Projektteilnahme „Gesund durch den Sommer“
- In drei sächsischen Modellkommunen werden kommunale Mitarbeiter*innen zu hitze-bezogenen Belastungen und Dringlichkeit von Hitzeschutz vulnerabler Zielgruppen sensibilisiert und zur Erstellung verhaltens- und verhältnisbezogener Maßnahmen im räumlichen Umfeld qualifiziert.
- Leitungspersonen, Mitarbeiter*innen und Nutzer*innen der ausgewählten Einrichtungen in den Modellkommunen werden zum Thema Klimakrise und Gesundheit im kommunalen Raum sensibilisiert und als Multiplikator*innen qualifiziert.
- Landespolitische Akteure in den Bereichen Gesundheit, Bauen und Umwelt werden über die Notwendigkeit integrierter Strategien, Konzepte und den Kommunen unter-stützenden Maßnahmen zum Handlungsfeld Klimaanpassung und Gesundheit sensibilisiert.
- In den drei Modellkommunen wird der Health in All Policies-Ansatz gestärkt.
- Kommunen in Sachsen
- Soziale Einrichtungen:
Waisenhäuser, Quartierszentren, Stadtteilzentren, Familienzentren, Bürgerhäuser, soziale Dienste (Caritas, Diakonie), Jugendzentren, offene Kinder- und Jugendarbeit, Horte, (z.B. Jugend-, Frauen-, Familien-, Drogen-, Migrations-)Beratungszentren, Frauenhäuser, Seniorenstifte, Behindertenwohnheime oder -werkstätten, Integrations- und Fördereinrichtungen, Flüchtlingsunterkünfte, Obdachlosenunterkünfte, Suchthilfe, Mutter-Kind-Heime, Tafeln, Nachbarschaftshilfe, Mehrgenerationenhäuser, Kulturzentren
Interessierte Kommunen können sich mit maximal drei sozialen Einrichtung oder soziale Einrichtungen mit einer Kommune vom 15. Juni bis 31. Juli 2026 über das digitale Bewerbungsformular auf dieser Webseite bewerben.
Hitzelabor in den sozialen Einrichtungen
Die ausgewählten soziale Einrichtungen nehmen an der Workshop-Reihe „Hitzelabor“ teil. Das Hitzelabor umfasst einen kommunenübergreifenden digitalen Auftaktworkshop sowie je einen Präsenzworkshop pro Modellkommune in einer teilnehmenden Einrichtung. Dabei werden Multiplikator*innen aus den Einrichtungen geschult, damit sie Hitzeschutzwissen weitergeben, heiße Orte in Gebäuden und Außenbereichen erkennen und einfache Messmethoden anwenden können. Über einen Sommer hinweg erfassen sie eigenständig Luft- und Oberflächentemperaturen sowie das Belastungsempfinden und Verhalten bei Hitze in den Einrichtungen. Bei Bedarf können weitere Personen wie Eltern oder Begleitpersonen einbezogen werden. Die Ergebnisse fließen anschließend in die Entwicklung konkreter Hitzeschutzlösungen und Steckbriefe ein
Workshops mit Kommunen
In den ausgewählten Modellkommunen wird eine vertiefte, bedarfsorientierte Auseinandersetzung mit Hitze und Hitzeschutz anstoßen. Ein Präsenz-Auftaktworkshop für Mitarbeitende aller Modellkommunen sowie einschlägiger Landesministerien und Landesämter führt in das Projektvorhaben ein und diskutiert u.a. die integrierte Datenanalyse im kommunalen Kontext. Inhaltlich geht es auch um die Verankerung von Klima und Gesundheit in Verwaltungsstrukturen, um hitzebezogene Umweltbelastungen und Umweltgerechtigkeit sowie um konkrete verhaltens- und verhältnisbezogene Hitzeschutzmaßnahmen. Zusätzlich findet in jeder Modellkommune ein eigener Präsenzworkshop mit Kommunalverwaltung und beteiligten Einrichtungen statt, um Handlungsfelder, Potenziale und Herausforderungen vor Ort zu erfassen. Die Ergebnisse dieser Workshops fließen anschließend in die Steckbriefe und damit in die Entwicklung konkreter kommunaler Hitzeschutzlösungen
