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Gesund durch den Sommer – Hitzeschutz in Sachsen

Wie überall in Deutschland nehmen klimawandelbedingte Hitzeereignisse auch in Sachsen zu. So prognostiziert das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie für den Zeitraum 2021-2050 eine Zunahme von 22 Sommertagen im Vergleich zum 30-jährigen Mittel. Die gesundheitliche Prävention in Form von kommunalem Hitzeschutz muss dringend ausgebaut werden und genau hier setzen wir mit unserem Projekt an: 

Mit einem sächsischen Hitzecheck identifizieren wir besonders hitzebelastete Orte und wollen gemeinsam mit unseren Projektkommunen Chemnitz, Dommitzsch/Torgau und Taucha sowie dort ansässigen sozialen Einrichtungen Lösungen suchen. Dazu arbeiten wir mit den Mitarbeitenden vor Ort zusammen, sensibilisieren rund um das Thema Klimakrise und Gesundheit im kommunalen Raum, identifizieren besonders heiße Orte und schaffen Raum für Austausch, Wissenstransfer und Vorbereitung von Maßnahmen.

  • In drei sächsischen Modellkommunen werden kommunale Mitarbeiter*innen zu hitze-bezogenen Belastungen und Dringlichkeit von Hitzeschutz vulnerabler Zielgruppen sensibilisiert und zur Erstellung verhaltens- und verhältnisbezogener Maßnahmen im räumlichen Umfeld qualifiziert.
  • Leitungspersonen, Mitarbeiter*innen und Nutzer*innen der ausgewählten Einrichtungen in den Modellkommunen werden zum Thema Klimakrise und Gesundheit im kommunalen Raum sensibilisiert und als Multiplikator*innen qualifiziert.
  • Landespolitische Akteure in den Bereichen Gesundheit, Bauen und Umwelt werden über die Notwendigkeit integrierter Strategien, Konzepte und den Kommunen unter-stützenden Maßnahmen zum Handlungsfeld Klimaanpassung und Gesundheit sensibilisiert.
  • In den drei Modellkommunen wird der Health in All Policies-Ansatz gestärkt.
Hitzelabor in den sozialen Einrichtungen

Die ausgewählten soziale Einrichtungen nehmen an der Workshop-Reihe „Hitzelabor“ teil. Das Hitzelabor umfasst einen kommunenübergreifenden digitalen Auftaktworkshop sowie je einen Präsenzworkshop pro Modellkommune in einer teilnehmenden Einrichtung. Dabei werden Multiplikator*innen aus den Einrichtungen geschult, damit sie Hitzeschutzwissen weitergeben, heiße Orte in Gebäuden und Außenbereichen erkennen und einfache Messmethoden anwenden können. Über einen Sommer hinweg erfassen sie eigenständig Luft- und Oberflächentemperaturen sowie das Belastungsempfinden und Verhalten bei Hitze in den Einrichtungen. Bei Bedarf können weitere Personen wie Eltern oder Begleitpersonen einbezogen werden. Die Ergebnisse fließen anschließend in die Entwicklung konkreter Hitzeschutzlösungen und Steckbriefe ein

Workshops mit Kommunen

In den ausgewählten Modellkommunen wird eine vertiefte, bedarfsorientierte Auseinandersetzung mit Hitze und Hitzeschutz anstoßen. Ein Präsenz-Auftaktworkshop für Mitarbeitende aller Modellkommunen sowie einschlägiger Landesministerien und Landesämter führt in das Projektvorhaben ein und diskutiert u.a. die integrierte Datenanalyse im kommunalen Kontext. Inhaltlich geht es auch um die Verankerung von Klima und Gesundheit in Verwaltungsstrukturen, um hitzebezogene Umweltbelastungen und Umweltgerechtigkeit sowie um konkrete verhaltens- und verhältnisbezogene Hitzeschutzmaßnahmen. Zusätzlich findet in jeder Modellkommune ein eigener Präsenzworkshop mit Kommunalverwaltung und beteiligten Einrichtungen statt, um Handlungsfelder, Potenziale und Herausforderungen vor Ort zu erfassen. Die Ergebnisse dieser Workshops fließen anschließend in die Steckbriefe und damit in die Entwicklung konkreter kommunaler Hitzeschutzlösungen

Steckbrief verhaltens- und verhältnisbezogene Maßnahmen

Die Mitarbeitenden der Modellkommunen erstellen einen Steckbrief mit konkreten Maßnahmen und Handlungsschritten zum Hitzeschutz in den teilnehmenden sozialen Einrichtungen. Darin werden die jeweiligen Belastungen, vorhandenen Ressourcen und daraus abgeleitete Maßnahmen der Verhaltens- und Verhältnisprävention übersichtlich dargestellt. Die Maßnahmen werden nach einem Baukastenprinzip zusammengestellt und sollen auch kurzfristig umsetzbare Lösungen enthalten. Die Steckbriefe werden öffentlich zugänglich gemacht, damit andere Kommunen und Einrichtungen die Ansätze übertragen können. Ergänzend entsteht ein Handlungsleitfaden in Form einer Checkliste, der die nachhaltige Verankerung in der Kommune unterstützt und idealerweise in kommunale Hitzeaktionspläne eingebunden wird.

Netzwerktreffen

Im Projekt finden zwei Präsenz-Netzwerktreffen mit Mitarbeitenden aller Modellkommunen, beteiligten Einrichtungen sowie Vertreter*innen der Landesebene statt. Ziel ist der gemeinsame Austausch zu Potenzialen, Herausforderungen und Erfahrungen im Umgang mit Hitzeschutz. Im Sinne des Peer-Learnings sollen die Teilnehmenden voneinander lernen und praxisnahe Lösungsansätze weiterentwickeln. Ergänzend werden fachliche Inputs, etwa von Best-Practice-Kommunen, eingebunden 

Befragung der teilnehmenden Akteure

Ergänzend zu Workshops werden die teilnehmenden Akteure in geeigneter Form zu ihren Erfahrungen befragt. Dafür werden zu Mitte und am Ende des Projekts Umfragen durchgeführt. Ziel ist es, die Projektziele zu überprüfen und nötige Anpassungen zu treffen. Selbstverständlich werden alle Daten anonymisiert und unter der Einhaltung strenger Datenschutzrichtlinien verarbeitet. Informationen und Einverständniserklärungen werden für die teilnehmenden Personen bereitgestellt.

Projektlaufzeit: 01.05.2026 - 30.04.2029

Hitzecheck

Hitzecheck in Sachsen

Die Ergebnisse unserer Erhebung zu hitzebelasteten Kommunen in Sachsen sind hier abrufbar.

Kontakt

Copyright:

Arne Engelhardt
Projektmanager Kommunaler Umweltschutz
Tel.: 07732 99951376
E-Mail: Mail schreiben

Hanna Buntz
Fachreferentin Kommunaler Umweltschutz
E-Mail: Mail schreiben

Copyright: © Finke / DUH

Anneke Ilsemann
Referentin der Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz
Tel.: 030 2400867-16
E-Mail: Mail schreiben

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