Ende März 2026 wurden fünfzehn Projektschulen ausgewählt. Wir bedanken uns für die zahlreichen Bewerbungen und gratulieren den ausgewählten Schulen.
Mit dabei sind:
- Hans-Christian Andersen Grundschule – Halle
- Grundschule G. E. Lessing – Halle
- Grundschule Goldene Aue – Wallhausen
- Freie Schule Riesenklein – Halle
- Georgenschule Naumburg – Naumburg
- Grundschule Helbra – Helbra
- Grundschule „Geschwister Scholl“ – Mücheln
- Grundschule Rehmsdorf – Elsteraue
- Salztorschule Naumburg – Naumburg
- Regenbogenschule – Köthen
- Grundschule „Am Ludwigsfeld“ – Halle
- Grundschule Görzig – Südliches Anhalt
- Grundschule Diemitz/Freiimfelde – Halle
- Grundschule Hohenmölsen – Hohenmölsen
- Grundschule „Alfred Wirth“ – Osternienburger Land“
Projektbeschreibung
Schulhöfe können nicht nur anregende Lernorte für Kinder sein, sondern bieten auch wichtige Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Im Projekt KlimaFalterSchulen erforschen Schülerinnen und Schüler an 15 Grundschulen im Mitteldeutschen Revier in Sachsen-Anhalt ihr Schulgelände als Raum der Biodiversität und werden dabei wissenschaftlich begleitet. Gemeinsam wollen wir herausfinden, wie es um die Bodengesundheit, die Temperaturen und die Artenvielfalt auf dem Schulgelände steht. Mithilfe der Methoden der Bürgerwissenschaften - auch Citizen Science genannt - entdecken die Schülerinnen und Schüler ihren Schulhof mit ganz neuen Augen, entwickeln eigene Forschungsfragen und erlernen, wie sie Artenschutz fördern und der Klimakrise begegnen können.
Ergänzend zur spannenden Forschungsarbeit setzen alle teilnehmenden Schulen mithilfe einer Förderung eine Umgestaltungsmaßnahme auf ihrem Schulgelände um. Durch Begrünungsmaßnahmen können hierbei neue, biodiverse Lebensräume entstehen, die das Schulgelände aufwerten. Die Projektteilnehmenden werden bei der Planung und Umsetzung von Maßnahmen sowie der Erforschung des Geländes durch das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und die Deutsche Umwelthilfe (DUH), umfassend unterstützt, fachlich qualifiziert und mit relevanten Akteuren vernetzt. Dazu gehören die Teilnahme an fünf themenspezifischen Workshops, projektinternen Austauschformaten sowie Netzwerkveranstaltungen. Auf diese Weise werden Schulträger sowie Schulen befähigt, ihre Schulhöfe zukunftsfähig zu gestalten.
| Was beinhaltet das Projekt? | Kern des Projektes ist die Erforschung des eigenen Schulgeländes durch die Schülerinnen und Schüler mit Methoden der Citizen Science. Dabei werden Schmetterlinge bestimmt und gezählt, Blütenpflanzen erfasst, die Bodengesundheit untersucht und Temperaturmessungen durchgeführt. Das Projekt wird von der DUH und dem UFZ mit Schulbesuchen, Workshops und Vernetzungsveranstaltungen begleitet. Ergänzend erhalten teilnehmende Schulen eine Förderung von 2.000 Euro für eine Umgestaltungsmaßnahme auf ihrem Schulgelände. |
| Wer kann mitmachen? | Zielgruppe des Projekts sind Grundschulen im Mitteldeutschen Revier in Sachsen-Anhalt. Dies umfasst die Kreise Burgenlandkreis, Saalekreis, Landkreis Anhalt-Bitterfeld, Landkreis Mansfeld-Südharz und kreisfreie Stadt Halle. Es können ausschließlich Grundschulen innerhalb dieser Region am Projekt teilnehmen. |
| Wie können Schulen teilnehmen? | Alle Grundschulen im mitteldeutschen Revier (Sachsen-Anhalt) können sich vom 23. Februar bis 20. März 2026 über das digitale Bewerbungsformular auf dieser Webseite bewerben. Zum mitteldeutschen Revier zählen die Landkreise: Burgenlandkreis, Saalekreis, Landkreis Anhalt-Bitterfeld, Landkreis Mansfeld-Südharz und kreisfreie Stadt Halle. |
| Projektlaufzeit | Das Projekt beginnt ab April 2026 und endet im Oktober 2028. Über die gesamte Projektlaufzeit werden die teilnehmenden Schulen eng betreut. |
| Fördermittelgeber | Finanziert wird das Projekt im Rahmen des Förderprogramms „Kommunale Modellvorhaben zur Umsetzung der ökologischen Nachhaltigkeitsziele in Strukturwandelregionen (KoMoNa)“ durch das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN). |