Steckbrief verhaltens- und verhältnisbezogene Maßnahmen
Die Mitarbeitenden der Modellkommunen erstellen einen Steckbrief mit konkreten Maßnahmen und Handlungsschritten zum Hitzeschutz in den teilnehmenden sozialen Einrichtungen. Darin werden die jeweiligen Belastungen, vorhandenen Ressourcen und daraus abgeleitete Maßnahmen der Verhaltens- und Verhältnisprävention übersichtlich dargestellt. Die Maßnahmen werden nach einem Baukastenprinzip zusammengestellt und sollen auch kurzfristig umsetzbare Lösungen enthalten. Die Steckbriefe werden öffentlich zugänglich gemacht, damit andere Kommunen und Einrichtungen die Ansätze übertragen können. Ergänzend entsteht ein Handlungsleitfaden in Form einer Checkliste, der die nachhaltige Verankerung in der Kommune unterstützt und idealerweise in kommunale Hitzeaktionspläne eingebunden wird.
Netzwerktreffen
Im Projekt finden zwei Präsenz-Netzwerktreffen mit Mitarbeitenden aller Modellkommunen, beteiligten Einrichtungen sowie Vertreter*innen der Landesebene statt. Ziel ist der gemeinsame Austausch zu Potenzialen, Herausforderungen und Erfahrungen im Umgang mit Hitzeschutz. Im Sinne des Peer-Learnings sollen die Teilnehmenden voneinander lernen und praxisnahe Lösungsansätze weiterentwickeln. Ergänzend werden fachliche Inputs, etwa von Best-Practice-Kommunen, eingebunden
Befragung der teilnehmenden Akteure
Ergänzend zu Workshops werden die teilnehmenden Akteure in geeigneter Form zu ihren Erfahrungen befragt. Dafür werden zu Mitte und am Ende des Projekts Umfragen durchgeführt. Ziel ist es, die Projektziele zu überprüfen und nötige Anpassungen zu treffen. Selbstverständlich werden alle Daten anonymisiert und unter der Einhaltung strenger Datenschutzrichtlinien verarbeitet. Informationen und Einverständniserklärungen werden für die teilnehmenden Personen bereitgestellt.
- Teilnahme an den Projektbausteinen
- Nennung der Kommune und sozialen Einrichtungen bei Presseaktivitäten
Die Teilnahme am Projekt insbesondere an den Formaten wird über eine Kooperationsvereinbarung geregelt
Einzureichen sind folgende Unterlagen:
- Online-Bewerbungsformular
Im Anschluss an den Bewerbungszeitraum werden alle eingegangenen Bewerbungen geprüft. Die Auswahl der Kommunen erfolgt nach einer Jury-Sitzung Anfang September.
Bewerbungen per Post oder Mail können wir leider nicht berücksichtigen. Die ausgewählten Kommunen und sozialen Einrichtungen werden Mitte September benachrichtigt.
Hinweis:
Bitte füllen Sie alle Pflichtangaben innerhalb dieses Formulars aus. Bitte entnehmen Sie dem Informationsblatt sämtliche Informationen zu Projektinhalten und zum Projektumfang.
Bei Fragen zu Ihrer Bewerbung rufen Sie uns gerne an oder senden Sie uns eine E-Mail. Wir beraten Sie gerne. Die Informationen dazu finden Sie auf unserer Webseite.
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Kontakt
Arne Engelhardt
Projektmanager Kommunaler Umweltschutz
Tel.: 07732 99951376
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Hanna Buntz
Fachreferentin Kommunaler Umweltschutz
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© Finke / DUH Anneke Ilsemann
Referentin der Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz
Tel.: 030 2400867-16
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