, IBAN: DE44 4306 0967 8040 4311 00

Links:

Kontakt:

Michael Hadamczik, Leiter Marketing und Finanzen, Deutsche Umwelthilfe
+ 49 7732 99 95 53, hadamczik@duh.de 

Gila Kriegisch, Teamleiterin Marketing, Rapunzel Naturkost
+49 8330 529-1133, gila.kriegisch@rapunzel.de

DUH-Pressestelle:

Ann-Kathrin Marggraf, Marlen Bachmann
+49 30 2400867-20, presse@duh.de

Rapunzel Pressestelle:

Eva Kiene
+49 8330 529-1209, presse@rapunzel.de

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