Schulhöfe können viel mehr sein als graue Asphaltwüsten. Sie haben vielfältige Funktionen und sind wichtige, lebendige Orte für Schülerinnen und Schüler. Begrünte Schulhöfe schaffen wertvolle Lebensräume für Pflanzen, Insekten und andere Tiere, verbessern das Mikroklima und leisten zugleich einen Beitrag zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Sie bieten Raum für Bewegung, Erholung und Begegnung und eröffnen neue Möglichkeiten, Unterricht nach draußen zu verlagern. Grüne Klassenzimmer, Schulgärten oder Lernstationen machen ökologische Zusammenhänge direkt erlebbar und fördern ein nachhaltiges Verständnis für Natur und Umwelt. Ziel des Projektes ist es dieses Potential zu nutzen, indem Schulen darin unterstützt werden, ihre Schulaußengelände als Räume der biologischen Vielfalt zu erforschen sowie diese durch eine Umgestaltungsmaßnahme hin zu mehr Biodiversität umzugestalten.
Weitere Informationen zum Thema Schulgeländegestaltung finden Sie hier.
Der englischsprachige Begriff Citizen Science wird im Deutschen meist mit „Bürgerwissenschaften“ oder „Bürgerforschung“ übersetzt. Er beschreibt Forschungsansätze, bei denen Menschen – auch Schülerinnen und Schüler – aktiv an wissenschaftlichen Prozessen beteiligt sind, ohne selbst hauptberuflich zu forschen. Im Rahmen von Citizen-Science-Projekten können Teilnehmende eigene Fragestellungen entwickeln, Daten erheben, Beobachtungen dokumentieren und Ergebnisse auswerten. Die Beteiligung kann mit oder ohne direkte Begleitung durch wissenschaftliches Fachpersonal erfolgen, wobei wissenschaftliche Standards und Transparenz im Erhebungsprozess stets eine zentrale Rolle spielen. Ziel ist es, gemeinsam neues Wissen zu erzeugen, den Zugang zu Wissenschaft zu öffnen und Engagement zu fördern. Besonders wertvoll sind dabei lokale Kenntnisse und vielfältige Perspektiven, die – etwa auf dem Schulgelände – in problemorientierte Forschungsfragen und Lösungsansätze einfließen können.
Sie können sich ab dem 23. Februar vier Wochen lang für die Teilnahme am Projekt über ein Online-Formular über die Webseite bewerben. Neben der Angabe fester Ansprechpersonen aus Ihrer Schulgemeinschaft, ist die Zustimmung des Schulträgers zentrale Voraussetzung zur Teilnahme am Projekt. Die Auswahl der Projektschulen wird unter allen vollständig und rechtzeitig eingereichten Bewerbungen ausgewählt und im März 2026 veröffentlicht.
Sie haben schon jetzt weitere Fragen zum Projekt oder zum Bewerbungsverfahren? Kontaktieren Sie uns unter: klifas@duh.de
Das Ziel des Projektes ist es, durch das gemeinsame Erforschen des Schulhofs ein vertieftes Wissen zu Artenvielfalt, Bodengesundheit und Klimaanpassung in den Schulgemeinschaften aufzubauen. Darüber hinaus werden Schülerinnen und Schüler sowie Schulpersonal und Eltern langfristig zu Multiplikatorinnen und Multiplikatoren für nachhaltige Entwicklung in der Projektregion. Auf diese Weise können sie zu einer stärkeren Sensibilisierung für Biodiversität und Klimaanpassung im mitteldeutschen Revier beitragen.
Das nach dem Citizen-Science-Ansatz gewonnene Wissen verbessert zudem die Datengrundlage in den teilnehmenden Kommunen und kann als Grundlage für ein langfristiges Klima- und Umweltmonitoring in den Kommunen dienen. Zuletzt wird durch die aktive Schulhofumgestaltung das Wohlbefinden der Schülerinnen und Schüler auf dem Schulgelände deutlich gesteigert. Übergeordnet wird das Potenzial von Schulgeländen für die Förderung von Biodiversität und Klimaanpassung sowie deren Bedeutung für die soziale und ökologische Entwicklung der Region sichtbar gemacht.
Bitte merken Sie sich bereits folgende Termine vor, um im Falle einer erfolgreichen Bewerbung Ihre Teilnahme zu gewährleisten.
- Bewerbungszeitraum: 23. Februar – 20. März 2026
- Rückmeldungen: voraussichtlich bis 27. März 2026
- Schulbesuche: im Zeitraum vom 20. bis 30. April 2026
Fördernde
Das Projekt wird von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) durchgeführt. Gefördert wird das Projekt im Rahmen des Förderprogramms „Kommunale Modellvorhaben zur Umsetzung der ökologischen Nachhaltigkeitsziele in Strukturwandelregionen“ (KoMoNa) durch das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN).Die Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH betreut das Förderprogramm als Projektträgerin im Auftrag des BMUKN. Weitere Informationen unter www.z-u-g.org/komona.



Kontakt
© Finke/DUH Lennart Wenning
Fachreferent Kommunaler Umweltschutz
Tel.: 030 2400867-346
E-Mail: Mail schreiben
© Finke/DUH Lilli Reinkensmeier
Projektmanagerin Kommunaler Umweltschutz
Tel.: 0151 67781234
E-Mail: Mail schreiben
© Finke/DUH Katharina Kipp
Projektmanagerin Kommunaler Umweltschutz
Tel.: 030 2400867-347
E-Mail: Mail schreiben
Kontakt Projektpartner

Prof. Dr. Aletta Bonn
aletta.bonn@idiv.de
+49 341 9733153

Lina von Wedel
vonwedel@idiv.de
Projektpartner

